Irish Bouzouki

Hier kann man sich über die Verwandten der Gitarre aus der Lautenfamilie austauschen: Mandoline, Mandola, Bouzouki

Moderator: RB

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Tela
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Irish Bouzouki

Beitrag von Tela »

Hallo zusammen,

Mein erster Beitrag. Vielleicht ne kurze Vorstellung: Ich heiße Torsten, bin knapp unter 50 Jahre alt und seit rund 1,5 Jahren begeistert von der Mandoline und musikalisch derzeit vor allem in irischer Musik unterwegs. Daher hat sich jetzt recht schnell ein gewisses Interesse an einer Irish Bouzouki eingestellt und dachte, ich könnte nach Erfahrungen, Meinungen u.ä. wegen dieses Instrumentes fragen. Instrumente, die so aus der Ferne nett aussehen - und falls Soundbeispiele geboten sind - auch nett klingen, wären diese hier:

https://hobgoblin.com/gr33015-ashbury-a ... i-flat-top

https://zupfgeige.com/vielsaitig.htm#folk-instrumente

https://folkfriends.com/Folkfriends+Iri ... osette.htm

https://guitar-shop.de/produkt/pro-arte ... -bouzouki/

Kann irgendjemand vielleicht zu einem Instrument besonders raten - oder auch davor warnen. Oder gibts auch noch alternative Möglichkeiten? Würde mich über Anregungen freuen.

Beste Grüße
Torsten
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Angorapython
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Re: Irish Bouzouki

Beitrag von Angorapython »

Bisher war alles, was "Ashbury" drauf geschrieben hatte schlecht, was ich in der Hand hatte. Allerdings war das jetzt doch schon länger her, vielleicht ist das ja jetzt anders.
Ein Akkord ist eine feine Sache. Mit 2 Akkorden will man es vom Anspruch her wirklich wissen. Nimm 3 Akkorde, und du stehst knietief im Jazz. L. Reed
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IrishFan
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Re: Irish Bouzouki

Beitrag von IrishFan »

Der Sprung von Mandoline auf Bouzouki ist nicht ohne, abhängig davon welche Erfahrung Du mit anderen Saiteninstrumenten noch neben der Mandoline hattest.

Ich würde da erstmal dazu raten, eine Bouzouki irgendwo anzuspielen ... bei Bekannten ... in einem Musikladen ...
Ich rate davon ab, sich eine Bouzouki irgendwo zu bestellen. Nimm Dir die Zeit ... mach Dich auf die Suche ... wo Du eine (am bestenen aber mehrere ) Bouzoukis anspielen kannst.

München:
==> https://guitars.de/stevens-custom-guita ... is-neubau/

Köln:
==> http://www.bosch-guitars.de/Instrumente ... zouki.html

Auch die Folk-Ecke bei Thoman könntest Du Dir anschauen.
... danach wusste ich, was ich nicht wollte ;-)

Folkfriends in Hamburg hast Du ja auf Deiner Liste.

Hör Dich um, wo es in Deiner Nähe Irish Sessions gibt.
Evtl. gibt es da ja auch jd. der eine Bouzouki hat.
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landmesser
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Re: Irish Bouzouki

Beitrag von landmesser »

Moin,

Ich bin auf der Fahrt in den Urlaub bei Thomann gewesen und habe drei Oktavmandolinen angespielt, Nein, angespielt nur zwei. Ergebnis:

1. Hora mit Tonabnehmer: Nicht angespielt, da ich sie habe. Gut spielbar auch über PA, der Klang, der auf Mitteltermärkten typisch ist.

2. Thomann Oktavmandoline Standard: Klang wie unter 1., aber ein klobiger, für mich nicht spielbaren Hals.Sofort wieder weggelegt.

3. Gold Tone: Klang richtig gut und voll, liess sich auch super spielen. Ist den Mehrpreis gegen 1. und 2. sicher wert.

Warum ich trotz der Frage nach Bouzouki über Oktavmandolinen schreibe? Es sind fast die gleichen Instrumente. Einfach mal ausprobieren.

