Fragen zu Vintage Nationals...

Der Admin hat ein Herz für Blueser. Aber man kann doch auch Bluegrass damit machen, oder ?

Moderator: RB

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Guitar
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Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Guitar »

hallo,

was würde dagegen sprechen, statt des stückchen ahorn als bridge, einen knochensattel einzubauen, damit mann zb die saiten besser ziehen kann, sie besser flutschen etc... - wieso macht das keiner? :?:
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Guitar
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Allgemeine Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Guitar »

update: frage verändert und titel...
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Gitarrenmacher
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Gitarrenmacher »

Guitar hat geschrieben:hallo,

was würde dagegen sprechen, statt des stückchen ahorn als bridge, einen knochensattel einzubauen, damit mann zb die saiten besser ziehen kann, sie besser flutschen etc... - wieso macht das keiner? :?:
Also als Steg (bridge) einen Sattel einzubauen macht schon mal gar keinen Sinn :lol:

EInen Knochensteg einbauen ist schon oft gemacht worden. Habe ich auch schon auf ausdrücklichen Kundenwunsch gemacht, und nach ein paar Wochen wieder zurückgebaut. Klingt nicht mehr wie die meisten es mögen.
Was ganz gut funktioniert, um den Stegkerben ein wenig mehr Härte und Widerstandskraft zu geben, ist eine sehr dünne Auflage aus Eben-oder Schlangenholz zu machen.
Ich habe da subjektiv keinen Unterschied im Klang feststellen können. (Aber mein Frequenzgang hat sich auch merklich verschmälert)
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tomis
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von tomis »

Habe ich mal bei einer tricone gemacht
Klang sehr harsch
mit Blues und Gruß
Thomas
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Guitar
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Guitar »

:idea: ja sorry, hab an knochensteg/-bridge gedacht und knochensattel vor meinem geistigen auge gesehen, da die bisquitbridges ja von der form so ähnlich ausschaun...

interessant, das das tonal so einen unterschied macht. mir hat ein gitarrenbauer einmal einen sattel und steg aus knochen auf eine Gibson L-1 reissue gefertigt, wo vorher kunststoff war. danach war ich geschockt, weil die gitte insgesamt viel ausgewogener klang, leiser und nicht mehr so giftig. ich hab 2-3 wochen gebraucht, bis ich mich dran gewöhnt hatte und dann in den aufnahmen gemerkt, das es deutlich besser klang als vorher...

meine triolian sirrt halt auf dem hohen e und h, seitdem ich sie mit 10er martin retro saiten spiele, das muß beendet werden. ich habe bedeutend mehr spielspaß, seitdem ich 10er drauf hab wie auf meinen e-gitten, bzw. martin retro wie auf den parlor, paßt auch besser zu meinem bluesstil.

hat mal jemand einen metallsteg getestet auf ner vintage national?
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Gitarrenmacher
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Gitarrenmacher »

Guitar hat geschrieben: meine triolian sirrt halt auf dem hohen e und h, seitdem ich sie mit 10er martin retro saiten spiele, das muß beendet werden. ich habe bedeutend mehr spielspaß, seitdem ich 10er drauf hab wie auf meinen e-gitten, bzw. martin retro wie auf den parlor, paßt auch besser zu meinem bluesstil.

hat mal jemand einen metallsteg getestet auf ner vintage national?
:shock: :contra:
Schau dir mal den Winkel an, mit dem die Saiten über die Bridge laufen. Dann bedenke den Unterschied des Saitenzuges und den daraus resultierenden Druck auf die Bridge. Ich denke, die Saite springt auf der Bridge. Für 10er Saiten ist so´n Ding nicht konzipiert. Das wäre, als würdest du auf einen 911 Porsche GT3 155/75er Reifen aufziehen.
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tomis
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von tomis »

Gibt es klemmstege ?
mit Blues und Gruß
Thomas
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Guitar
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Guitar »

Gitarrenmacher hat geschrieben:
Guitar hat geschrieben: Schau dir mal den Winkel an, mit dem die Saiten über die Bridge laufen. Dann bedenke den Unterschied des Saitenzuges und den daraus resultierenden Druck auf die Bridge. Ich denke, die Saite springt auf der Bridge. Für 10er Saiten ist so´n Ding nicht konzipiert. Das wäre, als würdest du auf einen 911 Porsche GT3 155/75er Reifen aufziehen.
guter tip! kenne ich eigentlich von meinen paulas: stoptail saiten falsch rum rein (wrappen), damit sie nicht so steil auf abr bridge laufen & e+h an mechanik hoch wickeln, nicht runterlaufend, auch wegen winkel = kann man saiten besser ziehen (und beim wrappen soll auch die tonÜ bessser sein). aber das mal auf die national zu extrapolieren, da hat mann manchmal nen brett am kopp, tsss...

