Martin Okenica

Alles über die Nylon- und Darmbesaiteten

Moderator: RB

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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Außer den Saiten habe ich auch noch einige verbilligte Noten erstanden, unter anderem Einladung zum Walzer von der polnischen Gitarristin, Pädagogin und Komponistin Tatiana Stachak. Daraus habe ich den Walzer Im kleinen Café auf meiner Lacôte Kopie gespielt. Ich denke, eine gewisse Kaffeehauskompatibilität ist ihr nicht abzusprechen.
https://www.youtube.com/watch?v=brX7Myf-LRw" onclick="window.open(this.href);return false;
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docsteve
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Re: Martin Okenica

Beitrag von docsteve »

Hmm- mir scheint, die Gitarre und das Stück würden von einem weicheren Klang sehr profitieren. Ich schätze dein Spiel und deine Beiträge sehr, aber die Aufnahme kann mich so gar nicht von den Vorteilen der Sugar-Saiten überzeugen - falls du sie dafür überhaupt verwendet hast?

Aber klär mich auf. Ich habe gerade eine neue Gitarre und darf jetzt die optimalen Saiten dafür suchen.

Viele Grüße Stephan
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Hallo Stefan,
danke für's Reinhören und Kommentieren!
Was genau meinst du mit "weicherem Klang"?
Einen runden süffigen Konzertgitarrenklang kann die Lacôte Kopie schon aufgrund ihrer geringeren Größe und des Korpusmaterials Ahorn nicht bieten.
Ich habe Aquila Ambra 900 benutzt, ich hätte sie vielleicht vor der Aufnahme noch ein wenig sich setzen lassen sollen.
Aber das sind Nuancen, mir gefällt der Klang, so wie er ist, ganz gut...

Gruß
Christian

PS.: Was ist denn die neue Gitarre?
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fretworker
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

Sehr schönes Stück! Ich muss wohl doch mal ins Saarland fahren um die Okenica anzuspielen. ;) Zumal du offenbar auch ein Espressofan bist. :lol:

Bzgl. des Klanges kann ich nur soviel sagen, dass es über den PC-Lautsprecher bzw. externen Mini-LS sehr gut klang. Das ist natürlich mit Vorsicht zu genießen, klar, aber ich kenne meine LS, da kann ich schon relativieren. Ein dicker Torres-Sound ist weder zu erwarten noch wäre es dem Stück dienlich. Mir gefällt das so.
Gruß, fretworker
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Danke auch dir!
Wenn man auf Youtube Walc w kafejce eingibt, kann man sich verschiedene Versionen des Walzers anhören.
Alle auf normalen Konzertgitarren eingespielt,
Ich denke meine Okenica klingt anders, aber nicht unbedingt schlechter...
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Niels Cremer
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Niels Cremer »

Ich finde das einen sehr feinen, differenzierten Klang in deinem Video, schade nur dass man die Gitarre kaum sieht ...

LG,
Niels
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docsteve
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Re: Martin Okenica

Beitrag von docsteve »

tele hat geschrieben:Hallo Stefan,
danke für's Reinhören und Kommentieren!
Was genau meinst du mit "weicherem Klang"?
Einen runden süffigen Konzertgitarrenklang kann die Lacôte Kopie schon aufgrund ihrer geringeren Größe und des Korpusmaterials Ahorn nicht bieten.
Ich habe Aquila Ambra 900 benutzt, ich hätte sie vielleicht vor der Aufnahme noch ein wenig sich setzen lassen sollen.
Aber das sind Nuancen, mir gefällt der Klang, so wie er ist, ganz gut...

Gruß
Christian

PS.: Was ist denn die neue Gitarre?
Ich war gerade 2 Wochen in Andalusien (daher die neue Gitarre) und habe in Ronda Paco Seco mit einer Biedermeiergitarre bzw. deren spanischem Äquivalent gehört, wie er Tarrega spielte. Der Klang was relativ zurückhaltend und gedämpft, was für mich gut passte. Mit einem "süffigen Konzertgitarrenklang" hatte das auch nichts zu tun, im Gegenteil.

