Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Alles über akustische Gitarren für Stahlsaiten

Moderator: RB

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RB
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Beitrag von RB »

He Moment mal, meine Gitarren sind nicht von Pappe.
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Orange
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Beitrag von Orange »

RB hat geschrieben:He Moment mal, meine Gitarren sind nicht von Pappe.
Bist du dir da bei HPL und Micarta sicher ?

Ich mein nur, was "Martin" so verbaut ... :mrgreen:
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bookwood
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Beitrag von bookwood »

Von individuellen anatomischen Voraussetzungen und Haarspaltereien über
Bruchteile von Millimetern mal abgesehen, finde ich es logisch, dass Fingerstyle-
Gitarren üblicherweise andere Halsmaße haben. Es erfordert doch einen anderen
Abstand der Saiten zueinander, wenn ich beim Anschlagen mit den ganzen Griffeln
zwischen die Saiten greife, statt mit einem hauchdünnen Plek. Und es macht auch
einen Unterschied, ob ich einzelne Töne erklingen lassen oder beim Strumming
(mit kürzerem Weg) einen homogenen Mehrklang erzeugen möchte. Bei den
Konzertgitarren kommt hinzu, dass die weichen Nylons mehr Platz zum Schwingen
brauchen. Außerdem werden sie traditionell eher selten mit Pick gespielt. Das
Stringspacing korrespondiert natürlich mit der Griffbrettbreite, weil z.B. 40 mm
am Sattel/58 mm am Steg wohl kaum beim 42er Hals gehen, wenn man den
nötigen Mindestabstand zum Griffbrettrand einhalten will.
Gruß
von
Ralf
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RB
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Beitrag von RB »

Uff, aua.
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Herigo
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Beitrag von Herigo »

bookwood hat geschrieben:Von individuellen anatomischen Voraussetzungen und Haarspaltereien über..........................
.....................Das Stringspacing korrespondiert natürlich mit der Griffbrettbreite, weil z.B. 40 mm
am Sattel/58 mm am Steg wohl kaum beim 42er Hals gehen, wenn man den
nötigen Mindestabstand zum Griffbrettrand einhalten will.
na ja, stichwort fender jazzbass. so ein stark trapezförmiges griffbrett geht schon. nur ist es unnötig bei der im vergleich kurzen mensur der gitarre. beim bass ist es sinnvoller zum kopf hin etwas enger zu werden.
Salud a Familia
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Fidelio
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Beitrag von Fidelio »

habe gleich gewusst - hier wird der richtige Gerät gesucht.
Gast

Beitrag von Gast »

RB hat geschrieben: Ich sehe schon, daß es Vorlieben gibt, aber spezifische Notwendigkeiten innerhalb von mehr als 42 mm bis 45 mm kann ich im Stahlseiten-Bereich nicht recht ausmachen.


hallo,

das ist im wesentlichen eine versteckte und sicherlich unbewusste beschreibung deiner bevorzugten spieltechniken.
wollte ich dein repertoire spielen, dann fände ich 44mm in ordnung; ich hab ja selber a-gitarren in dieser ungefähren breite.
da ich aber überwiegend so ganz ganz ganz anders spiele als du, hab ich spezifische gründe für 50-52mm an meinen hauptgitarren.

tr
Wolfo
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Beitrag von Wolfo »

Wenn ich mich nicht irre steht der Pappe gerade beim Einstieg in den Fingerstyle und hat für diese Zwecke mehr als genug Gitarren :wink:

Persönlich finde ich die Dreads zum Picken ok, geht halt nicht alles bzw klingt mit dem Kawumms der tiefen E Seite nicht so prickelnd.

Kleinere Bauformen bieten noch den Vorteil bei schwierigen Griffen das man sich leichter "mitbiegen" kann.

