Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Alles, was mit dem Spielen des Instruments zu tun hat

Moderator: RB

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YNWA
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Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von YNWA »

Problemfall 'a moment of clarity' von Seth Avett:

https://www.youtube.com/watch?v=VNQ-Wyha2BE" onclick="window.open(this.href);return false;


Dieses Stück treibt mich in den Wahnsinn. Ich habe es vor ein paar Jahren versucht und bin leider damals ab der Hälfte, also nach dem Hauptthema, nicht mehr wirklich weiter gekommen. Jetzt sitze ich wieder dran und frag mich, wie einige "Moves" mit so unhandlichen Gitarrenfingern wie meinen zu bewältigen sind :mrgreen:
Vielleicht kennt das Lied schon jemand, vielleicht kann es jemand gar spielen? Vielleicht fällt es jemandem hier extrem leicht? Ich bin über jeden Tipp zur "Vereinfachung" dankbar.

TAB: https://tabs.ultimate-guitar.com/tab/ti ... bs-1775397" onclick="window.open(this.href);return false;
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RB
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von RB »

Ich fürchte, da gibt es nur die brute force-Methode. So lange daran arbeiten, bis es geht und dann noch einmal so lange daran arbeiten, daß nicht so etwas herauskommt, wie auf dem verlinkten Video. Ton und Timing von dem Jesus gefallen mir nicht besonders, das kann der in zwei Jahren wahrscheinlich besser. Immerhin ist der Mann in der Phase, daß er es abarbeiten kann, da fehlt eben noch ein wenig Feinarbeit.

mE gibt es in diesem Metier einfach keine Abkürzungen.
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YNWA
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von YNWA »

RB hat geschrieben:Ich fürchte, da gibt es nur die brute force-Methode. So lange daran arbeiten, bis es geht und dann noch einmal so lange daran arbeiten, daß nicht so etwas herauskommt, wie auf dem verlinkten Video. Ton und Timing von dem Jesus gefallen mir nicht besonders, das kann der in zwei Jahren wahrscheinlich besser. Immerhin ist der Mann in der Phase, daß er es abarbeiten kann, da fehlt eben noch ein wenig Feinarbeit.

mE gibt es in diesem Metier einfach keine Abkürzungen.
Ich hätte mich fast am Kaffee verschluckt! :lol:
Der "Jesus" im Video hat das Stück geschrieben und ist Seth Avett.
Ich dachte die Avett Brothers wären in der Gitarren-Szene inzwischen ein geflügeltes Wort - nicht zuletzt wegen dem Signature Modell von Martin.

Was gefällt dir denn an Ton und Timing nicht?
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Niels Cremer
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von Niels Cremer »

Ich muss sagen ich musste auch gleich nochmal schauen ob das tatsächlich der Komponist selbst ist den du da verlinkt hast, ich find‘s ehrlich gesagt musikalisch ziemlich schrecklich (persönlicher Geschmack) und ziemlich hakelig dargeboten (objektive Beobachtung), da fließt doch nix, es scheint er wolle nur durch möglichst komplexe fingerings beeindrucken ... Aber ich werd mir mal mehr von ihm anhören und -sehen, man soll ja open-minded bleiben ... :wink:

LG,
Niels
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YNWA
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von YNWA »

Niels Cremer hat geschrieben:Ich muss sagen ich musste auch gleich nochmal schauen ob das tatsächlich der Komponist selbst ist den du da verlinkt hast, ich find‘s ehrlich gesagt musikalisch ziemlich schrecklich (persönlicher Geschmack) und ziemlich hakelig dargeboten (objektive Beobachtung), da fließt doch nix, es scheint er wolle nur durch möglichst komplexe fingerings beeindrucken ... Aber ich werd mir mal mehr von ihm anhören und -sehen, man soll ja open-minded bleiben ... :wink:

LG,
Niels
Gibt von der Band eigentlich keine reinen Gitarrenstücke. Die machen eher Singer/Songwriter Zeug und Americana mit tollem Songwriting. Seit ein paar Jahren auch etwas poppiger, wo ich dann ausgestiegen bin. Die alten Alben sind sehr gut und die Soloalben von Seth Avett sind mMn. ausgesprochen gut getextet. Man merkt wohl, dass sie eher keine Fingerstyler im klassischen Sinne sind :lol:
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bookwood
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von bookwood »

