Martin Okenica

Alles über die Nylon- und Darmbesaiteten

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tele
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Martin Okenica

Beitrag von tele »

Schon seit einigen Jahren interessiere ich mich für eine Kopie einer Lacote Gitarre. Das ist eine historische Gitarre in der Art, wie zum Beispiel Fernando Sor sie gespielt hat. Sie unterscheidet sich von einer modernen Konzertgitarre durch einen kleineren Korpus, eine etwas küzere Mensur und durch ein anderes Verbalkungssystem.
Aber mir so eine Gitarre bauen zu lassen, hätte bei einem deutschen, englischen oder gar amerikanischen Gitarrenbauer mehr als 3000 Euro gekostet, und einer Raimundo Lacote, wie sie jetzt auch von Thomann angeboten wird, habe ich dann doch weniger zugetraut.
Dann habe ich dieses Video gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=-SNtFTafvfg" onclick="window.open(this.href);return false;
Da kann man lesen, dass der Gitarrist Marek Cupek eine Lacote Gitarre von Martin Okenica spielt.
Und es ist ein Link zur Website von Martin Okenica zu finden: http://www.okenicaguitars.com/guitars.php?lang=en" onclick="window.open(this.href);return false;
Den habe ich dann kontaktiert und nach Preisen und Wartezeit gefragt. Geantwortet hat mir Marek Cupek, der junge Mann aus dem Video.
Er erledigt die internationale Korrespondenz für Martin Okenica, schreibt gut deutsch und englisch und war ein angenehmer Ansprechpartner.
Preislich liegt eine Lacote Gitarre von Okenica bei 1800 Euro plus Versand. Das ist eine Summe, die ich durch den Verkauf einiger Relikte aus meiner dunklen Elektro-und Stahlvergangenheit durchaus aufbringen konnte. Die Wartezeit ist etwa ein halbes Jahr.
Wir haben dann einige Details besprochen, wie etwa die Anzahl der Bünde oder die Lackierung. Ich habe mich dafür entschieden, dass die Bünde mit dem Schallloch abschliessen und für eine weniger empindliche Lackierung als Schellack, da müsste ich aber noch mal genau nachschauen.
Außerdem bietet Okenica 3 Arten der Halsstabilisation an:
1. völlig unverstärkt
2. Carbon Fibereinlage
3. Stahlstab, wie man ihn von Stahlsaitengitarren her kennt
Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Ein Trussrod in einer Klassikgitarre, das kenne ich eher von billigen Anfängergitarren. Und so ganz ohne Verstärkung...?
Als Korpusholz habe ich mir Ahorn ausgesucht, damit habe ich bei meiner Terzgitarre von Herrman Gräfe gute Erfahrungen gemacht.
Ein bisschen Luxus habe ich mir dann noch gegönnt: solche Gitarren haben eigentlich Stimmpflöcke wie Streichinstrumente, die in der Kopfplatte stecken und 1:1 die Drehbewegung in Stimmung übersetzen. Ich habe mir aber auf Anraten von Marek Wittner Fine Tuning Pegs Flamenco einbauen lassen.
https://www.thomann.de/de/wittner_fine_ ... 5b8a632343" onclick="window.open(this.href);return false;
Die haben eine Übersetzung von 1 zu 8,5, was für meine Bedürfnisse völlig ausreicht.
Am 22. Dezember kam dann die Gitarre. In einem Koffer in der Form eines Dreiecks mit abgerundeten Ecken. Mit rosa/lila Plüschpolsterung.
Die Gitarre ist sehr gut verarbeitet, das Korpusahorn ist optisch aber eher unspektakulär also kaum gemasert. Aber das hat wohl keinen Einfluss auf den Klang.
Dafür hat die Gitarre eine sehr schöne Fichtendecke. Und einen farblich nicht ganz passenden Hals aus dunklem Walnussholz.
Solche Gitarren werden ja oft umgehängt gespielt. Ich habe mir auch einen Gurtknopf einbauen lassen, aber davon bisher noch keinen Gebrauch gemacht.
Klanglich fehlen natürlich die Bässe einer modernen Konzertgitarre, aber von der Lautstärke her braucht sich die Okenica nicht zu verstecken.
Ich habe als kleines Demo mal einen leichten Carulli-Walzer aufgenommen (als "spielerisch eher wenig bietender Gitarrist" gilt für mich: Schuster bleib bei...)
https://www.youtube.com/watch?v=Igjd5gcmEQM" onclick="window.open(this.href);return false;
Auf der Gitarre sind Aquila Nylgut Saiten aufgezogen, aber da will ich ein bisschen experimentieren und wäre dankbar für Vorschläge von den Saitenspezialisten!
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stephan
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Re: Martin Okenica

