B?nde runtergespielt nach 3/4 Jahr?
Moderator: RB
- lunatscharski
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- Registriert: So Feb 03, 2008 2:01 pm
- Wohnort: Bockenheim zwischen Main und Feldberg
Hallo, RB;
grundsätzlich will ich Dir hinsichtlich von Kundenzufriedenheit und mutmaßlichem Einspareffekt im Cent-Bereich gern folgen; aber: der Ausgangspunkt war ja der einer [verifizierten] empirischen Beobachtung und deren Mitteilung an das Forum.
Bleibt die Frage: Warum können Bünde nach wenigen Monaten runter gespielt werden?
- a) Der Spieler/-in verwendet eine besondere [Rubbel- und Kratz-] Technik beim Spiel;
- b) der Spieler/-in hatte mit seinen Bünden "einfach mal PEch";
- c) die Beobachtung des BEitrag-Gebers ist einfach unrichtig oder erheblich übertrieben -
- d) Deine Mutmaßung, der ich grundsätzlich ebenso folge, erweist sich hier als defizient?
Als Nieztsche seine Philosophie mit dem Hammer proklamierte, ist er von weiten Kreisen mißverstanden worden; er meine - wenn man mal die Stelle im Kontext genau nachliest - nicht den Vorschlag-Hammer, sondern das klitze-kleine Hämmerchen - meinetwegen - eines Uhrmachers, um die kleinen Hohlräume aufzuspüren. Diesen Hohlräumen bin ich manchmal ebenfalls auf der Spur.
Jan-Peter
grundsätzlich will ich Dir hinsichtlich von Kundenzufriedenheit und mutmaßlichem Einspareffekt im Cent-Bereich gern folgen; aber: der Ausgangspunkt war ja der einer [verifizierten] empirischen Beobachtung und deren Mitteilung an das Forum.
Bleibt die Frage: Warum können Bünde nach wenigen Monaten runter gespielt werden?
- a) Der Spieler/-in verwendet eine besondere [Rubbel- und Kratz-] Technik beim Spiel;
- b) der Spieler/-in hatte mit seinen Bünden "einfach mal PEch";
- c) die Beobachtung des BEitrag-Gebers ist einfach unrichtig oder erheblich übertrieben -
- d) Deine Mutmaßung, der ich grundsätzlich ebenso folge, erweist sich hier als defizient?
Als Nieztsche seine Philosophie mit dem Hammer proklamierte, ist er von weiten Kreisen mißverstanden worden; er meine - wenn man mal die Stelle im Kontext genau nachliest - nicht den Vorschlag-Hammer, sondern das klitze-kleine Hämmerchen - meinetwegen - eines Uhrmachers, um die kleinen Hohlräume aufzuspüren. Diesen Hohlräumen bin ich manchmal ebenfalls auf der Spur.
Jan-Peter
Lowden L 32 P
Guild JF 30-12
Guild GF 50 NT
Guild JF 65
Contax S 2
Distagon CF 30 mm
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aber: der Ausgangspunkt war ja der einer [verifizierten] empirischen Beobachtung und deren Mitteilung an das Forum.
HÄ??!?!
Und dann:
Ich könnte erneut HÄ ? WIE ? WAS ? ausrufen. Ich kann Dir nicht folgen, mutmaße aber mal, daß Du drei Silvester an der Unität ein Studium über die Antifikation der Modifikatuse betrieben hast und weißt, über was Du da schreibst. Unterhaltsam ist es jedenfalls.Als Nieztsche seine Philosophie mit dem Hammer proklamierte, ist er von weiten Kreisen mißverstanden worden; er meine - wenn man mal die Stelle im Kontext genau nachliest - nicht den Vorschlag-Hammer, sondern das klitze-kleine Hämmerchen - meinetwegen - eines Uhrmachers, um die kleinen Hohlräume aufzuspüren. Diesen Hohlräumen bin ich manchmal ebenfalls auf der Spur.
Hi, RB und Fidelio;
die großen Kapitälchen von RB zeigen doch auf wunderbare Weise, wie sich zwei gutartige Menschen produktiv und konstruktiv mißverstehen können; also, so wie man in Andreas Okopenko's "LExikon-Roman" seine eigene Version konstruieren und konstruktiv lesen, "rezipieren" kann.
