Rundmandoline

Hier kann man sich über die Verwandten der Gitarre aus der Lautenfamilie austauschen: Mandoline, Mandola, Bouzouki

Moderator: RB

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tele
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Re: Rundmandoline

Beitrag von tele »

Die habe ich auch schon gespielt!
Und? Ist sie die zehn Brexit-Riesen wert?
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Angorapython
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Angorapython »

tele hat geschrieben:
Die habe ich auch schon gespielt!
Und? Ist sie die zehn Brexit-Riesen wert?
Für mich auf keinen Fall! Ich habe auch die Monteleone ausprobieren dürfen, Trevor ist super, aber die teureren Instrumente haben mich nicht mehr angesprochen als die Weber, die ich dann gekauft habe. Die Northfields haben mir auch gefallen und für meinen Geschmack die beste war eine Gibson Master Model. Aber auch nicht billig.
Der Laden ist aber schon super!
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aberlouer

Re: Rundmandoline

Beitrag von aberlouer »

Da hätte man im Juli 2011 zuschlagen müssen, denn da stand das Pfund bei 1,11 Euro. Im Moment steht das Pfund bei 1,27 und steigt. Von einem historischen Tief kann da wohl keine Rede sein.
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Angorapython
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Angorapython »

aberlouer hat geschrieben:Da hätte man im Juli 2011 zuschlagen müssen, denn da stand das Pfund bei 1,11 Euro. Im Moment steht das Pfund bei 1,27 und steigt. Von einem historischen Tief kann da wohl keine Rede sein.
Historisches Tief wohl nur im Vergleich zum Dollar. Aber solche Detail sind für die Schlagzeilenmacher nicht von Belang!
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Angorapython
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Angorapython »

tele hat geschrieben:
Die habe ich auch schon gespielt!
Und? Ist sie die zehn Brexit-Riesen wert?
John Prine hat das, wohl nicht ganz jugendfrei, so erklärt:

I met a girl from Venus, and her insides were lined in gold
Well, she did what she did said "How was it, kid?"
She was politely told
"Pretty good, not bad, I can't complain
But actually everything is just about the same."
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tele
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Re: Rundmandoline

Beitrag von tele »

Da hätte man im Juli 2011 zuschlagen müssen, denn da stand das Pfund bei 1,11 Euro.
2011 war der Euro überhaupt stark. Da habe ich mir im Mandolinstore in den USA meine Breedlove FF bestellt.
"Sight unseen" wie es so schön heisst, Aber bereut habe ich es nicht...

@chris1: Wenn für dich eventuell auch eine A-Mandoline mit F-Löchern in Frage käme, könnte ich dir eine The Loar LM 220 ans Herz legen. Thomann bekommt die erst im August wieder, bis dahin kann das Sparschwein noch ein bisschen gemästet werden.

F-Löcher verursachen einen Ton, der ein bisschen mehr die mittleren Frequenzen betont, und nicht so bassig ist, wie der von Rundlochmandolinen, aber fürs reine Melodiespiel oder für kurze Chop-Chords kann das durchaus von Vorteil sein.

Hier ein kleines Demo, erst die Breedlove dann die The Loar
Und hier jemand, der etwas flinker spielt.
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

Momentan ist mein Ferkel wirklich noch recht ausgehungert, wird also dauern :mrgreen: . Festgelegt hab ich mich noch lange nicht.