Beitrag von stephan »

Danke für diesen sehr schönen Bericht und viel Freude mit diesem Instrument!
Gruß
Stephan
Es335
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Es335 »

Gratulation! Ein sehr schönes Instrument mit einem jetzt schon richtig guten Klang und ebenfalls vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der, wie ich leider feststellen muss, gewisse Begehrlichkeiten weckt! :wink:

Was die Saitenfrage betrifft, so bist du bei Aquila Nylgut eigentlich recht gut aufgehoben. Das wäre allgemein die erste Empfehlung, sofern es nicht mit Darmsaiten noch orginalgetreuer sein soll. Sie brauchen nur halt ein wenig länger, bis sie sich klanglich voll entfaltet haben. Hinzu kommt, dass sich deine Neue auch erst mal etwas einschwingen muss. :wink: :D

Weißt du welche Aquila-Saiten aufgezogen sind und was gefällt bzw. gefällt dir aktuell denn nicht?
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bookwood
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Re: Martin Okenica

Beitrag von bookwood »

Sehr schöne Kleine!

Ich finde:
- der Ton in deinem Video ist deutlich voluminöser (basshaltiger) als im ersten Link. Nachbearbeitung?
- pinkfarbige Kofferausstattung super. Wie bei vielen Gibsons. Haben wir früher sexualrosa genannt. :oops: :wink:
Gruß
von
Ralf
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Danke für die zahlreichen Antworten!
@ES 335: Es sind Albastro Saiten normaler Spannung drauf. Mir gefällt der Klang, so wie er ist, eigentlich ganz gut, aber ich erinnere mich, dass ich auf meiner Terzgitarre, die ja aus der gleichen Holzkombination besteht, auch mal Aquila Saiten probiert habe, und die irgendwie ziemlich hart klangen. Hannabach Terzgitarrensaiten klingen da doch wärmer und voller. Und ich dachte mir, vielleicht stellt sich bei der Lacote Gitarre ja ein ähnlicher Effekt ein.
- der Ton in deinem Video ist deutlich voluminöser (basshaltiger) als im ersten Link. Nachbearbeitung?
Ich besitze nur ein Kondensator-Mikrofon, und das plaziere ich dann so 10 bis 20 Zentimeter von der Gitarrendecke entfernt, also recht nahe.
Dadurch werden die Bässe stärker aufgenommen als bei einer Aufnahme mit Raummikrofonen. Ich nehme an, dass Marek eine Kombination von Raum- und Direktmikrofonierung einsetzt, wodurch der Klang etwas weniger bassig wird. Nachbearbeiten tue ich eigentlich nicht. OK, ein bisschen Hall...

