Mein Ausflug ins japanische Gitarrenland
Verfasst: Sa Jan 03, 2026 11:21 am
Erst sei knapp einer Woche angemeldet, versuche ich hier mal meinen ersten Beitrag in dem Bereich:
Schon seit längerem treibe ich mich auf vielen Websites herum, um für mich neue Gebiete im Gitarrenland zu erkunden. Dabei bin ich auch auf die japanische Baukultur gestoßen.Jeder kennt wohl Yamaha, vor allem als nicht zu teure und trotzdem recht gute Einsteigermodelle. Aber ich stieß auch auf den etwas mytifizierten Namen K.Yairi. In Deutschland findet man da nicht so viel, also ab auf Reverb.
Das spannenste, was ich da fand , war erstmal die FYM60 HD, eine Gitarre mit Adi-Decke und mehr als 50 Jahre altem Mahagonie für B und S. In Irland gab es eine gebrauchte und nach den übliche Kämpfen mit dem Geldgewissen habe ich sie mir kommen lassen.
Resultet war, ich war schockverliebt.Eigentlich bin ich mehr Team Engelmann und Sitka, aber auch mehr Mahagonie als Palisander---also mehr Richtung musukalischer als brillianter. Aber die Klampfe bringt beides, sie ist nicht nur sehr gut in der Ansprache und dem Sustain, sie macht auch so viel Musik, dass man immer länger spielt, als man vorhatte.
So langsam etwas süchtig , suchte ich mehr über K.Yairi und fand einen Händler in Südfrankreich. Jetzt wollte meine Familie im kommenden Herbst ( wegen bezahlbarer) Urlaub in der Provence machen. Ich kontaktierte Robbie Harvey und nach einingem Zögern (es ist ein Privathaus und kein Geschäft) konnte ich einen Besuch bei ihm vereinbaren, um ein paar Yairis an zu spielen. Aufregend. Er hatte mir ein paar seiner kleinen Bauformen und zwei Vollmahagonie rausgelegt und ich durfte sie hören (er spielt gut) und selbst anspielen.
Die Kleinen waren schon faszinierend: etwas "boxi", aber mit guter Lautstärke und ungeheuer schneller Ansprache sowie für die Größe erstaunlichem Bass tolle Dinger fürs Sofa. Aber die Vollmahagonie gab mir den Rest- so muskalisch und "süß", das kannte ich noch nicht. Aber ich bin wieder gefahren, ohne etwas zu kaufen, weil so verwirrt und eigentlich wollte ich kein Geld ausgeben. Den Rest des Urlaubs habe ich weniger von Südfrankreich genossen, als von den Instrumenten geträumt.
Meine Familie hat das natürlich mitgekriegt und letztlich lag eine NYM90V VM unter dem Weihnachtsbaum ( Pipi in den Augen, bestes Weihnachen ever).
Nun ist eine Vollmahgonie ein Paradebeispiel für die Entwicklung einer Gitarre. Am Anfang deutlich leiser als eine mit Fichtendecke, auch etwas langsamer in der Ansprache, aber mit soviel Musikalität wie keine andere, die ich je gespielt habe Das Ding macht süchtig. Dann habe ich wieder viel gelesen und youtube gesehen und mitbekommen, wie alte Mahagonies so klingen. Also habe ich sie gespielt, beschallt, durchvibriert, gespielt und immer weiter. Heute, ein Jahr später, ist sie lauter als eine Gitarre mit Engelmann, etwa so schnell wie Sitka und übertrifft in Sustain sehr viele. Noch ein wenig süßer ist sie geworden und heute versteh ich die Leute, die sagen, sie brauchten nur eine Mahagonie für immer.
Ich gehöre nicht dazu, weil die Gitarrenwelt übt viel zu viel Versuchung auf mich aus. Meine Reise wird noch weiter gehen, aber das kennen ja wohl viele von euch.
Schon seit längerem treibe ich mich auf vielen Websites herum, um für mich neue Gebiete im Gitarrenland zu erkunden. Dabei bin ich auch auf die japanische Baukultur gestoßen.Jeder kennt wohl Yamaha, vor allem als nicht zu teure und trotzdem recht gute Einsteigermodelle. Aber ich stieß auch auf den etwas mytifizierten Namen K.Yairi. In Deutschland findet man da nicht so viel, also ab auf Reverb.
Das spannenste, was ich da fand , war erstmal die FYM60 HD, eine Gitarre mit Adi-Decke und mehr als 50 Jahre altem Mahagonie für B und S. In Irland gab es eine gebrauchte und nach den übliche Kämpfen mit dem Geldgewissen habe ich sie mir kommen lassen.
Resultet war, ich war schockverliebt.Eigentlich bin ich mehr Team Engelmann und Sitka, aber auch mehr Mahagonie als Palisander---also mehr Richtung musukalischer als brillianter. Aber die Klampfe bringt beides, sie ist nicht nur sehr gut in der Ansprache und dem Sustain, sie macht auch so viel Musik, dass man immer länger spielt, als man vorhatte.
So langsam etwas süchtig , suchte ich mehr über K.Yairi und fand einen Händler in Südfrankreich. Jetzt wollte meine Familie im kommenden Herbst ( wegen bezahlbarer) Urlaub in der Provence machen. Ich kontaktierte Robbie Harvey und nach einingem Zögern (es ist ein Privathaus und kein Geschäft) konnte ich einen Besuch bei ihm vereinbaren, um ein paar Yairis an zu spielen. Aufregend. Er hatte mir ein paar seiner kleinen Bauformen und zwei Vollmahagonie rausgelegt und ich durfte sie hören (er spielt gut) und selbst anspielen.
Die Kleinen waren schon faszinierend: etwas "boxi", aber mit guter Lautstärke und ungeheuer schneller Ansprache sowie für die Größe erstaunlichem Bass tolle Dinger fürs Sofa. Aber die Vollmahagonie gab mir den Rest- so muskalisch und "süß", das kannte ich noch nicht. Aber ich bin wieder gefahren, ohne etwas zu kaufen, weil so verwirrt und eigentlich wollte ich kein Geld ausgeben. Den Rest des Urlaubs habe ich weniger von Südfrankreich genossen, als von den Instrumenten geträumt.
Meine Familie hat das natürlich mitgekriegt und letztlich lag eine NYM90V VM unter dem Weihnachtsbaum ( Pipi in den Augen, bestes Weihnachen ever).
Nun ist eine Vollmahgonie ein Paradebeispiel für die Entwicklung einer Gitarre. Am Anfang deutlich leiser als eine mit Fichtendecke, auch etwas langsamer in der Ansprache, aber mit soviel Musikalität wie keine andere, die ich je gespielt habe Das Ding macht süchtig. Dann habe ich wieder viel gelesen und youtube gesehen und mitbekommen, wie alte Mahagonies so klingen. Also habe ich sie gespielt, beschallt, durchvibriert, gespielt und immer weiter. Heute, ein Jahr später, ist sie lauter als eine Gitarre mit Engelmann, etwa so schnell wie Sitka und übertrifft in Sustain sehr viele. Noch ein wenig süßer ist sie geworden und heute versteh ich die Leute, die sagen, sie brauchten nur eine Mahagonie für immer.
Ich gehöre nicht dazu, weil die Gitarrenwelt übt viel zu viel Versuchung auf mich aus. Meine Reise wird noch weiter gehen, aber das kennen ja wohl viele von euch.