Über meine Kopfhörer klang deine Aufnahme dagegen sehr "in your face". Es kann also gut dem direkten Vergleich geschuldet sein, bzw. der Tatsache, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte.

Die neue ist eine Flamenca von Antonio Martin aus Marbella, die allerdings gar nicht so rotzig klingt wie Flamencas es sonst tun: https://share.icloud.com/photos/0yYMV2m ... j8CgP7utEg" onclick="window.open(this.href);return false;. Eine Aufnahme werde ich übers WE wohl nicht schaffen, sorry...

Viele Grüße Stephan
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Danke Niels, im nächsten Okenica-Video werde ich noch einige Detaillaufnahmen von der Lacôte-Gitarre zeigen.
Ich war gerade 2 Wochen in Andalusien (daher die neue Gitarre) und habe in Ronda Paco Seco mit einer Biedermeiergitarre bzw. deren spanischem Äquivalent gehört, wie er Tarrega spielte. Der Klang was relativ zurückhaltend und gedämpft, was für mich gut passte. Mit einem "süffigen Konzertgitarrenklang" hatte das auch nichts zu tun, im Gegenteil.
Ich habe gerade Paco Seco auf YT gesucht, und habe ihn nicht mit Biedermeiergitarre, aber unter anderem dieses Video gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=i96Kzl0edlM&t=43s" onclick="window.open(this.href);return false;
Für mein Ohr klingt das mehr in "your Face" als meine Lacôte-Kopie. Dass die ziemlich direkt klingt, kann auch an der amateurhaften Art liegen, wie ich aufnehme:
ein Mikrofon direkt vor der Gitarre, kein Raummikrofon, kein Compressor/Limiter, kein EQ, höchstens ein Bisschen nachträglicher Hall...

Die Antonio Martin sieht interessant aus. Da würde ich gerne mehr darüber erfahren.
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docsteve
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Re: Martin Okenica

Beitrag von docsteve »

Das ist eine Flamenca, die klingt natürlich ganz anders. Vom allgemeinen Klang ist deine Aufnahme übrigens viel besser; bei Paco hört man ja mehr Raum als sonstwas. Und im direkten Vergleich klingt die Lacote viel intimer.

Ich mache demnächst ein paar Aufnahmen und stelle meine Neue dann offiziell hier und beim Bernd vor. Die Zeit reicht im Moment zwar zum Üben, aber nicht zum Aufnehmen. Viel zu viel Stress, der von der Spielzeit abgeht.

Viele Grüße Stephan
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Jubiläum!!Heute genau for zwei Jahren hielt der DHL-Truck vor unserm Haus und brachte mir eine sorgfältig verpackte Lacôte-Kopie in einem mit rosa Plüsch gefütterten Koffer.
Zwei Jahre später ist die Gitarre immer noch in sehr gutem Zustand und hat nur minimale Macken. Lediglich einer der Stegpins hat sich verabschidet, und ich habe ihn durch einen Stahlsaitengitarrenpin ersetzt, ist etwas kleiner aber funktioniert.
So vor 2 Monaten kam mir der Klang etwas dumpf vor, ich habe auf der Aquila Homepage nachgeschaut, welches die brillanteste Saite ist, und da wurden Sugar Saiten angegeben. Die gab es im Kreativ Music Store, ich habe sie bestellt und aufgezogen. Das Klangergebnis: https://www.youtube.com/watch?v=PBpVf-Yh58o
Die meisten Profis, die solche Gitarren spielen, benutzen sie ja nur für Sor&Co, aber ich versuche darauf eigentlich jede Art von Gitarrenstücken...
Neulich wollte ich mal wieder auf der Website von Martin Okenica vorbeischauen und habe festhestellt, er hat eine neue: http://www.okenicaguitars.com/ Zuerst war ich erfreut, dass er jetzt auch Panormo Gitarren baut, aber dann las ich:
Prices range from € 4735 to € 6080, an instrument in its most usual configuration, case including, does cost around € 4995.
Also, die Zeit für Schnäppchenjäger ist wohl vorbei, für € 5000 bekommt auch in Deutschland, Italien. Spanien und sogar in Post-Brexit England Spitzeninstrumente.
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Re: Martin Okenica