Die kleine Guriema entwickelt sich vom Klang her sehr gut, hab allerdings heute morgen Haarrisse im Hals-Korpus-Bereich entdeckt :? . Kann evtl. mit der extremem Luftfeuchtigkeit der letzten Tage zusammenhängen oder durch das Einspielen? Immerhin kam die Mandoline ja nicht taufrisch vom Mandolinenbauer und fristete ihr Dasein recht lange im Lager des Händlers. Ich denke daher, wird wohl normal sein, das Holz arbeitet, der Lack ist ausgehärtet, kein Reklamationsgrund. Es stört mich jetzt nicht so sonderlich.
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

So, meine Dicke bekommt Gesellschaft :D : eine Eastman MD 304. Man gönnt sich ja sonst nix :whistler:
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tele
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Re: Rundmandoline

Beitrag von tele »

Super! So eine A-Mandoline mit ovalem Schallloch würde mir auch gefallen. Aber erst mal steht eine vernünftige Rundmandoline auf dem Programm.
Beim Bopp kommen die Guriemas erst im Herbst. Wie ist das da mit der Sattelbreite? Ich spiele zur Zeit ein paar kleine Stücke von Marlo Strauss, da kommen Akkorde mit Leersaiten drin vor, auf der Suzuki krieg ich die einfach nicht sauber gegriffen, zu eng (28mm). Und du hast Recht, der Hals hat ein unangenehmes Profil.
Bei den meisten Instrumentenbauern gibt es zur Sattelbreite keine Angaben, bei Henning Doderer sind es 31mm.
Das wär doch schon ganz was anderes...

Aber dir wünsche ich erst mal viel Spaß mit deiner Eastman! Tabs und Noten für Jigs und Reels gibt es ja jede Menge im Netz.
Bei Jigs lohnt es sich übrigens, die von Anfang an DUD DUD zu zupfen. klingt einfach echter.
Ich habe sie erst DUD UDU gezupft und musste mich dann mühsam umgewöhnen... :wink:
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

Hach, ich wollte gerade die Sattelbreite bei meiner Guriema messen, aber die ist ja momentan bei Meister Stoll :lol: Ich war gestern mit vollem Kofferraum bei ihm und laß mir von ihm auch die Dicke ordentlich einstellen. Außerdem hat mein Lehrer mir geraten, unterhalb des Schallochs einen Mini-Schlagschutz aufkleben zu lassen, wäre sinnvoll. Die Suzuki hat ja dieses kratzfeste Kunststoffteil.

Ich denke aber, die Sattelbreite dürfte wie bei der Suzuki sein. Ich hab kleine Hände und schmale Finger, aber ich tu mir bei Akkorden noch sehr schwer, ist auch schlicht und ergreifend sehr ungewohnt. Haben evtl. "Konzertmandolinen" einen breiteren Sattel? Die Mandoline Hopf Nr. 28 MA hat z.B. 30 mm. Bei Guriema sind ja nach Wunsch auch andere Maße möglich.

Was Tabs, Noten und Zupfmuster für die Eastman angeht, da fang ich mit der Suche erst an. Mandoline ist ja auch noch unterwegs :wink: .

Für die Dicke hab ich mir gerade das Heft von John T. La Barbera geholt, mit süditalienischen Mandolinenstücken. Das wollen wir im Unterricht mal durcharbeiten (neben dem Gitarrenunterricht).

Jetzt schau ich mal in die Sendungsverfolgung, ob sich da endlich was getan hat ;-)
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Re: Rundmandoline

Beitrag von tele »

Haben evtl. "Konzertmandolinen" einen breiteren Sattel?
Ich glaube eher, der Unterschied liegt in der italienischen und deutschen Art die Mandoline zu spielen.
Ganz grob verallgemeinert wird in der italienischen Schule eine Geige imitiert, also eher einstimmige Melodien im Tremolo gespielt.
Dafür reicht ein schmaleres Griffbrett, wie zum Beispiel Emberghers eins haben.
In der deutschen Art kommen Elemente der Konzertgitarre ins Spiel, also etwa zerlegte Akkorde.
Ich spiele zur Zeit gerade die Milonga by Marlo Strauss, das sind fast nur zerlegte Akkorde im 3.3.2 Rhythmus, unter anderem auch ein Akkord, wo der erste Finger den ersten Bund der A-Saite greift, und die D-und E-Saite leer klingen müssen. Egal, wie senkrecht ich den Zeigefinger aufsetze, eine der beiden Saiten muss dran glauben, E oder D.
Für diese Art zu spielen, werden deutsche Rundmandolinen wahrscheinlich mit etwas breiterem Griffbrett gebaut.
Unterschieden wird da zwischen "Orchester-" und "Solistenmandoline". Dem Orchestermodell fehlt meistens die Griffbgrettverlängerung über den 20.Bund hinaus, aber von der Breite her sind die wohl gleich.