Dennoch: Ausgangspunkt war doch Mitja's Klage über die sehr bald runter gespielten Bünde - und die nachfolgend aufgestellte Vermutung, es könne am billigen Bundmaterial gelegen haben.
RB war aber der Auffassung, dass eigentlich kein Hersteller von Gitarren im Cent-Bereich am Bund-Material spart, aber unzufriedene Kunden hinterlässt.
Dem stimme ich natürlich auch in derselben Breite zu wie RB. Gleichwohl werden wir doch Mitja hinsichtlich seiner Klage Glauben schenken dürfen.
Wie erklärt sich dann aber seine Klage, wenn nicht durch billiges Bundmaterial? - Da haben wir eigentlich noch keine überzeugende Antwort erhalten. - Doch ist es gut, wenn wir gemeinsam weiter staunen, dann schon die alten Griechen hatten eingesehen, dass jeder Erkenntnis ein Staunen vorausgeht.
Nun, ich staune auch öfter; hier aber habe ich noch keine schlüssige Erklärung für Mitja Lamentatio. - Soll ich nun weiter staunen und der thread ganz ohne Antwort bleiben? - Das wäre in einem mulitvalentem Forum natürlich auch möglich, ein offenes System mehrwertiger Logiken. sozusagen; - nur hilft das nicht viel weiter, des Pudels Kern zu finden.
Euer
Jan-Peter
P.S.: Fidelio, danke! da staunen wir jedenfalls weiter gemeinsam und harren einer Antwort?!
die großen Kapitälchen von RB zeigen doch auf wunderbare Weise, wie sich zwei gutartige Menschen produktiv und konstruktiv mißverstehen können; also, so wie man in Andreas Okopenko's "LExikon-Roman" seine eigene Version konstruieren und konstruktiv lesen, "rezipieren" kann.
Dennoch: Ausgangspunkt war doch Mitja's Klage über die sehr bald runter gespielten Bünde - und die nachfolgend aufgestellte Vermutung, es könne am billigen Bundmaterial gelegen haben.
RB war aber der Auffassung, dass eigentlich kein Hersteller von Gitarren im Cent-Bereich am Bund-Material spart, aber unzufriedene Kunden hinterlässt.
Dem stimme ich natürlich auch in derselben Breite zu wie RB. Gleichwohl werden wir doch Mitja hinsichtlich seiner Klage Glauben schenken dürfen.
Wie erklärt sich dann aber seine Klage, wenn nicht durch billiges Bundmaterial? - Da haben wir eigentlich noch keine überzeugende Antwort erhalten. - Doch ist es gut, wenn wir gemeinsam weiter staunen, dann schon die alten Griechen hatten eingesehen, dass jeder Erkenntnis ein Staunen vorausgeht.
Nun, ich staune auch öfter; hier aber habe ich noch keine schlüssige Erklärung für Mitja Lamentatio. - Soll ich nun weiter staunen und der thread ganz ohne Antwort bleiben? - Das wäre in einem mulitvalentem Forum natürlich auch möglich, ein offenes System mehrwertiger Logiken. sozusagen; - nur hilft das nicht viel weiter, des Pudels Kern zu finden.
Euer
Jan-Peter
P.S.: Fidelio, danke! da staunen wir jedenfalls weiter gemeinsam und harren einer Antwort?!
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Mir hat jetzt einer bei der Auslegung geholfen, der auch studiert hat. Also ich sehe es so:
Eine Aussage lege ich unter Einbindung meiner Kenntnis von der Sache und meiner Menschenkenntnis aus. Das kann dann bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen dazu führen, daß ich den vom Fragesteller geschilderten Eindruck nebst der mitgeteilten Einschätzung Dritter anzweifeln muß. Im vorliegenden Thread bezweifle ich, daß die Bünde einer neuen Gitarre im beschriebenen Bereich nach so kurzer Zeit derart heruntergespielt sein könnten, daß das zu Klangeinbußen führt. Eher nehme ich an, daß es sich um die üblichen, bereits nach recht kurzer Zeit sichtbaren Spielspuren im Diskant-Bereich der ersten drei bis fünf Bünde handelt und daß der Rest auf der einen Seite übergroße Besorgnis des Eigners der Gitarre handeln könnte, noch gesteigert in Schmerz und Verzweiflung durch die Fehleinschätzung eines Dritten.