@Bluesopa: Die Gitarre hat eine 62er Mensur, dass müsste dir doch entgegenkommen. Vom Spielgefühl her ist das so, wie bei einer 65er Mensur mit Kapo am ersten Bund.
Bei den Noten, nach denen du gelernt hast, ist vielleicht die Carullischule oder die Carcassischule dabei. Da sind zum Teil ganz nette Stücke drin.
Meine Favoriten:
das Andante Grazioso von Carulli: https://www.youtube.com/watch?v=Wopj7gHKv9M" onclick="window.open(this.href);return false;
das e-moll Allegretto von Carcassi. https://www.youtube.com/watch?v=w57cceVvUxg" onclick="window.open(this.href);return false;
beide im 6/8-Takt...
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Es335
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Es335 »

Aquila bietet drei unterschiedliche Nylgut-Typen an, Alchemia, Alabastro und Ambra, die von links nach rechts wärmer im Klang werden. Alchemia und Alabastro sind eigentlich für moderne Gitarren mit 650iger Mensur gedacht, wobei die Alabastro gute Allrounder sind. Gut möglich, dass das damals bei dir Alchemia Saiten waren. Die klingen wirklich recht hell. Hannabach Terzgitarrensaiten klingen da zwangsläufig wärmer, da das Nylonsaiten sind.

Für deine Lacote Kopie und die 620iger Mensur wären eigentlich die Ambra 900 bzw. 2000 Saiten ideal. Schau mal bei Heiko Holzknecht nach. Dort sind sie mit ca. 7€ konkurrenzlos günstig, wie die meisten anderen Aquila Saitentypen! :wink: :D

Ansonsten gilt für Nylgut Saiten, dass sie einige Zeit (1-2 Wochen) brauchen, um ihr volles Potential zu entwickeln. Das gilt sowohl für den Diskant als auch für die Bässe!

PS zur Gitarre: Wie sieht es mit der Halsbreite am Sattel aus? Normal Klassik 52 oder authentisch Lacote 46-48?
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Die Sattelbreite beträgt 50 mm, also etwas schmaler als bei einer modernen Gitarre, aber immer noch genug Platz für die Finger. Finde ich sehr komfortabel.
46 oder 48 mm sind ja schon fast Steelstringmaße. Überhaupt ist die Okenica Lacote wohl keine 1:1 Kopie, sondern eher ein von Lacote Gitarren inspiriertes Instrument.
Echte Lacote Gitarren haben am Steg noch 2 Schnörkel mit Perlmutteinlagen, das hat meine nicht. Hätte auch nur unnötig den Preis in die Höhe getrieben.

Danke auch für den Tipp mir Heiko Holzknecht. Den Kreativ Music Store kannte ich gar nicht.
Aquila Saiten sind da ja wirklich günstig, habe mir gleich mal eine kleine Auswahl bestellt...
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Bernd C. Hoffmann
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Sie klingt für mich wie eine typische Ahorngitarre, d. h. ziemlich hell aber ausgeglichen mit eher neutralen Bässen. Die Trennschärfe sticht fantastisch heraus, substanziell kann sie sich klanglich absolut nicht verstecken. Da kann man sich wirklich freuen, dass man so ein Arbeitsgerät erworben hat. Preislich ist das offensichtlich (wie man im Online Marketing auf Denglisch sagt) ein absoluter No-Brainer. Herzlichen Glückwunsch zur neuen Gitarre!
Liebe Grüße
Bernd
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Fidelio
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Fidelio »

hi,

ich danke der Klang der Gitarre würde zu vielen J.S Bachs Stücken wunderbar passen.
Jut jemacht!!! :bide:

F. I. Delio
so viele Gitarren... so wenig Talent :(
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Danke Bernd und Fidelio für eure Beiträge.

Ob die eher schlanken Bässe mehr auf das Ahorn-Konto gehen, oder Folge des kleineren Korpus sind, vermag ich nicht zu sagen.
Dazu müsste man die Gitarre wohl bei den gleichen Aufnahmebedingungen mit einer Lacote-Kopie aus einem anderen Hoz vergleichen.

