Mein Pedalboard

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berndwe
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon berndwe » Mi Jun 19, 2019 7:17 am

Das ist ein Gebiet wo die 100%tige Zufriedenheit eine temporäre Sache ist. Selbst wenn man mit seinem Kram den Sound der Götter erreicht hat, scheint immer noch eine Optimierung möglich. Man kann trefflich sein Brettchen von Zeit zu Zeit umkonfigurieren, die ein oder andere Kiste durch eine noch etwas bessere ersetzen und zwischendurch regen Handel mit anderen Patienten treiben ;-)
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Rumble
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Rumble » Mi Jun 19, 2019 8:08 am

berndwe hat geschrieben:Das ist ein Gebiet wo die 100%tige Zufriedenheit eine temporäre Sache ist. Selbst wenn man mit seinem Kram den Sound der Götter erreicht hat, scheint immer noch eine Optimierung möglich. Man kann trefflich sein Brettchen von Zeit zu Zeit umkonfigurieren, die ein oder andere Kiste durch eine noch etwas bessere ersetzen und zwischendurch regen Handel mit anderen Patienten treiben ;-)


Wahre Worte!
Der Kemper hat das bei mir endlich unterbrochen. :wink:
Auch wenn ich seitem doch noch mal EIN neues Kästchen für meinen mitlerweile EINZIG verbliebenen Amp gekauft habe.

Keine Bodentreter mehr, keine Kippen.
Ich werde noch reich und gesund wenn das so weitergeht.
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Pappenheim » Mi Jun 19, 2019 8:27 am

berndwe hat geschrieben:Das ist ein Gebiet wo die 100%tige Zufriedenheit eine temporäre Sache ist. Selbst wenn man mit seinem Kram den Sound der Götter erreicht hat, scheint immer noch eine Optimierung möglich.


Wahre Worte. Mein Gitarrenlehrer hat mal gesagt: "Ein Gitarrist braucht alle 4 bis 5 Jahre einen neuen Sound, egal wie gut der Klang davor war. Es wird sonst langweilig".

Mit meinem Helix bin ich daher mehr als zufrieden, denn da ist ein neuer/anderer Sound ganz schnell mal konfiguriert.
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berndwe
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon berndwe » Mi Jun 19, 2019 9:04 am

Man kann sich ja mit dem Helix sehr schön Effektboards digital zusammenstellen und den Signalweg mit simulierten Effektgeräten vollknallen und wieder umkonfigurieren.

Ich merke dabei immer wieder, dass ich neben einer schönen Amp-Simulation im Grunde nur Hall und Delay verwende. Alle anderen Schalter bleiben meist unberührt. Ich wäre auch ohne Helix kein guter Kunde für die Tretminenhersteller.
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon bookwood » Mi Jun 19, 2019 10:37 pm

Ich bin ja nun inzwischen weiter weg vom Gerödel durch Phantastilliarden von Menüoptionen der Multieffektoren. Aber ganz einfach ist die Qual der Wahl bei den Pedals auch nicht. Viel zu groß ist das nahezu unüberschaubare Angebot an Varianten in allen Preislagen und man weiss ohne ausgiebige Tests oft nicht, ob die erhoffte Steigerung/Änderung der Klangqualität und -richtung überhaupt eintritt. Ich versuche einigermaßen erfolgreich, mich zu bremsen. Immer nur Zukaufen lässt einen wohl irgendwann im Nirvana des Gitarrenwahnsinns enden. Andererseits, Zufriedenheit ist Stillstand, gell. Das Hobbykarussell darf sich ruhig etwas weiter drehen. :wink: Ich achte dabei wenigstens auf wichtige Parameter. Dazu zählt das Rauschverhalten, insbesondere bei den Boostern und Verzerrern. Erstaunlicherweise ist in dieser Hinsicht bisher noch kein Overdrive an meinen MXR M77 Custom Badass herangekommen, obwohl der eher zu den preisgünstigen Teilen gehört. Ich las, dass mancher Hersteller das zugunsten eines vollen Rohrs bewusst in Kauf nimmt. Man höre sich mal an, wenn die Highgain-Sau eines Friedman BE-OD vom Zügel geht.
:guitar1:
Gruß
von
Ralf
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Orange
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Orange » Di Sep 03, 2019 9:43 am

Mahlzeit,

mal ein kleines update zum "Projekt Pedalboard" welches doch mehr lebt als erwartet.

Das Delay darf momentan in der Schublade parken da ich es eigentlich wie schon geschrieben für
nur 2 - 3 Lieder benötige, und selbst da kann ich eigentlich drauf verzichten.

Da ich aber gerne 3 "Stufen" zünden will ist ein weiteres Overdrive Pedal dazugekommen und
der Clean Booster ist nach hinten in der Kette gewandert.