Die Einschätzung eines Dritten führt mich nicht etwa zu der Annahme, "aha, also unzweifelhaft bewiesen" ("verifiziert"), vielmehr mache ich eine solche Einschätzung ebenfalls zum Gegenstand kritischer Würdigung. Andernfalls hätte dieser Thread keinen Sinn, denn er bestünde in einer Fragestellung, die eine Antwort gleich mitgäbe. Is doch Kwatsch oder ?
Die Klingeltöne im Diskantbereich könnten demzufolge entweder der übergroßen Empfindsamkeit des mitfühlenden Gitarrenbesitzers zuzuschreiben und eigentlich normale Nebengeräusche sein, sie könnten aber auch durchaus vorhanden sein, aber andere Ursachen haben, als nun gerade verschlissene Bünde. Nach meiner Erfahrung bedarf es vieler Jahre massiver Nutzung eines Instruments, um Bünde so weit abzutragen, daß das zu einem Anschlagen der Saiten an höheren Bünden führt.
Meine Kenntnis der Sache besteht darin, daß ich viele Gitarren über Jahre gespielt habe und eine derart ausgeprägte Abnutzung noch nicht beobachten konnte. Sichtbare Spuren: ja, fühlbare, zu Nebengeräuschen führende Abnutzung: nein.
Meine Menschenkenntnis wiederum führt mich zu der Annahme der Möglichkeit, daß die immer wieder zu beobachtende übersteigerte Empfindsamkeit des Menschen, der ein schönes Instrument sein eigen nennt, zu übertriebener oder gar gänzlich fehlgeleiteter Deutung von Erscheinungen führt, die eigentlich normal sind.
Das ist meine Interpretatio Lamentum Mitjii, und das fast völlig auf Deutsch. Wo das doch jetzt ins Jrundjesetz soll, dat Deutsch.
Eine Aussage lege ich unter Einbindung meiner Kenntnis von der Sache und meiner Menschenkenntnis aus. Das kann dann bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen dazu führen, daß ich den vom Fragesteller geschilderten Eindruck nebst der mitgeteilten Einschätzung Dritter anzweifeln muß. Im vorliegenden Thread bezweifle ich, daß die Bünde einer neuen Gitarre im beschriebenen Bereich nach so kurzer Zeit derart heruntergespielt sein könnten, daß das zu Klangeinbußen führt. Eher nehme ich an, daß es sich um die üblichen, bereits nach recht kurzer Zeit sichtbaren Spielspuren im Diskant-Bereich der ersten drei bis fünf Bünde handelt und daß der Rest auf der einen Seite übergroße Besorgnis des Eigners der Gitarre handeln könnte, noch gesteigert in Schmerz und Verzweiflung durch die Fehleinschätzung eines Dritten.
Die Einschätzung eines Dritten führt mich nicht etwa zu der Annahme, "aha, also unzweifelhaft bewiesen" ("verifiziert"), vielmehr mache ich eine solche Einschätzung ebenfalls zum Gegenstand kritischer Würdigung. Andernfalls hätte dieser Thread keinen Sinn, denn er bestünde in einer Fragestellung, die eine Antwort gleich mitgäbe. Is doch Kwatsch oder ?
Die Klingeltöne im Diskantbereich könnten demzufolge entweder der übergroßen Empfindsamkeit des mitfühlenden Gitarrenbesitzers zuzuschreiben und eigentlich normale Nebengeräusche sein, sie könnten aber auch durchaus vorhanden sein, aber andere Ursachen haben, als nun gerade verschlissene Bünde. Nach meiner Erfahrung bedarf es vieler Jahre massiver Nutzung eines Instruments, um Bünde so weit abzutragen, daß das zu einem Anschlagen der Saiten an höheren Bünden führt.
Meine Kenntnis der Sache besteht darin, daß ich viele Gitarren über Jahre gespielt habe und eine derart ausgeprägte Abnutzung noch nicht beobachten konnte. Sichtbare Spuren: ja, fühlbare, zu Nebengeräuschen führende Abnutzung: nein.
