Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

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Holger Hendel
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Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Holger Hendel »

Für eines meiner Projekte bin ich auf der suche nach´nem coach für genau das: mehrstimmigen Gesang (bis zu vier Stimmen) im Kontext einer Akustikrockband. Da ich in diesem Bereich quasi über 0 Erfahrung verfüge bin ich für jedwede Ideen sehr dankbar. Wir sind technisch ziemlich gut (3d-in-ear-monitoring; einzelne Stimmen sollten sich beim "Empfänger" unterm Kopfhörer erstklassig orten lassen; der coach kann sich im Prinzip seinen eigenen Abhörmix selbst mischen) ausgestattet, sodass ggf. auch ein Distanzlehrformat möglich wäre.

Ideen gerne hier posten oder PN bzw. info@holgerhendel.com

Besten Dank!
Chris:-)
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Chris:-) »

Bigsby hat geschrieben:
Mi Feb 09, 2022 5:27 pm
https://www.youtube.com/watch?v=UNJG1Y8USww :D :D
Sorry, eben erst gelesen :D :D
CSN, einzigartig! DANKE !!
What a double hit link.
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Rainman
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Rainman »

Suche auch schon eine Weile. Aber die Gesangslehrer sind in Hierzulande damit überfordert.
Was meistens rauskommt ist Chorgesang. Damit kann man im Bandcontext nix anfangen.

Hier ist ein schönes Beispiel wie Harmoniegesang mit den Stimmen Lead, Tenor und Bariton funktioniert.
Das ist zwar jetzt Bluegrass aber bis zu den 70ern haben das auch Rockbands so gemacht.
Gutes Beispiel Grateful Dead. Andere Bands haben zum Teil unterschiedliche Stimmabstände gehabt, aber das Prinzip ist das Selbe.

https://www.youtube.com/watch?v=LHV6ANZTJzw&t=475s
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Pida
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Pida »

Rainman hat geschrieben:
Mi Jun 29, 2022 7:58 pm
Was meistens rauskommt ist Chorgesang. Damit kann man im Bandcontext nix anfangen.
Das verstehe ich nicht - Der Chor wird zwar erst dadurch zum Chor, dass jeweils mehrere Personen die gleiche Stimme singen, aber das sollte beim Lernen keinen großen Unterschied machen.

Ich persönlich würde die Augen nach CVT aufhalten - zum einen, weil CVT für mich die wohl beste Gesangsschule ist, zum anderen, weil es einen starken Bezug zur Chorszene gibt. Mir fallen speziell Susanna Keye mit eigener Bad in Richtung Country und Aaron Perry mit Schwerpunkt Rock ein.

Steht ihr denn vor konkreten Fragen? Sonst könntet ihr ja erstmal
- Terzen schichten,
- Melodien aus Akkordtönen basteln oder
- was von CSNY covern
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Rainman
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Rainman »

Hallo Pida,

der Chor wird zum Chor weil jede Stimme eine leicht unterschiedliche Variation des Stückes singt und erst in der Summe etwas Ganzes daraus wird.
Beim Harmoniegesang kommt es darauf an mit der Leadstimme als Basis zwei oder drei Identische Linien in einer anderen Tonart zu singen und daraus einen Akkord entstehen zu lassen. Wobei die schwierige Aufgabe der Harmoniestimmen darin liegt immer der Liedstimme zu folgen. Selbst in Phrasierungen. Und auch immer nur im Hintergrund zu bleiben. Die im Bluegrass oder Oldtime genutzte Variante ist für den Tenor oder den Bariton nicht ganz so schwer weil sie in der Terzschichtung dieselben Tonleiter nutzen. Der Bass hat diese Möglichkeit aber nicht. Ich habe schon mehrere Harmonie Workshops mitgemacht und werde das irgendwann sicher auch mal hinbekommen.
Aus meiner Chorerfahrung kann ich sagen dass Chor erheblich leichter ist als Harmonie.
Ein gutes Beispiel ist der Link den ich dazu gepostet habe.
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Pida
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von Pida »

Hallo Rainman,

die Beispiele hatte ich mir angehört. Möglicherweise suchst du etwas ganz konkretes, das bisher nicht benannt wurde, aber grundsätzlich ist auch in Chören wichtig, dass die Melodiestimme gut rauskommt und teilweise folgen ihr einige oder alle anderen Stimmen - mal, etwa im Barbershop, mehr, mal weniger. Im Barbershop spricht man auch von Bass, Bariton, Lead und Tenor.

Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass Unterricht in Harmonie-oder Arrangierlehre für dich interessanter wäre als Gesangsunterricht.
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jayminor
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Re: Beratung gesucht: coaching für Gesangsmehrstimmigkeit im Bandkontext

Beitrag von jayminor »

Vielleicht macht es Sinn, mal ein paar Begrifflichkeiten klar zu bestimmen.

Harmony Singing = mehrstimmiger Gesang.

Das kann wie in Rainmans Beisspielvideo parallelisiert sein
= alle Stimmführen laufen parallel, nur mit unterschiedlichen Tönen (z.B. Terz drüber, Quart drunter),
Das kann aber auch
- gegenläufig (eine stimme bewegt sich nach oben, eine andere nach unten)
- zitierend (Melodiefragmente werden identisch zeitlich versetzt gesungen - z.B. Kanon oder Echos- ggf auch in anderen "kompatiblen" Tonöhen
- eigenmelodisch eine oder mehrere Stimmen singen eine gleichberechtigte Melodie, die mit der Ursprungsmelodie nichts zu tun hat

Sowohl Chöre als auch Barbershop-Truppen singen also "Harmony".
Der Unterschied ist häufig die harmonische Komplexität.
Im Barbershop werden sehr häufig "enge Harmonien" verwendet (also Sexten, Septimen, Nonen, verminderte und übermäßige Dreiklänge erstellt.
In Chören geht es da meist etwas weniger komplex zu (Betonung auf meist, es gibt Chöre die sehr anspruchsvolle Arrangements haben.

Vieles steht und fällt beim mehrstimmigen Gesang mit den Hörerfahrungen und der Stabilität im eigenen Gesang.
Wenn ich im Wesentlichen Terzen / Quarten Gesang höre und singe, wird es mir schwer fallen, mal eine Sexte oder None einzusingen.
Das erfordert eine gewisse Übung und genau beim Hören und dann Singen, meine ich müsste ein Coaching ansetzen, um aus bisherigen Mustern raus zu kommen.

Da wäre es - wie Pida schon schrieb - wichtig zu wissen, was genau gesucht wird
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