Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

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Moderator: RB

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Guitar
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Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Guitar »

guten abend aus dem ruhrgebiet,

ich spiele seit längerem die perfekte archtop für mein zeugs (es-175 clone). sie hat nicht ganz 2k€ gekostet, handgebaut in china, alles perfekt inkl künstlichem aging ab werk - mich nervt aber tierisch diese große beknackte kopfplatte, da ich sonst gibson spieler bin und die gibson kopfplatte gewöhnt bin und auch am schönsten finde bumm ende aus - LEIDER hat bisher keine custom shop oder vintage es-175 mit der china mithalten können, deshalb muß die jetzt bleiben, aber:

:?: wer kann mir einfach mal die kopfplatte auf gibson maß stechbeiteln & schmiergeln (und evtl nen gibson furnier draufkleben, muß aber nicht sein)?
:?: wo bekomme ich die besten furnierdings
:?: wer weiß einen gitarrenbauer, der das macht
:?: wenn das kein gitarrenbauer macht, reicht mir auch schon einfach das auf gibson maß bringen, 6 löcher zustopfen und neu bohren für die orig mechaniken, das müßte doch ein g-bauer machen dürfen wollen können...

:?: hat das schonmal jemand gemacht/machen lassen - erfahrungswerte, was sollte ich bedenken :?:
:?: oder gehört das ganze hier in die bastelecke :whistler:
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RolfD
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von RolfD »

https://crazyparts.de/overlays-inlays/index.php
und den Rest sollte ein Gitarrenbauer können.... oder jemand mit Erfahrung im gepflegten handwerklichen Umgang mit Holz (Schreiner...)
Grüße
Rolf
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Niels Cremer
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Niels Cremer »

Das klingt nach einem job den man mit etwas Handfertigkeit auch selbst erledigen können sollte, zumal wenn man dann ein fertiges Kopfplatten Furnier drüberleimt? Ein seriöser Gitarrenbauer wird dir wohl kaum den headstock einer ES-Kopie auf Gibson umbauen denke ich mal ...

LG,
Niels
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chrisb
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von chrisb »

moin,

würde das alte kopfplattenfurnier erstmal runtermachen,
sonst wird der kopf zu dick, oder?
insbesondere wenn man auf der rückseite vielleicht auch ein furnier machen will damit man die alten "zugedübelten" löcher nicht sieht.
ggf. muss das gibsonoverlay im bereich stahlstab angepasst werden.
tja, und dann wäre noch die frage der lackierung der neuen kopfplatte .........

isses ne eastman?
chrisb
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Guitar
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Guitar »

RolfD hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2020 6:34 am
https://crazyparts.de/overlays-inlays/index.php
und den Rest sollte ein Gitarrenbauer können.... oder jemand mit Erfahrung im gepflegten handwerklichen Umgang mit Holz (Schreiner...)
Grüße
Rolf
yo, danke, das ist mal der amtliche link!! - an crazyparts hätte ich gar nicht gedacht bei nos overlays... :bide:
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Guitar
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Guitar »

Niels Cremer hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2020 6:46 am
Das klingt nach einem job den man mit etwas Handfertigkeit auch selbst erledigen können sollte, zumal wenn man dann ein fertiges Kopfplatten Furnier drüberleimt? Ein seriöser Gitarrenbauer wird dir wohl kaum den headstock einer ES-Kopie auf Gibson umbauen denke ich mal ...

LG,
Niels
ja, niels, deshalb will ich hier ja auch erstmal infos sammeln, weil ich da selber schwere bedenken habe... :wink:
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Guitar
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Guitar »

chrisb hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2020 8:09 am
moin,

würde das alte kopfplattenfurnier erstmal runtermachen,
sonst wird der kopf zu dick, oder?
insbesondere wenn man auf der rückseite vielleicht auch ein furnier machen will damit man die alten "zugedübelten" löcher nicht sieht.
ggf. muss das gibsonoverlay im bereich stahlstab angepasst werden.
tja, und dann wäre noch die frage der lackierung der neuen kopfplatte .........