Beitrag von rwe »

tele hat geschrieben:
Di Dez 22, 2020 5:16 pm
So vor 2 Monaten kam mir der Klang etwas dumpf vor, ich habe auf der Aquila Homepage nachgeschaut, welches die brillanteste Saite ist, und da wurden Sugar Saiten angegeben. Die gab es im Kreativ Music Store, ich habe sie bestellt und aufgezogen.
Und, auf Dauer zufrieden? Ich teste sie gerade auf einer Teller Fichte / Ahorn, als Nachfolger der Perla. Das Quietschen nervt, aber ich habe sie gerade erst vielleicht 2 Stunden gespielt.
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tele
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Re: Martin Okenica

Beitrag von tele »

Und, auf Dauer zufrieden? Ich teste sie gerade auf einer Teller Fichte / Ahorn, als Nachfolger der Perla. Das Quietschen nervt, aber ich habe sie gerade erst vielleicht 2 Stunden gespielt.
Ich hätte mir damals wohl besser einen Ohrenschmalzentferner bestellt. :wink:
Die Sugar Saiten klingen nicht schlecht und das Quietschen scheint mit der Zeit etwas dezenter zu werden, aber die Sugar Saiten sind wohl doch eher etwas für moderne Konzertgitarren. Das nächste mal kommen wieder Ambra drauf.
Jetzt gibt es die Sugar wohl auch quietschfrei, aber davon hatte der Kreativ Music Store im Oktober noch keine.
https://www.youtube.com/watch?v=ZqP3toOrCqQ
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

Die Sugar habe ich auch wieder runtergenommen. Die Bässe sind allerdings sehr lange haltbar, die habe ich gelassen. Sobald der Diskant als "quietschfrei" erhältlich ist werde ich die Saiten sicher nochmal kaufen, die klingen schon gut.
Gruß, fretworker
Es335
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Re: Martin Okenica

Beitrag von Es335 »

fretworker hat geschrieben:
Mo Dez 28, 2020 12:44 pm
Die Sugar habe ich auch wieder runtergenommen. Die Bässe sind allerdings sehr lange haltbar, die habe ich gelassen. Sobald der Diskant als "quietschfrei" erhältlich ist werde ich die Saiten sicher nochmal kaufen, die klingen schon gut.
Das sind sie, nur verkaufen die Händler verständlicherweise erst einmal ihre Restbestände. Ganz sicher bekommt man sie bereits jetzt von Aquila direkt oder z.B. Strings by Mail, übrigens zu erkennen an dem sternförmigen Aufkleber „SQUEEKLESS!“ rechts oben!

Bild

Die roten Sugar Bässen sind schon gut, aber noch besser gefallen mir die bin Rayon Bässen, auch wenn sie klanglich anders sind, als alles andere, was ich bisher gespielt habe. Ein moderner Ersatz für umsponnen Seidenbässe bei Darmsaitensätze und vergleichbar haltbar wie die roten. Klanglich trocken, grundtönig und schön sanglich, was eigentlich sehr gut zu einer Gitarre des 19. Jahrhunderts passen sollte. Bei meiner kleinen Torres Kopie machen sie sich zumindest ausgesprochen gut. :wink:
fretworker
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Re: Martin Okenica

Beitrag von fretworker »

Wegen einem Satz bestelle ich halt nicht in Italien, zumal es bei Aquila Lieferschwierigkeiten gibt oder gab. Und Saiten in die USA zu versenden und dann nach Europa zurück ... dafür bin ich zu grün. :wink:

Die Rayon Bässe probiere ich mal, Danke für den Tipp. Wobei es ich es auch nicht zu trocken mag, ich bin gespannt. Gibt es die schon in D?
Gruß, fretworker
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