Meine Menschenkenntnis wiederum führt mich zu der Annahme der Möglichkeit, daß die immer wieder zu beobachtende übersteigerte Empfindsamkeit des Menschen, der ein schönes Instrument sein eigen nennt, zu übertriebener oder gar gänzlich fehlgeleiteter Deutung von Erscheinungen führt, die eigentlich normal sind.
Das ist meine Interpretatio Lamentum Mitjii, und das fast völlig auf Deutsch. Wo das doch jetzt ins Jrundjesetz soll, dat Deutsch.
- lunatscharski
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- lunatscharski
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Also, in Wirklichkeit ist das Ganze so: Eigentlich sollten die Bünde mit jedem Saitenwechsel ebenfalls gewechselt werden, denn nach soundsovielen Greifzyklen haben diese ihre vorher aufgeladene tonale Energie restlos verbraucht. Wem das zu aufwendig (mit "ä") ist, der kann auch (wie unser Harald) gerne gleich die ganze Gitarre wechseln.
Notwändig (mit "e") ist das, denn wenn sich die unvermeidlichen Kerben bis zu Halsrückseite durchschaffen, wird der Hals zu instabil und die Gitarre damit unspielbar.
Eine Alternative ist die demnächst auf dem Markt erscheinende Gibson "Robot Guitar" Ver. 3.0 Rev. 17 Rel. B, die nach einer im Werk eingestellten Greifzyklenzahl die abgelaufenen Bünde automatisch aus dem Griffbrett wirft. Ein frisch aufgeladenes Paket Bünde zum Selbsteindrücken kann über den Fender-Vertrieb bezogen werden.
Die tonlich ausgelutschten Neusilber-Bünde kann man an Gibson zurückschicken, diese werden dann zu Metall-Dobros recycled, hier kommt es ja auf Ton eher weniger an.
Die innovative Fa. Ovation arbeitet derzeit an einem Prototypen ihrer neuen Karaoke-Gitarre, die nach einem speziellen Greifzyklen-Durchschnitts-Algorithmus gleich das komplette Griffbrett abwerfen soll.
Die Gitarre ist jedoch noch nicht serienreif, denn einige Künstler haben (mit Hilfe vom Computer-Chaos-Club) einen Weg gefunden den hochkomlizierten Algorithmus zu umgehen und das Abwerfen des Griffbretts als gezielte Bühneneinlage zu missbrauchen - das könnte jedoch den Ruf des Unternehmens empfindlich schädigen.
Lange Rede , kurzer Verstand: Wechselt euere Bünde oft und rechtzeitig, sonst wird das böööse enden...

Notwändig (mit "e") ist das, denn wenn sich die unvermeidlichen Kerben bis zu Halsrückseite durchschaffen, wird der Hals zu instabil und die Gitarre damit unspielbar.
Eine Alternative ist die demnächst auf dem Markt erscheinende Gibson "Robot Guitar" Ver. 3.0 Rev. 17 Rel. B, die nach einer im Werk eingestellten Greifzyklenzahl die abgelaufenen Bünde automatisch aus dem Griffbrett wirft. Ein frisch aufgeladenes Paket Bünde zum Selbsteindrücken kann über den Fender-Vertrieb bezogen werden.
Die tonlich ausgelutschten Neusilber-Bünde kann man an Gibson zurückschicken, diese werden dann zu Metall-Dobros recycled, hier kommt es ja auf Ton eher weniger an.
Die innovative Fa. Ovation arbeitet derzeit an einem Prototypen ihrer neuen Karaoke-Gitarre, die nach einem speziellen Greifzyklen-Durchschnitts-Algorithmus gleich das komplette Griffbrett abwerfen soll.
Die Gitarre ist jedoch noch nicht serienreif, denn einige Künstler haben (mit Hilfe vom Computer-Chaos-Club) einen Weg gefunden den hochkomlizierten Algorithmus zu umgehen und das Abwerfen des Griffbretts als gezielte Bühneneinlage zu missbrauchen - das könnte jedoch den Ruf des Unternehmens empfindlich schädigen.
Lange Rede , kurzer Verstand: Wechselt euere Bünde oft und rechtzeitig, sonst wird das böööse enden...