Ist in dem Buch mit den süditalienischen Stücken auch die bekannte Wedding-Tarantella!? Das macht bestimmt Spaß, solche Stücke mit Gitarrenbegleitung zu spielen.
Vielleicht bestelle ich mir das Buch auch mal...
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

Traditional Southern Italian Mandolin, da gibt es eine Inhaltsangabe.

So, meinereiner muß jetzt zum Unterricht :guitar1:
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

Nun ist die kleine Eastman endlich angekommen :bide:

Und schon eine Dummie-Frage : für den Fall, daß der erste Saitenwechsel mal nötig wäre und ich dann vor einem Rätsel stehe :oops: , muß die Abdeckung des Tailpiece nach hinten weg geschoben oder von unten nach oben gedrückt werden? Nicht daß die rohen Kräfte sinnlos in die falsche Richtung walten :wink:
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Re: Rundmandoline

Beitrag von tele »

Bei meiner The Loar führe ich die seltenen Male, wo ich mich zum Saitenwechsel überwinden kann, eine Kombination beider Bewegungen aus.
Also ich greife unter den gezackten Rand und hebe die Abdeckung dann nach hinten oben ab, ähnlich wie ein Kipplaster.
Aber ich übernehme hier keinerlei Verantwortung...
Wie ist sie denn vom Klang her? Inspiriert sie dich zu anderer Musik als die Guriema?
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Re: Rundmandoline

Beitrag von Chris1 »

Einen Saitenwechsel werde ich wohl demnächst doch angehen (müssen).... bin zwar absolut nicht scharf drauf, aber die 11er D'addario sind schon ziemlich stramm, wenn man's nicht gewohnt ist. Die Mandoline ist optimal eingestellt, aber ich denke, der Wechsel auf einen 10er Satz ist kein Problem. Ich warte noch etwas ab, vielleicht ist es wirklich nur reine Gewohnheitssache. Momentan hab ich das Gefühl, durch den größeren Kraftaufwand ermüdet die Hand schneller und ich greife dann unsauber. Ich drücke zur Zeit sowieso viel fester als eigentlich notwendig. Typischer Anfängerfehler.

Wegen der Tailpiece-Abdeckung dachte ich schon, das Teil läßt sich partout nicht bewegen, aber geht schon (Schieben)

Ich hab mich noch etwas durch das Mandolinecafe-Forum gearbeitet und ein paar Tipps gefunden, z.B. die Abdeckung mit Hilfe eines eingeklemmten dünnen Tuches nach hinten abzuziehen, vermindert die Verletzungsgefahr für beide Seiten :mrgreen: . Guggst du Werde ich dann mal ausprobieren, wenn es soweit ist.

Vom Klang her paßt die Eastman genau für die Irish-Folk-Richtung, für die ich sie mir ja letztendlich angeschafft hab. Die Guriema ist fürs Klassische gedacht. Und (Überraschung meinerseits: das gibt es ja auch noch!!!! :wink: ) für italienische Folklore, was mich nun auch reizt. Ich stelle fest: ich hab mir mal wieder viel zu viel vorgenommen :shock: ..................

Ich bin nun gespannt, wie sich die Guriema spielen läßt, wenn ich sie bei Christian Stoll wieder abhole. Frische Saiten, neu eingestellt und er wollte auch am Steg etwas nachschleifen. Die Saiten werden dann erst wieder gewechselt, wenn sie abfallen :lol: .
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