Aber du hast ja ein Geschäft in der Nähe wo man alles wunderbar anspielen und testen kann (und natürlich massig Geld ausgeben)
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RB
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Beitrag von RB »

TReiter, kennst Du denn mein Repertoire ? Ich mache zwar zur Zeit nur diese Singer- Songwriter-Sachen und ein wenig Bluegrass. Auf den gleichen Griffbrettern vollziehe ich aber auch Kottkeismus und DADGADismus bis hin zum Celtizismus.
Zuletzt geändert von RB am Do Jan 19, 2012 7:34 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Pappenheim
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Beitrag von Pappenheim »

Wolfo hat geschrieben:Wenn ich mich nicht irre steht der Pappe gerade beim Einstieg in den Fingerstyle und hat für diese Zwecke mehr als genug Gitarren :wink:
Sachmal, bist Du denn des Wahnsinns knuspriger Hosenträger? Was redest Du den für einen Quark? Man kann doch nie nie niemals genug Gitarren haben!

Nie!

Ich gehe jetzt zu den Rittern, die immer "Nie!" sagen.

Nie!
Nie!
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Wolfo
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Beitrag von Wolfo »

Gut dann kauf dir die,

http://www.youtube.com/watch?v=Ex3EhYqb ... re=related

und ich bräucht ein Zimmer bei dir :D

oder die

http://www.youtube.com/watch?v=b9mxm8qajTs
Gast

Beitrag von Gast »

RB hat geschrieben: TReiter, kennst Du denn mein Repertoire ?
hallo,

das dadgad medley gehörte bis gerade eben zu den wenigen sachen von dir, die ich noch nicht kannte.
das medley hat mir jetzt aber keine neuen erkenntnisse gebracht.
mir war und ist ist klar, dass dafür schmalere hälse geeigneter sind als breite.

tr
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RB
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Beitrag von RB »

Hm. Na gut. Ich hatte angenommen, hier werde die Ansicht vertreten, breite Bretter seien dafür besser. Dem hatte ich widersprechen wollen und dann das, da liegt ein Mißverständnis vor. Mir ist allerdings bei all diesen Musiken die Griffbrett-Breite schlicht egal, das Dadgad-Medley hätte zufällig genau so gut auch auf einer Gitarre mit 45 mm Griffbrett gespielt werden können.

PS Das muß ich unbedingt noch einmal neu aufnehmen. Schlampig gespielt.
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berndwe
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Beitrag von berndwe »

RB hat geschrieben:Hm. Na gut. Ich hatte angenommen, hier werde die Ansicht vertreten, breite Bretter seien dafür besser.
Die Zeiten ändern sich. Mann kann heutzutage die Qualität einer Gitarre ohne Messschieber nicht mehr beurteilen.
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BluesBro
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Re: Fingerstylegitarre versus Dreadnought

Beitrag von BluesBro »

Der Thread ist alt, aber das Thema ungelöst :D

Da ich mit meiner Lakewood M-32 mit 46mm Sattelbreite und dickem C-rund Hals nicht so gut beim Flatpicking, Strumming und eigentlich auch nicht beim Fingerpicking zurecht komme :aua: suche ich einen neuen Allrounder. Gerne würde ich wieder einen kleineren europäischen Gitarrenbauer wählen, weil ich mir hier individuelle Qualität und einen besseren Preis als bei den bekannten internationalen Marken verspreche. Nun ist es so, dass mir vom Halsprofil und der Sattelbreite tatsächlich bisher die modernen Martins mit 44,5mm und einem Low Oval Profil am besten gefallen, z.B. die 000-28 (reimagined), weil mir auch die kürzere Mensur zusagt. Der Hals fühlt sich für mich einfach schlanker und angenehmer an als das Lakewood Halsprofil und so stelle ich mir einen Allrounder vor. Nun bieten die meisten deutschen Hersteller entweder 44mm oder 45mm an und das "flachere" Halsprofil scheint hier nach meinen bisherigen Erfahrungen auch nicht so weit verbreitet zu sein. Vielleicht haben wir einfach alle gewaltige Hände :-) Allerdings kann ich auf Grund der aktuellen Lage auch nicht durch die ganze Republik reisen, um alle möglichen Gitarren auszuprobieren, welche häufig nur lokal zu finden sind (von einigen größeren Marken wie Lakewood mal abgesehen). Könntet ihr mir vielleicht eine ähnliche Alternative zur Martin 000-28 (Reimagined) mit sehr ähnlichem Halsprofil empfehlen? Ich bin gespannt :-)

Danke und viele Grüße
BluesBro
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