Martinklang???

Alles über akustische Gitarren für Stahlsaiten

Moderator: RB

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L1
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Martinklang???

Beitrag von L1 »

Ich hatte im Lauf der Zeit 5 Martins, kleinere Typen von 0 bis 000. Im Moment habe ich noch 3. Zusätzlich auch immer wieder mal andere ausprobiert, Thomann ist nicht weit von mir.

JEDE hatte/hat einen anderen, eigenen Klang, einen eigenen Charakter.

Nun lese immer wieder, grad auch hier im Forum wieder, dass von einem "Martin-Klang" gesprochen wird, den man mag oder eben auch nicht.
Jetzt muss ich doch mal fragen ... was meint ihr eigentlich damit???

(Wobei mir der Name "Martin" sowas von egal ist ... ich habe immer Gitarren gekauft die vor allem zu mir passen, mit denen ich mich wohlfühle, egal was grad draufsteht).
Evtl. abzugeben:
Kleine Steelstring (Einzelstück vom Gitarrenbauer)
1990er National Estralita Resonatorgitarre (das schöne alte schlichte Design)
saitentsauber
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Re: Martinklang???

Beitrag von saitentsauber »

Ich finde, dass viele Firmen einem eigenen Klangideal nachstreben und dabei auch oft erfolgreich sind - in Grenzen durchaus unabhängig von den verbauten Materialien. Martin gehört m.E. dazu. Das bedeutet nicht, dass eine Martin klingt wie die andere, und auch nicht, dass es eine Art chinesische Mauer zwischen den Firmen gibt.
zu verkaufen: Guild Dreadnought und Eastman Mando [url=viewtopic.php?f=16&t=37123[/url]
rwe
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Re: Martinklang???

Beitrag von rwe »

Zustimmung zu @saitentsauber
Für mich geht Martin, jedenfalls mit den "traditionellen" Modellen, in eine Klangrichtung, in der die Bässe stärker, die mittleren Saiten aber etwas schwächer vertreten sind, beispielsweise im Vergleich zu Guild, Lakewood oder eben auch Larrivee. (Wobei ich diese Marken in der Häufigkeit in dieser Reihenfolge immer wieder mal gespielt habe.) (Bei anderen Klangbeschreibungen versuche ich, die erstmal zu tanzen, bevor ich sie zur Tastatur bringe; ich empfinde sie sehr "nach vorne gerichtet", als "cannon", beispielsweise im Vergleich zu typischen Lowdens.)
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Rolli
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Re: Martinklang???

Beitrag von Rolli »

rwe hat geschrieben:
Di Mai 26, 2026 6:07 pm
Zustimmung zu @saitentsauber
Für mich geht Martin, jedenfalls mit den "traditionellen" Modellen, in eine Klangrichtung, in der die Bässe stärker, die mittleren Saiten aber etwas schwächer vertreten sind, beispielsweise im Vergleich zu Guild, Lakewood oder eben auch Larrivee.
Hihi,
lustig, ich find es genau umgekehrt, die Martins, die ich hatte und noch eine habe, boosten eher die Mitten und die Bässe sind nicht prägnant sondern eher straff. Ganz anders die Larrivee L05 die ich hatte, die boomte unterum fast so fett wie meine Mcilroy. Ich würde aber nicht generell von einem typischen Martin Klang sprechen wollen, die Modellbreite ist einfach zu groß. Die haben ja alles im Programm!
Schöne Grüße, Rolli
www.daskulturgut.de - KulturGUT
www.rolandkalus.de - Gitarrenunterricht, aber nur wenn's wirklich sein muss ;)
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Rumble
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Re: Martinklang???

Beitrag von Rumble »

Ich selbst verbinde den "typischen Martin Sound", den es bei all den Modellen "so" wahrscheinlich nicht wirklich nicht gibt, eher mit bestimmten Modellen.
Bei mir sind das die D-18, D28, die ollen 000, oder auch die etwas moderneren OM Modelle,

Da finde ich schon, dass Martin einen eigenen klanglichen Charakter hat.
Wobei die Luft bei entsprechenden Nachbauten natürlich auch recht dünn wird. ;-)

Ich hatte erst vor einer Woche nochmals diverse Martins mit anderen Gitarren, wie z.B. einer ebenfalls sehr schönen Lakewood vergleichen.
Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn so manche Martins mal ein bisschen fester gespielt werden, dann haben die schon so ihren eigenen Sound, wie ich finde. Immer recht klar transparent, "straff", laut und ohne irgendwann großartig einzubrechen. Sicher auch ein Grund, warum die auch im Bluegrass immer gern genommen werden.

Auch meine Larrivee D10 klingt schon etwas "anders" als z.B. eine D-28. Nicht besser oder schlechter, aber schon anders.

Ich habe auch gerade mal wieder Lust eine Martin zu spielen.
Konkret vielleicht eine OM.

Daher auch gerade die aktuellen Trennungs- oder Tauschabsicht. ;-)
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
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docsteve
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Re: Martinklang???

Beitrag von docsteve »

Als ich mit Frau und Tochter vorletztes Jahr bei Martin war und verschiedene Gitarren gespielt habe, sagten die beiden: klingt wie eine Martin. Obwohl ich deutliche Unterschiede festgestellt habe.

Scheint also ein Problem von von uns Feinschmeckern zu sein.

Viele Grüße Stephan
rwe
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Re: Martinklang???

Beitrag von rwe »

docsteve hat geschrieben:
Mi Mai 27, 2026 12:24 pm
Obwohl ich deutliche Unterschiede festgestellt habe.
Klar eine Style 18 anders als eine Style 28. Aber auch eine Guild oder Lakewood oder Larrivée mit Mahagonikorpus klingt anders, als eine mit Palisanderkorpus. (Oder eine D mit bestimmten Hölzern anders als eine 00 aus denselben Hölzern derselben Firma.)
wernoohm
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Re: Martinklang???

Beitrag von wernoohm »

Ich habe ja in dem Larrivée - Faden von meinen vom "Martin - Sound" verdorbenen Ohren gefaselt. Dabei habe ich aber eigentlich nur Dreads mit Palisander - Korpus gemeint (D-28/35/41). Wenn man die mit den empfohlenen Saiten spielt (i. d. R. 13er) und an diesen Brachialsound gewöhnt ist, können die L - Modelle von Larrivée einem schon "etwas dünne" vorkommen.
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docsteve
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Re: Martinklang???

Beitrag von docsteve »

rwe hat geschrieben:
Mi Mai 27, 2026 12:39 pm
docsteve hat geschrieben:
Mi Mai 27, 2026 12:24 pm
Obwohl ich deutliche Unterschiede festgestellt habe.
Klar eine Style 18 anders als eine Style 28. Aber auch eine Guild oder Lakewood oder Larrivée mit Mahagonikorpus klingt anders, als eine mit Palisanderkorpus. (Oder eine D mit bestimmten Hölzern anders als eine 00 aus denselben Hölzern derselben Firma.)
Sage ich gar nichts gegen. Das gilt aber offensichtlich nur für uns Feinschmecker. Durchschnittliche musikalische Menschen hören diese Unterschiede ganz offensichtlich nicht. Meine Frau hört den Unterschied zwischen Martin und anderen Gitarren, aber nicht zwischen Martin und Martin.
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