Von Bach habe ich im Moment nichts auf Lager, aber ich könnte noch mal den Tobacco-Pipe-Blues aufwärmen. Danke für die Idee.
Marek Cupak spielt übrigens ein Bach-Präludium zur Präsentation einer Okenica Lacote Gitarre. Klingt gut! https://www.youtube.com/watch?v=NWo7a_3tbKY" onclick="window.open(this.href);return false;
Diese Gitarre ist aus dunklerem Holz, vermutlich Palisander.

Meine Gitarre hat einen Öl-Lack, das habe ich jetzt nachgeschaut. Das ergibt eine eher matte Lackierung, die aber recht unempfindlich ist.
Bisher ist die Gitarre von Dings oder Dongs verschont geblieben.
Interessant ist auch, dass der Steg eine Einlage aus Bunddraht hat, über die die Saiten laufen.
Ich habe mal "Fret Wire Bridge" gegoogelt und habe Stege für Cigar Box Gitarren gefunden. https://www.chickenbonejohn.com/product ... ire-bridge" onclick="window.open(this.href);return false;
Ob das für historische Gitarren typisch oder eine Innovation Okenicas ist, kann ich jetzt nicht sagen, der Klang ist auf jeden Fall nicht metallisch.
Dafür ist der Sattel aus Ebenholz. Da war ich etwas skeptisch, ob ein Holzsattel die nötigen Brillanzen bringt, weswegen mir Martin Okenica noch einen Knochensattel in den Koffer gelegt hat. Aber der Ebenholzsattel klingt OK, weshalb er erst mal drauf bleibt.
Zur Ausstaatung gehört desweiteren ein Martin Humidifier, so ein Schlauch, den man erst ins Wasser legt und dann in die Gitarre hängt.
Gestern habe ich die Saiten gegen Aquila Ambra 900 gewechselt. In die sollte man, damit sie im Steg halten, einen Knoten reintun.
Es ist aber auf den Saiten noch so ein Plastikknopf, damit die Saite trotz Knoten nicht rausflutscht. Da muss man höllisch aufpassen, dass der beim Saitenwechsel nicht verlorengeht. (Wäre aber auch kein Beinbruch...)
Ich wollte mal die Tauglichkeit meiner Lacote Kopie für Kammermusik testen und habe die italienische Arie La Casa del Sol levante in einer Bearbeitung für Mandoline und Gitarre aufgenommen. Ich finde, die Okenica schägt sich ganz wacker...https://www.youtube.com/watch?v=aZ7rwahuQFo" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

tele hat geschrieben:Interessant ist auch, dass der Steg eine Einlage aus Bunddraht hat, über die die Saiten laufen.
Ich habe mal "Fret Wire Bridge" gegoogelt und habe Stege für Cigar Box Gitarren gefunden. https://www.chickenbonejohn.com/product ... ire-bridge" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Ob das für historische Gitarren typisch oder eine Innovation Okenicas ist, kann ich jetzt nicht sagen, der Klang ist auf jeden Fall nicht metallisch.
Dafür ist der Sattel aus Ebenholz. Da war ich etwas skeptisch, ob ein Holzsattel die nötigen Brillanzen bringt, weswegen mir Martin Okenica noch einen Knochensattel in den Koffer gelegt hat. Aber der Ebenholzsattel klingt OK, weshalb er erst mal drauf bleibt.
Zur Ausstaatung gehört desweiteren ein Martin Humidifier, so ein Schlauch, den man erst ins Wasser legt und dann in die Gitarre hängt.
Gestern habe ich die Saiten gegen Aquila Ambra 900 gewechselt.
Hallo tele,