Stufe 1 --> CLEAN --> Macht der Amp
Stufe 2 --> CRUNCH --> EHX Soul Food
Stufe 3 --> ROCK --> EHX East River Drive

Mein erster Aufbau mit diesen Tretern war:

Boss TU-3 -->Mooer Pure Boost (mein Clean Booster) --> Soul Food --> East River Drive

Problem dabei ist halt, wenn man den Clean Boost VOR die Overdrive-Sektion schaltet
man auch automatisch etwas mehr Gain mitmischt was zwar für so manchen passen kann,
für mich leider nicht.


Aktueller Aufbau:

Boss TU-3 --> Soul Food --> East River Drive --> Mooer Pure Boost

Das passt jetzt für mich denn die OD-Pedale arbeiten so "sauber" und ich kann wirklich nur
die Lautstärke anheben, check !

MERKE:
- Clean Boost VOR der OD-Sektion = mehr Gain und Lautstärke
- Clean Boost NACH der OD-Sektion = mehr Lautstärke

Soweit bin ich wieder mal glücklich ... soweit ...

Der "neue" EHX East River Drive soll ja wohl in die Richtung Tube Screamer gehen, da ich den
aber nicht kenne kann ich das nicht bestätigen.
Ehrlich bin ich mit dem East River Drive auch klanglich nicht 100% zufrieden - da möchte ich noch
ein bisserl testen was für Rock / Classic Rock besser geeignet ist --> Tipps willkommen! :wink:

Das East River Drive klingt irgendwie topfig - fehlt mir der Biss ... klingt etwas "verhalten".

In diesem Sinne ... ROCK ON ! :guitar1:

Bild
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Rumble » Di Sep 03, 2019 2:10 pm

Ha, so etwas macht doch immer wieder Spaß. :-)

Aus reiner Neugier habe ich mir neulich mal so paar "Billigpedale" schicken lassen.
Minipedale, die unter den Namen Rowin, Donner, Fame, etc. extrem günstig verschachert werden.

Ehrlich gesagt, habe ich nicht schlecht gestaunt. Die sind zwar klein und fummelig, die winzigen Regler manchmal etwas schwer zu justieren, aber sonst tun die Dinger erstaunliches. Da rauscht auch nichts. Selbst die Schalter wirken nicht billig.

Ich habe gerade das Rowin Bluesy, den Rowin Dumble und das Rowin Plexion in genau dieser Reihenfolge in der Kette. Davor nur noch mein heiliges "allways one Pedal", das Drybell Unit67. Den Amp fahre ich so knapp in dem Bereich, indem er bei etwas Anschlag schon selbst ein kleines bisschen schmatzt. Damit es leise bleibt, regel ich ihn mit einem recht preiswerten Attenuator wieder runter. Der Amp (mein guter alter Singeman) wird dann ein bisschen vom Drybell angepustet.

Die Pedale sind von den Gain-Leveln her recht moderat eingestellt und meine Gitarren regel ich meist so auf etwa 6-7 am Volume runter. Nach Bedarf vielleicht noch ein bisschen Reverb vom Amp und manchmal ein klitzkleines Bisschen Delay vom Flashback-Delay.

Das ist sowas von vielseitig und flexibel, wenn man erst mal die richtigen Einstellungen und Abstimmungen gefunden hat. Auch Kombinationen der Pedale sind reizvoll, sodern man es mit dem Gain nicht übertreibt. Ich bin echt angetan. Meine teuren "Boutiqe-Pedale" stehen da im Moment daneben und haben ein bisschen die Schamesröte im Gesicht. ;-)

Ich hatte lange nicht mehr einen so schicken Röhrenamp-Wohnzimmer-Sound.

@Jürgen: Letzendlich muss man ausprobieren. Bei mir kommt der Boost immer zuerst. Dafür weniger Gain am Overdrive. :-)
Spielst Du eigentlich immer noch die Tele?

LG
Michael
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Orange » Di Sep 03, 2019 2:39 pm

Hi Michael,

bei den Tretern habe ich - mit meiner bescheidenen Erfahrung auf dem Gebiet - auch schon die Erfahrung gemacht,
dass es durchaus günstige Kisten gibt die wirklich was können.

Gerade mein MOOER Pure Boost - der war ein Glückgriff, sowohl als Clean-Boost als auch als "Dreckiger-Crunch-Boost",
da fetzt er meiner Meinung nach sogar noch mehr als der Soul Food. :D

Kurzum: Der ist genial!

Overdrive muss ich eben noch stöbern, die paar Hundert Pedale am Markt hat man ja schnell durch ... :whistler: :guitar1:

Rumble hat geschrieben:@Jürgen: Letzendlich muss man ausprobieren. Bei mir kommt der Boost immer zuerst. Dafür weniger Gain am Overdrive. :-)
Spielst Du eigentlich immer noch die Tele?

LG
Michael


Nope, die habe ich in findige Gitarristenhände abgeben können, aber ich weiß wer sie hat und wer damit richtig gute Musik macht,
damit habe ich dann auch kein schlechtes Gewissen.