Also ich hab auch erst gedacht, dass wär ein bemühtes, aber noch unreifes Cover. Der Mann scheint seine eigene Komposition noch nicht richtig verinnerlicht zu haben oder er kämpft mit seinen spieltechnischen Fähigkeiten. Das kannst du, YNWA, doch nach fleissigem Proben sicherlich noch toppen. :wink:
Gruß
von
Ralf
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RB
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von RB »

Ich kannte den Kerl nicht und das Stück findeich ja auch nicht übel, aber - wie oben gesagt - das Timing und der Ton erscheinen mir ausbaufähig. Es gibt zwei oder drei Stücke, die ich selbst geschrieben habe und die mir zu schwer sind, möglicherweise ist das ein gar nicht so seltenes Phänomen.
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bookwood
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von bookwood »

Das wiederum kann mir nicht passieren. Ich erfinde nur Stücke, die ich "schreibe", während ich sie spiele. Allerdings auch meist nicht gut (genug). :oops: :wink:
Gruß
von
Ralf
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Sperris
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von Sperris »

Also ich kenne den Kollegen auch nicht und die Geschmäcker sind ja verschieden. Aber für mich hat das Stück keine Melodie, keine Hookline, keinerlei Groove, kein Flow, keine ertragbaren Ton, dafür aber jede Menge Timingprobleme. Ganz ehrlich, dass ist seit langem das schrecklichste Gezuppel, das ich gehört habe. Sorry für die Offenheit.

Back to topic, üben, üben, üben. Und das langsam und bewusst. Nicht am Fingersatz kleben, sondern den Fingersatz so abwandeln, dass es für dich, deine Fähigkeiten und deine Finger passt. Auswendig spielen, Stück für Stück und das motorische Gedächtnis trainieren. Ohne Gitarre üben und das Stück nur im Kopf visualisieren. Alles was nicht nicht klappt oder schwer fällt langsamer spielen. Tempo erst langsam steigern.

Gruß Ralf
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segerc
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von segerc »

Ja gut, aber ausser sich 'durchbeissen' gibt es schon Ansätze welche sich lohnen ausprobiert zu werden (finde ich):

- Transponieren (Capo 1, 2, 3... Bünde höher setzen, kann Wunder wirken
- andere Gitarre verwenden (andere Halsbreite, -profil, andere Saitenstärke, einfach 'anders')
- andere Stimmung verwenden (ist es wirklich - wirklich - in der Standard-Stimmung)?
- rechts 'anders' spielen, also mal mit Fingerpicks, oder ganz ohne Fingerpicks, oder abgestützt oder.....
- Tempo variieren (manchmal gehts bei einem höheren Tempo besser)
- schwierige Passagen vereinfachen (anstelle von 16tel 8tel, anstelle von 8tel 4tel spielen damit das Stück 'läuft'. Später kann man es immer noch 'verkomplizieren')
- Legato anstelle von anspielen mit der rechten Hand
- wenn nichts hilft: in den 'für später'-Ordner legen und in einigen Tagen, Wochen, Monaten hervornehmen und sich freuen, wenns läuft (ja, das gibts). Und nicht ärgern wenns immer noch hakt
- schlussendlich ist es dann vielleicht nicht mehr 'im Original', dafür DEINE Version welche zu DIR passt. Oder vielleicht entsteht sogar ein neuer Song daraus

Das sind Ansätze welche mir bei schwierigen Stücken geholfen haben, und heute immer wieder mal das Spielen erleichtern. Grimmiges durchbeissen muss manchmal sein, aber manchmal hilft auch eine oder mehrere 'Umgehungstrategien'.

Vielleicht hilft Dir - oder einem anderen Forumskollegen - der eine oder andere Tipp weiter.

Grüsse

Chris
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elfer
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Re: Wie zur Hölle? - A Moment of Clarity - Seth Avett

Beitrag von elfer »

Hallo zusammen,

ich bin großer Avett Brothers Fan und kenne deshalb ziemlich viel von Seth Avett. Was er da allerdings abliefert...echt seltsam. Er ist sonst allerdings auch eher für seinen Gesang bekannt. Dieses Stück hier gehört zu meiner Top Ten der besten Songs aller Zeiten, vor allem auch textlich. Für mich wäre das eine gute inoffizielle Nationalhymne der USA, aber wir wollen hier ja nicht zu politisch werden ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=tFGs7HP15d4

Viele Grüße
Johannes
...still falling in love...
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