Cocobolo / Fichte

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Moderator: stringbender

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stringbender
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Cocobolo / Fichte

Beitrag von stringbender »

Hier der schon etwas fortgeschrittene Bau einer Cocobolo / Fichte Steelstring. Der Body ist bereits grundiert, die Decke ist noch im Rohzustand. Hier erfolgt keine Grundierung.


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Vor der Lackierung wird die Decke noch auf die endgültige Stärke geschliffen.

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Überprüfen der Dicke

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das wichtigste: klopfen und hören!

Sobald der gewünschte Ton erreicht ist, wird die Gitarre fertig zum lackieren gemacht.
Armin Dreier Gitarrenbau
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Gast

Beitrag von Gast »

Dieses Werkzeug zum überprüfen der Dicke
habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.

Wie heisst und funktioniert das?

Interessante Bilder, danke.
stringbender
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Dickenmessgerät

Beitrag von stringbender »

Das ist das Hacklinger Dickenmessgerät. Es funktioniert mit Hilfe eines Magneten der sich im innern des Instruments befindet. Beim Herausziehen des Gegenstücks (aus der Röhre), knackt das Gerät irgendwann. Beim Knack schaut man auf der Skala nach wo sich das Gegenstück befindet und kann so die Dicke der Decke ablesen.

viele Grüße
Armin
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Gast

Beitrag von Gast »

Danke Armin, man lernt doch nie aus.

Schon spannend, Eure Fotodokumentationen!
Schönes Wochenende ;-)
stringbender
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Doku

Beitrag von stringbender »

Danke für's Lob. Heute gehts weiter mit der Lackierung.

viele Grüße
Armin
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Beitrag von Admin »

Der Hals ist dran.. ... Ist der mit dem spanischen Halsfuß angebaut, oder was ist der Grund, wenn ich mal höflich anfragen darf ?
stringbender
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Hals ist dran

Beitrag von stringbender »

Hallo Reinhard,

ich gehe beim Zusammenbau folgendermassen vor. Erst werden die Zargen zusammengesetzt. Dann wird die Decke aufgeleimt. Jetzt wird der Hals eingesetzt. Der Grund ist: der Boden läuft bis auf den Halsfuss aus. Das mache ich bei allen meinen Gitarren so. Dadurch erreiche ich eine statische Absicherung und jeder sieht daß der Boden massiv ist :D

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lackierung

Beitrag von stringbender »

der Lack ist jetzt vollständig aufgetragen. Nun fehlt noch die Politur.

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Steg

Beitrag von stringbender »

So, jetzt kann der Steg aufgeleimt werden. Leider habe ich verpasst Bilder von der Fertigung des Stegs zu machen. So ein Steg ist jedesmal ein Haufen Arbeit, bis alles genau stimmt. Dabei ist gerade beim Steg die Holzauswahl besonders wichtig. Holz das nicht "singt" wird heir nicht verwendet.
Bild

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Den Lack der Gitarrendecke habe ich an der Leimfläche mit einem scharfen Stechbeitel entfernt. Das Werkzeug muss mindestens Rasiermesserschärfe haben, sonst funktioniert's nicht. Hier mit der Schieblehre noch einmal die Kontrolle der Lackstärke. "10" auf der Messuhr bedeuten 0,1mm. Die Lackstärke beträgt also ca. 0,06mm. Das ist für eine Spielweise àla Tommy Emmanuel natürlich ungeeignet, dafür aber perfekt für den Sound.

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Mitternacht
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Beitrag von Mitternacht »

... wie könnte man den Klang dieser Holzkombintion beschreiben?
Geht der so in Richtung Fichte/Palisander oder eher in Richtung Mahagonie?
Aussehen tut sie jedenfalls nach schönem warmen Klang.
Auch die Schalllochrosette ist ausnehmend schön! Sowas gefällt mir!

Gerlinde,
die immer noch von so einem schönen Teil in verkleinerter Ausführung träumt. :P
Das Leben ist schön!!!
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Klang

Beitrag von stringbender »

Hi Gerlinde,

Cocobolo ist botanisch eine Palisanderart. Der lateinische Name lautet dalbergia retusa. Alle Palisanderarten fangen mit dalbergia an (Riopalisander/ dalbergia nigra, Ostindischer Palisander / dalbergia latifolia,... usw.).
Der Klang ist auch eindeutig Palisander. Sehr klar mir kräftigen Bässen und strahlenden Höhen. Voll und rund, ohne bestimmte Frequenzen hervorzuheben. Ich baue die Gitarre demnächst auch in einer kleineren Form.

Solche Träume sind also mit Geld zu erwerben :mrgreen:
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Beitrag von Admin »

Wirklich sehr schon anzuschauen! Machst Du auch Schallochverzierungen in Form dieser kelischen Arabesken ? Das würde unbedingt passen, scheint mir.
PuMi

Beitrag von PuMi »

Admin hat geschrieben:Wirklich sehr schon anzuschauen! Machst Du auch Schallochverzierungen in Form dieser kelischen Arabesken ? Das würde unbedingt passen, scheint mir.
Ich finde die Schallochverzierung hat sowas von M.C. Escher
stringbender
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Schallochringe

Beitrag von stringbender »

Also, mit den Kelten hab' ich's nicht so :D

Escher passt schon eher. Ich hab' das Muster mal bei meinem Intarsienspezialist gesehen. Auf Anfrage hat er dann eine Batterie Schallochringe daraus gemacht. Ich hab' noch ein anderes Motiv (mit Mäandermuster) auf Lager. Die Würfel gefallen mir aber zu Zeit besser.
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Re: Schallochringe

Beitrag von guitar-hero »

stringbender hat geschrieben:... Die Würfel gefallen mir aber zu Zeit besser.
Yep. Die sind wirklich schick.

Wer auch immer sie macht ... vielleicht hat er ne Kamera.(?)
Wäre sicher mal interessant für viele Leser, wie diese Rosetten entstehen.
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"Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur zu selten dazu."
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