schöne Gitarre! Klanglich sehr modern, soweit man das über youtube beurteilen kann. Sättel aus Holz sind absolut okay und sollen einen eher weichen Ton begünstigen.
Der Bunddraht im Steg ist zwar zeittypisch, für mein Empfinden klanglich aber suboptimal. Viele Restaurateure alter Instrumente ändern das auch. Zum Einen weil der Bunddraht nur eine feste Saitenlage zulässt, zum Anderen aus den erwähnten klanglichen Gründen. Bei Nachbauten wird idR immer ein Knochensteg verbaut, von Kresse, Dietrich und anderen kenne ich das nur so. Hat Okenica gesagt warum er das so macht?
Wie gefallen dir die Ambra? Ich finde, dass sie einen weichen und eher dunklen Ton machen. Je nach Instrument kann das sehr gut sein.
Gruß, fretworker
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Die Ambra Saiten gefallen mir klanglich gut, aber ehrlich gesagt bemerke ich jetzt keinen so großen Unterschied zu den Albastro, die auf der Gitarre waren.
Könnte es sein, dass Ambra die Ur-Aquilas sind. Ich erinnere mich dunkel an diesen leicht vergilbten Farbton bei den ersten Aquilas, die ich ausprobiert habe.
Aber plötzlich waren sie strahlend weiss...
Inwieweit ein Knochensteg den Klang der Gitarre noch verbessern würde, ist natürlich schwer zu beurteilen, vielleicht lasse ich ihn irgendwann mal austauschen.
Aber noch bin ich ganz zufrieden mit dem Klang.
Heute habe ich mal ganz auf die Schnelle einen Vergleich zwischen meiner Hanika 60 PC und der Okenica Lacote Gitarre gemacht.
https://www.youtube.com/watch?v=7JfWbkU ... e=youtu.be" onclick="window.open(this.href);return false;
Ich finde, die Hanika ist ein gutes Workhorse für Kammermusik oder gezupfte Liedbegleitung, aber die Okenica hat mehr Charakter für klassische Solostücke.
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

schöne Gitarre! Klanglich sehr modern, soweit man das über youtube beurteilen kann.
Würde mich jetzt doch mal interessieren, was genau du unter modern verstehst?
Für mich klingt eher meine Hanika ziemlich modern, viele Höhen und Bässe, irgendwie Hifi-mäßig.
Die Okenica klingt da doch mittenbetonter und erinnert mich eher an Salonmusik des 19.Jahrhunderts.
Bin aber auch absolut kein Klangexperte...

Was ich aber noch vergessen habe zu erwähnen: ich musste bei der Bestellung keinerlei Anzahlung leisten
und hatte eine Frist von 14 Tagen, in der ich die Gitarre hätte zurückschicken können.
Aber, dass ich sie behalte, war mir schon nach ein paar Takten klar...
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

Klang über Youtube-Videos zu beurteilen ist immer schwer. Ich höre mir das nochmal mit Kopfhörern an und melde mich dann nochmal.
Gruß, fretworker
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

tele hat geschrieben:
schöne Gitarre! Klanglich sehr modern, soweit man das über youtube beurteilen kann.
Würde mich jetzt doch mal interessieren, was genau du unter modern verstehst?
Für mich klingt eher meine Hanika ziemlich modern, viele Höhen und Bässe, irgendwie Hifi-mäßig.
Die Okenica klingt da doch mittenbetonter und erinnert mich eher an Salonmusik des 19.Jahrhunderts.
Eben habe ich deine Aufnahmen mit ordentlichen Kopfhörern gehört. Klar, das Mikro steht sehr nah dran. Dennoch finde ich, dass die Gitarre nicht sooo typisch nach Biedermeier-Gitarre klingt. Eher nach einer kleinen Konzertgitarre modernerer Bauweise. Das ist möglicherweise der Mikroposition geschuldet, evtl. hat Okenica aber auch bautechnisch was geändert. Er schreibt ja sinngemäß, dass er die alten Instrumente als Inspiration nimmt und keine 100%igen Kopien macht. Und ich habe natürlich keinen direkten Vergleich.
Das alles muss kein Fehler sein, viele der alten Gitarren klingen matt und topfig, was auch nicht unbedingt schön ist. Oder sie sind sehr leise oder in ihrer Dynamik beschränkt. Sollte ich mal in deine Gegend kommen – darf ich die mal anspielen?
Gruß, fretworker
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