"Messing" Fingerpicks.

Alles über die klassischen Spielweisen

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emptypockets
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon emptypockets » Mi Feb 08, 2017 6:59 pm

Richard Smith ist z.B. einer, der auf einer Nylon - Gitarre mit Daumenpick spielt. Also, dass es das nicht gibt, würde ich so nicht unterschreiben.

Als Daumenpick nehme ich seit Jahren Fred Kelly Bumble Bees, die den Vorteil bieten, dass man sie zum einen ganz individuell "einstellen" kann und nicht nur Downstrokes sondern auch Upstrokes spielen kann.

Bis vor kurzem habe ich noch mit den bloßen Fingern gespielt. Leider lebt man aber auch ein Leben neben der Musik und ich neige neben einigen grundsätzlichen Finerproblemen dazu, mich auch noch ständig zu verletzen.

Mein letzter Versuch waren Alaska Picks, die sich zwar ganz gut anfühlten, letztlich aber meine Probleme nicht lösten.

Also habe ich den Entschluß gefasst, meine alten National Messing Picks heraus zu kramen und wieder ausschließlich damit zu spielen.

Das Anschlagsgeräusch, dass man auch mit Übung nicht ganz abstellen kann, kann man aber auch als Vorteil nutzen. Der Anschlag kann dadurch prägnanter und auch deutlich lauter sein.

Das muss man natürlich mögen. Bei meiner Musik (in erster Linie akustischer Blues) kommt mir das sehr entgegen.

Ach so: ich spiele natürlich Steelstrings und Resos. Zu Nylons: s.o. Richard Smith.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Bernd C. Hoffmann » Mi Feb 08, 2017 11:17 pm

emptypockets hat geschrieben:Richard Smith ist z.B. einer, der auf einer Nylon - Gitarre mit Daumenpick spielt. Also, dass es das nicht gibt, würde ich so nicht unterschreiben.

Wenn unter Abermillionen ein oder 2 Klassikgitarristen mit Daumenpick spielen, dann ist das völlig bedeutungslos.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon emptypockets » Do Feb 09, 2017 10:52 am

Ich stelle ja auch nur fest. Von einer besonderen Bedeutung dieser Tatsache habe ich nichts geschrieben.

Es bezog sich nur auf das "niemand".

Ud das kann man von Richard Smith nur wahrlich nicht sagen.....
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Bernd C. Hoffmann » Do Feb 09, 2017 5:12 pm

emptypockets hat geschrieben:Ud das kann man von Richard Smith nur wahrlich nicht sagen.....

Natürlich kann man das wahrlich sagen. Als Musiker ist er für Dich vielleicht eine große Nummer im Fingerpicking. Als Referenz für die Klassische Gitarre, d. h. das, was man mit ihr verbindet, taugt er absolut nichts, weil dort ein völlig anderes Repertoire dominiert, das spieltechnisch ganz andere Anforderungen stellt.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon emptypockets » Do Mär 02, 2017 4:05 pm

Na dann.....
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Angorapython » Do Mär 02, 2017 4:36 pm

Für mich ist Richard Smith auch eine große Nummer. Und zwar auf der Gitarre! Von den Klassikgitarristen, die ich in meinem Leben bisher sah, kann ich das nur von wenigen behaupten. Das war öfter mal einfach humorlose Technikdemonstration.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Bernd C. Hoffmann » Do Mär 02, 2017 5:43 pm

Genau, als Gitarrist, aber nicht als Klassikgitarrist. Die andere Frage ist, was man unter "humorloser Technikdemonstration" versteht. Wer bspw. das Notturno für die trauerlos Sterbenden spielt, wird beim Vortrag sicher kein Lächeln auf den Lippen haben. Es kommt für mich auch darauf an, wem man gesehen hat. Aber das muss man nicht ausdiskutieren.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon tired-joe » Do Mär 02, 2017 9:12 pm

Chet Atkins spielte auch auf Nylonsaiten mit Daumenpick. Aber ich wuerde ihn nicht als klassischen Gitarristen bezeichnen, obwohl er sich auch mehr Schlecht als Recht an klassischem Repertoire versucht hat, z.B. am unvermeidlichem Recuerdos de la Alhambra. Also auf Nylonsaiten kann man natuerlich mit Picks spielen, aber die klassische Technik geht anders, da stimme ich Bernd zu. Und zur Ernsthaftigkeit der klassischen Gitarristen. Zumindest Julian Bream hat Humor und es war eine Freude ihm zuzusehen. Vom Zuhoeren ganz zu Schweigen :)

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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Angorapython » Do Mär 02, 2017 9:37 pm

Ein Onkel von mir war zeitlebens Klassicgitarrenlehrer, Zitterlehrer, Ungustl und humorloser Geselle.
Zum Glück habe ich auch sehr gute und schöne Konzerte von Klassikgitarristen miterlebt. Gute, wenn auch blasse Erinnerungen habe ich an Manuel Barrueco im fast privaten Rahmen. Ein bei uns beliebter und guter Gitarrist ist Alexander Swete. Ein Hochgenuss.
Einige andere habe ich nicht mehr in Erinnerung, war für mich bedeutungslos und belanglos. Waren aber auch zum Teil anscheinend anerkannte Namen dabei (wenn man den Ankündigungen Glauben schenkt), habe ich mir aber nicht gemerkt. Das war zu Zeiten, in welchen bei uns die Klassiker versehentlich glaubten, musikalisch über den "U- Musikern zu stehen. Das hat bei einigen in erheblichem Ausmaß nicht gestimmt.
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Re: "Messing" Fingerpicks.

Beitragvon Bernd C. Hoffmann » Fr Mär 03, 2017 1:51 am

Ja, so ist das gelegentlich. Manche bilden sich etwas drauf ein und haben die Nase oben. Diese "Repräsentanten" verbreiten durch ihr Auftreten ein bestimmtes Bild. Aber das sind meist nur regionale Momentaufnahmen, die nicht die große Masse widerspiegeln können.
Liebe Grüße
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