nichtsdestotrotz sind die 10er alternativlos, aber egal, ich probiers die tage mal mit 11ern nen halbton runtergetuned.
die e springt tatsächlichmanchmal aus der bridgekerbe, wenn ich zu wild die saite ziehe - klingt aber p0rnös gut :pro:
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OldBlues
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von OldBlues »

Bluesopa hat geschrieben:Eine Reso gehört einfach auch wie eine Reso gespielt, nicht nur wie eine anders aussehende "normale" Gitarre ...
...so isses! 8)
Und .013er Saiten sind nun mal, ob des Runterstimmens bei open D/open G, wärmstens zu empfehlen.

Aber jedem sein Himmelreich... :mrgreen:
„simple music is the hardest music to play, and blues is simple music“ ... Albert Collins

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Guitar
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Guitar »

:?: steht bei einem neck reset einer single cone auch eine leichte unterfütterung des auf der metalldecke aufliegenden griffbretts an, da ja das griffbrettende dann von der decke wegbewegt wird. oder holt man die decke ran per anschrauben des halses mit den 3 schräubchen und hat dann ne leichte wölbung in der decke?
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bluesballads
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von bluesballads »

Wenn du es genau wissen willst, solltest du einen guten Resonator-Restaurator befragen - Gottfried Gfrerer hat z.B. eine Menge Erfahrung und ist bekannt für nicht-verbastelte Vintage-Nationals.
Ansonsten kommt es auf den Fall drauf an: die höhere Saitenlage geht ja üblicherweise mit einem mit der Zeit leicht Bananen-förmigen oberen Griffbrettverlauf einher. Den will man ja nicht unbedingt erhalten, und ein Anziehen der 3 Griffbrettschrauben würde vermutlich eher das Griffbrett im 12. Bund zurück-knicken (auf die ungesunde Art und Weise, da es dort wegen der Bundschlitze instabiler als die Decke ist).
Fachmann fragen! Denn dass es Nationals mit Reset und unterfüttertem Griffbrett gibt, heißt nicht, dass das die optimale Lösung ist: das ursprüngliche Griffbrett verlief vordem ja auch mal gerade auf der Decke (ohne Unterfütterung)...
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von Johnny »

OldBlues hat geschrieben:
Bluesopa hat geschrieben:Eine Reso gehört einfach auch wie eine Reso gespielt, nicht nur wie eine anders aussehende "normale" Gitarre ...
...so isses! 8)
Und .013er Saiten sind nun mal, ob des Runterstimmens bei open D/open G, wärmstens zu empfehlen.

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ich spiele sogar 0.12er Saiten. Safty bleiben.
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National Single Cone

Beitrag von Guitar »

nabend,
ich habe ein national resophonic single cone aus den 90er jahren mit einem haarriß/crack im übergang kopfplatte/hals längs zum hals etwa 8 cm und der geht bis in den unteren fensterkopf etwa hälfte fensterkopfinnenseite. ist schon älter, stimmung hält. crack ist aber deutlich sichtbar...

die will ich nun verkaufen, bin aber zu faul die zum gittenbauer zu schicken, reparieren zu lassen etc - wieviel € würdet ihr vom preis abziehen deswegen?
und was kann mann für so ne hübsch angerockte 90er national noch nehmen?
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tomis
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von tomis »

bild ?
mit Blues und Gruß
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Re: Fragen zu Vintage Nationals...

Beitrag von bluesballads »

Das hängt natürlich auch vom Modell und Baujahr ab: in den 90ern waren es meist Style O, gerade die ersten mit dem fetten "Baseballschläger"-Hals ohne Halsstab bzw. nur mit fixem Stab innen. Ich liebe die, der moderne Player wohl weniger...
Oder ist sie eine der Holz-Singlecones, mMn noch ein wenig unbeholfen im Styling (F-Löcher leicht schräg, etc.)?
Je nach Modell bekommt da nur einen vernünftigen Betrag, wenn der Käufer die Details auch wirklich wertschätzt. Mit dem Crack (oder doch nur Haarriss?) kann die Kauflust sinken - ich habe momentan leider das Gefühl, dass der Markt recht gesättigt ist.
Mach doch mal Bilder und verrate die Daten (Modell, Baujahr...)!
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