isses ne eastman?
moin chris,

hm, ja, der furnierdicke argument macht sinn. und die konsequenzen daraus: altes furnier runter.

gibsonoverlay + truss passt evtl nicht ist auch ein starkes argument, das mann checken sollte, bevor man das geld fürs overlay raustut, danke!

die anderen bedenken hatte ich auch schon...
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Guitar
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Guitar »

:contra:
:bide:

danke euch dreien! - ich hab mich jetzt auf jeden fall schonmal gegen furnier entschieden, das ist mir alles zu heikel obs goody wird etc pp...

also stand jetzt: ich lasse einfach nur den kopf auf gibsonmaß runterfeilen plus mattlack mit oder ohne orig logo der company, muß ich noch überlegen (plus noch vergessen: sie ist dann nciht mehr so ganz kopfplastig); oder ich laß sie einfach so wie sie is...

:?: dann ist mir eben noch ne grandiose idee gekommen: ich kauf mir einen alten gibson kopf von nem neckbreak und laß mir den geschäftet auf die gitarre ihren hals draufsetzen von einem gitarrenbauern, das müßte doch politisch einigermaßen korrekt sein - was meint ihr. und witzig ist es auch noch und nachhaltig !!! weil altmaterial verarbeitet wird. :D :wink:
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Niels Cremer
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Niels Cremer »

Grundsätzlich kann ich das sehr gut verstehen, ich empfinde das "open book" headstock design von Gibson, zumal der älteren, auch eigentlich als unerreicht was Gitarren mit 3L3R paddle-style Konfiguration angeht und hab das auch (FREVEL!!) schon zwei mal bei alten Framus Gitarren gemacht die ich wieder flott gemacht habe:

Bild Bild

Da reichte es aber jeweils, das obere Profil antsprechend anzupassen, es musste an den Seite weder was weggenommen, noch was hinzugefügt werden damit die Proportionen einigermaßen stimmten. Ich habe mir damals ein "template" gebastelt, das aufgelegt, nachgezeichnet und mit der Stichsäge vorsichtig und so sauber wie möglich erst die eine, dann die andere Seite (von der anderen Seite her) gesägt, plus natürlich noch feilen, schleifen, lackieren etc. ...

(Nicht nur) um jeglichem Anruch entgegenzuwirken habe ich jeweils ein neues goldenes Framus decal aufgebracht und das original trussrod cover belassen, schaut zusammen ganz stimmig aus wie ich finde. Puristen würden wahrscheinlich das Grauen bekommen ... :D

LG,
Niels
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chrisb
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von chrisb »

Guitar hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2020 12:07 pm

:?: dann ist mir eben noch ne grandiose idee gekommen: ich kauf mir einen alten gibson kopf von nem neckbreak und laß mir den geschäftet auf die gitarre ihren hals draufsetzen von einem gitarrenbauern, das müßte doch politisch einigermaßen korrekt sein - was meint ihr. und witzig ist es auch noch und nachhaltig !!! weil altmaterial verarbeitet wird. :D :wink:
Abgebrochene gibsonköpfe wird es nicht soviele geben.
Und wie soll das Anschäften mit dem Stahlstab gehen?
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von Gitarrenmacher »

chrisb hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2020 7:35 pm
Und wie soll das Anschäften mit dem Stahlstab gehen?
Geht, habe ich schon bei einer 12 saitigen Ovation gemacht. Sehr viel Hirnschmalz, Vorrichtungen, Zeitaufwand. Dann noch einen neuen Kopf designen.
Das ist nicht an einem Vormittag getan.
Sowas ist vielleicht für ein museales Sammlerobjekt in Ordnung....
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
-Benjamin Franklin- *1706 t 1790-
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chrisb
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von chrisb »

da würde ich mir lieber zum alten gibsonkopf auch noch den alten rest der gitarre kaufen und die beiden teile wieder zusammenschustern :roll:
chrisb
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Re: Holzbaugenie oder Gitarrenbauer: Kopflattenumbau

Beitrag von guitar-hero »

Den LINK / ein vernünftiges FOTO zu der angesagten Gitarre habe ich immer noch nicht entdeckt!
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