Viele Grüße
landmesser

ps: Die meisten Instrumente der unteren Preisklassen werden von Hora on Rumänien gebaut und hier unter verschiedenen Labels angeboten.
Der sich die rechte Socke nicht mehr mit der Zange anzieht
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IrishFan
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Re: Irish Bouzouki

Beitrag von IrishFan »

Genau! So ist es: Selber in die Hand nehmen und anspielen, dann weiß man eher, was man selbst möchte.

1. + 2. waren eher das, was ich vom Klang her eben nicht wollte (Keine Wertung! Persönliche Präferenz).
3. gab es bei meinem Besuch nicht bei Thomann ... vielleicht wäre es dann die geworden.

Inzwischen habe ich die Oktavmandoline Eastman MDO305 gebraucht gekauft von einem Forummitglied :-). Damit bin ich sehr zufrieden.
landmesser hat geschrieben:
So Jul 25, 2021 11:58 pm
Warum ich trotz der Frage nach Bouzouki über Oktavmandolinen schreibe? Es sind fast die gleichen Instrumente. Einfach mal ausprobieren.
Unterschied liegt zum einen in der Mensur: 50-55cm bei der Oktavmandoline und um die 65cm bei der Irish Bouzouki.
Das wirkt sich sicherlich auch auf den Klang aus!
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scifi
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Re: Irish Bouzouki

Beitrag von scifi »

Die Ashbury und die Redwood könnten sogar fast das gleiche Instrument sein: "die China-Irish-Bouzouki", die unter verschiedenen Verkaufsmarken angeboten werden (Ähnliches gibt es bei "dem China-Tenorbanjo"). Ich hatte mal so eine in meinen 10 Jahren IB-Spiel von ??? - ich weiß es nicht mehr. Stanford? Auf jeden Fall sind die, die ich in der Hand hatte, für ein Ausprobieren nicht schlecht und klingen ausreichend um Spaß zu machen. Und sie haben eine Floating-Bridge, die einen wesentlich typischeren Klang erzeugt als eine fixe Brücke im Westerngitarrenstil (die dafür besser "projeziert" aber auch irgendwie sehr nach Gitarre klingen lässt).

Die alten IBs von Folkfriends kann ich nicht empfehlen - die neuen Modelle, die es aktuell dort zu kaufen gibt, kenne ich jedoch nicht. Haben auf jeden Fall einen tieferen Body, was ich gut finde, weil der Klang dann meist mehr Bässe bringt und voluminöser ist (weniger "Rasierapparat" als bei dünnen Bodies).

Auf jeden Fall würde ich aber ein Instrument mit Halsstab/Trussrod nehmen. Gerade wenn du dir etwas 'fettere' Saitensätze zusammen stellst, kommt ordentlich Zug zusammen. Und zumindest ich finde es wichtig bei einer langen Mensur, bei der ich öfter in die hohen Langen muss, auch eine gute flache Saitenlage möglich zu machen! Die Doppelbesaitung kann ordentlich Kraft erfordern.

Und ich stimme den Kollegen zu: Ausprobieren ob man überhaupt mit der langen Mensur klar kommt ist wichtig. IB ist meiner Meinung nach echt sehr speziell, weil man in der Quintenstimmung zusammen mit dem langen Hals bei schnelleren Melodien an seine körperlichen Grenzen kommt. Dann heißt es Mit Capo tricksen und sich vor allem gut auf dem Griffbrett auskennen, um mit offenen Saiten, exotischen Akkordumkehrungen etc. dem Instrument Herr zu werden. Meiner Erfahrung nach auf jeden Fall eine ganze Menge Arbeit, wenn man mehr als ein paar Akkorde schlagen will. Ich habe nach 10 Jahren aufgegeben und beschränke mich auf meine Oktavmandoline, bei der ich in jeder Lage zumindest noch eine Quinte greifen kann ;-) Die setzt sich auch besser im Ensemble durch - das erste was bei Irish Folk-Session meiner Erfahrung nach "absäuft" ist die IB... Die OM aber bald dannach, wenn sie auf GDAD/E gestimmt ist :aua:
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