Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Alles über akustische Gitarren für Stahlsaiten

Moderator: RB

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HR
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von HR »

string hat geschrieben:
Do Feb 18, 2021 1:49 pm
Eine etwas größere Halsbreite gibt jedoch den Fingern der rechten Hand etwas mehr Spielraum,
wenn man hauptsächlich Richtung Fingerstyle orientiert ist.
Den Saitenabstand am Steg habe ich gleich gelassen und nur den am Sattel vergrößert. Sonst langt man nur noch ins Leere. Aber, wie immer, wahrscheinlich reine Übungssache!
L1
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von L1 »

Warum "langt man da ins Leere" ?

Ich z. B. mache gern viel mit dem Anschlag, es klingt ja ganz anders wenn ich mit dem Nagel, oder mit der harten Kuppenspitze und bisschen Nagel, oder mit einem weicheren Teil der Kuppe anschlage ... Dazu muss ich aber auch gut etwas zwischen die Saiten können. Oder auch mal etwas unter die Saiten gehen und als Stilmittel bisschen schnalzen oder auch mal richtig knallen lassen ...
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BluesBro
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von BluesBro »

Cool, danke für die vielen Rückmeldungen. Vielleicht läuft es dann am Ende doch auf die Martin hinaus, würde gerne mal von Lakewood den V-Hals mit 44 oder 45mm ausprobieren, da müsste ich dann aber beim Werk vorbei schauen
L1
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von L1 »

45er Breite und V-Profil (das V nicht zu stark ausgeprägt), das ist bei mir die ideale Kombination.
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wunderfitz
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von wunderfitz »

Spiel am Liebsten Fingerstyle auf ner Maton OM 44,1 mm Sattelbreite (obschon sie rein akustisch nicht so dolle klingt). Habe noch ne Ibanez Dreadnought ebenfalls mit 44 mm Sattelbreite-toll fürs Lagerfeuer (weil laut) und zum Reinhauen mit Fingerpicks. Korpusgrösse, Gewicht, Haptik - vor allem Halsprofil - lassen mich aber lieber zur Maton greifen, wenn es um Fingerstyle geht. Will mir demnächst ne Eigene bauen und orientiere mich an der Maton.
LG Uwe
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Pappenheim
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von Pappenheim »

Jetzt hat es mich kurz gerissen, als ich gesehen habe, dass ich den Faden mal vor 10 (!) Jahren angefangen habe. Schon witzig, diese Internetforen... :D
Rishi
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von Rishi »

Huhu,
Zupfereien und Dreadnoughts habe ich auch nie miteinander in Verbindung gebracht und Fingerstyle ist natürlich nochmal was anderes. Da assoziiert man vielleicht schon alleine durch das Wort "Style" einen eigenen, ausgereiften Stil des Spielers.
Aber nun habe ich mich hinreißen lassen und eine Martin D35 geschnappt und ich muss sagen, dass mir Fingerpicking auf ner Dread Spaß macht.

https://youtu.be/zWITy2BuErY
(mit 🎧 geht's)
Gruß Frank
L1
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von L1 »

"Fingerstyle" ist einfach nur ein Spielstil, egal ob Einsteiger oder schon und wie weit "fortgeschritten". Ich z. B. habe fast von Anfang an nur noch Fingerstyle gelernt, hat mir als "Alleinspieler" einfach am meisten gegeben.

Auch Dreads wurden (werden?) manchmal auch Fingerstyle gspielt, wenn auch nicht so häufig. Ich kenne selbst auch ältere Dreads mit wenn ich mich recht erinnere etwas kürzerer Mensur, sowie 12er Halsanschluss und breiteren Griffbrettern - die waren wohl sogar extra für Fingerstyle ausgelegt. Aber ist natürlich nicht die Hauptdomäne der Dreads.
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RolfD
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von RolfD »

Für das Folkpicking wurde damals gerne die D35 S genommen, die hatte ein etwas breiteres (Longscale 64,5cm) Griffbrett (ca 45mm), Jackson Browne hat für sein Picking sehr oft eine (Shortscale) Gibson J45 genutzt, was mich prinzipiell verwunderte, denn die hat ein relativ enges Griffbrett.
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string
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von string »

Hatte diese Martin D35 S Anfang der 80ger.
Meine war ein richtiger Prügel. Puhhh.
Hatte mir damals einer gebraucht angedreht, als ich noch nicht viel Ahnung
von Fingerstyle hatte. :(

Gruß
Klaus
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"Das Wesentliche im Umgang miteinander ist nicht der Gleichklang,
sondern der Zusammenklang".
Ernst Ferstl
Jorma55
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von Jorma55 »

Werner Lämmerhirt kam damit in den 70ern wunderbar zurecht.

Michael
If my thought dreams could be seen,they'd probably put my head in a guillotine
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Gitarrenmacher
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von Gitarrenmacher »

string hat geschrieben:
Di Mär 02, 2021 1:49 pm
Hatte diese Martin D35 S Anfang der 80ger.
Meine war ein richtiger Prügel. Puhhh.
Hatte mir damals einer gebraucht angedreht, als ich noch nicht viel Ahnung
von Fingerstyle hatte. :(

Gruß
Klaus
Werner Lämmerhirt hat lange auf einer D35S gespielt, und viele wunderschöne Pickingstandards darauf komponiert. Er hat der Gitarre immer ein wenig nachgetrauert. Seine letzte Gitarre, die ich ihm gebaut habe, war eine 12.Bund Dread mit Cutaway.
Leider war es auch die letzte Gitarre, die er aus der Hand gelegt hat.
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
-Benjamin Franklin- *1706 t 1790-
http://www.gitarrenmacher.de
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Sperris
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von Sperris »

Fingerstyle auf der Dreadnought? Hmmm....

Inzwischen nehme ich dafür lieber meine Blueridge zur Hand. Die bietet mehr Platz für meine Pranken und differenziert feiner.

Aber funktionieren tut es auch auf einer Dreadnought:

Biddeschön!:


Gruß Ralf
Boucher Studio Goose Walnuss
Blueridge BR 371
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hoggabogges
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von hoggabogges »

Und Werner war schuld, dass ich mir 1978 die 28er gekauft hab. Damals hiess das Ganze Fingerpicking, an Style hat noch keiner gedacht (wenn mich die Erinnerung nicht trügt).
Martin D28S '76
Stoll Ambition Fingerstyle Cut
Strohmer Konzert '74
K.Yairi Doppelhals
Blazer 12string
L1
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von L1 »

So vom Gefühl her denke ich bei "Fingerpicking" eher an Begleitung, an eher patternorientierte Sachen, und bei "Fingerstyle" eher an entsprechend komponierte oder arrangierte Solostücke.
Kann mich aber auch täuschen, keine Ahnung ob oder wie das offiziell definiert ist - ist mir eigentlich auch nicht wirklich wichtig ... :wink:
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