Ich habe aktuell nur meine Yamaha Revstar RS502 mit den P90 - die deckt irgendwie alles ab was ich persönlich benötige,
ist megmässig eingestellt und echt ein Traum (auch optisch) - und die P90 sind cooooooooool ! 8)
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon bookwood » Di Sep 03, 2019 6:05 pm

8) Ich wusste es: auch die Pedalboards in Austria sind ein Quell steter Freude und Veränderung. Halte uns auf dem Laufenden... :whistler:

Die kleinen Billigheimer sind teilweise wirklich erstaunlich. Im Homerecording habe ich inzwischen ein Mooer Radar Speaker Simulator erfolgreich im Einsatz, funktioniert in Verbindung mit dem alten H&K Tubeman Plus super. Und fürs Board kommt bald ein Mooer Blues Mood dazu, eine preiswerte kompakte Abwandlung des legendären Boss Blues Driver.
Gruß
von
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Rumble » Mi Sep 04, 2019 7:37 am

@Jürgen:
Ach ja, stimmt ja. Du hattest dir ja die Yamaha gekauft. Ich werde langsam alt und vergesslich. ;-)

Dieses Mooer Blues-Dingens scheint einem Rowin Bluesy zu entsprechen. ;-)
Die klingen wirklich sehr exakt nach dem alten Boss Blues Driver.
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Orange » Mi Sep 04, 2019 12:56 pm

@bookwood: Yep, halte euch auf dem Laufenden. Gerade bei MOOER scheint die Qualität zu stimmen, die Produktpalette von denen wächst ständig und Preis-/Leistung dürfte auch stimmen. :)

@Rumble: Das mit dem "vergesslich" kenne ich mittlerweile auch schon ... :o - egal ...
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Nothing Man » Do Sep 05, 2019 7:06 am

Orange hat geschrieben:Ehrlich bin ich mit dem East River Drive auch klanglich nicht 100% zufrieden - da möchte ich noch
ein bisserl testen was für Rock / Classic Rock besser geeignet ist --> Tipps willkommen! :wink:


Willkommen auf einer endlosen Reise ;-) Ich hab hier damals sehr viel Zeit, sehr viel Recherche und sehr viel Geld in diverse Pedals investiert (u.a. Fulltone OCD, Boss SD-1, Boss OD-3, Xotic BB Preamp, MXR Distortion+) um dann unterm Strich draufzukommen, dass KEIN Pedal meine Bedürfnisse befriedigt. Dies hat dann einfach mein Orange Dual Terror Amp gelöst. Der verzerrte Sound dieses Amps ist ein Traum und kann durch kein Pedal ersetzt werden. Zusammengerechnet hat mich der neue Amp weniger gekostet wie die Pedalfehlschläge... auch wenn es hochgelobte, teilweise sogar Boutique-Pedals waren...
-Taylor 414CE
-Taylor 150e
-Art&Lutherie Ami
-Fender CP Baja Tele
-Squier Cabronita Tele
-Fender Std Strat Tex Mex
-Orange Dual T.
-Fender Bassman
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Orange » Do Sep 05, 2019 7:59 am

Nothing Man hat geschrieben:Der verzerrte Sound dieses Amps ist ein Traum und kann durch kein Pedal ersetzt werden.

Da ist viel ... sehr viel Wahrheit drin. Der verzerrte Sound des Orange war ja auch bei der Amp-Suche am Schluß das ausschlaggebende Argument mich für Orange zu entscheiden.

"Keep it simple" - war ja bisher meine Devise - auch vor dem Pedal-Wahnsinn, und ich vermute dass es am Schluß auch wieder auf das rausläuft.

Gitarre --> Kabel --> Amp

... und das Spiel mit dem Volumepoti welches wohl noch immer sehr unterschätzt wird, damit kann man sich einiges an Pedalboard-Getrammple sparen - wenn man es denn kann! :D
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon berndwe » Do Sep 05, 2019 10:11 am

Orange hat geschrieben:Der verzerrte Sound dieses Amps ist ein Traum und kann durch kein Pedal ersetzt werden.



Der war zwar schon einmal, aber was solls:

Bild




Orange hat geschrieben:"Keep it simple" - war ja bisher meine Devise - auch vor dem Pedal-Wahnsinn, und ich vermute dass es am Schluß auch wieder auf das rausläuft.

Gitarre --> Kabel --> Amp



Und bis dahin sollte man sich die Freude am Rumprobieren und Handeln mit Pedalen nicht nehmen lassen. ;-)
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Re: Mein Pedalboard

Beitragvon Orange » Do Sep 05, 2019 11:44 am

berndwe hat geschrieben:Und bis dahin sollte man sich die Freude am Rumprobieren und Handeln mit Pedalen nicht nehmen lassen. ;-)

Genau, das Geld muss ja unter die Leute ... aber meins ?! :? :o :( :D

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