Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

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Niels Cremer
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von Niels Cremer »

Ah ja, das klingt dann ziemlich eindeutig. Kannst du neue Kabel an den PU löten?

LG,
Niels
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

Niels Cremer hat geschrieben:Ah ja, das klingt dann ziemlich eindeutig. Kannst du neue Kabel an den PU löten?

LG,
Niels
Ich hab Bedenken dann die Garantie zu verlieren. Bis jetzt ist der PU noch so wie gekauft, abgesehen davon dass ich die Kabelenden abisoliert und verzinnt habe.
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jab
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von jab »

Wie bereits im andern Faden erwähnt, fallen die PUs zum Teil ab Werk manchmal aus. Manchmal hilft nachlöten der Anschlussösen am Pickup, manchmal ist der PU-Draht auch einfach gerissen, gelegentlich durch das Aufschieben der Kappe. Was zeigt dein Ohmmeter an? Durchgang oder maximalen Widerstand? Bei "Durchgang" ("0") liegt der Fehler vielleicht vielleicht im weiteren Verlauf oder ein Häärchen macht einen Kurzschluss an den Anschlussösen. Bei "1" liegt der Fehler vermutlich bei den Terminals am Pickup oder das Kabel ist unterwegs in den Spulen gerissen. Nachdem die ja gestackt sind, kannst du die Spulen separat durchmessen und den Fehler einkreisen.
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

Das Ohmmeter zeigt 1 an, Jab.
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jab
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von jab »

Da sind ja vier Ösen in der Grundplatte, Eingang und Ausgang jeder Spule liegen da an und dann gibt es noch eine Verbindung zwischen zwei Ösen, das ist die Verbindung der beiden Spulen. Alles Stück für Stück durchmessen, auch die Anschlusskabel.
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

jab hat geschrieben:Da sind ja vier Ösen in der Grundplatte, Eingang und Ausgang jeder Spule liegen da an und dann gibt es noch eine Verbindung zwischen zwei Ösen, das ist die Verbindung der beiden Spulen. Alles Stück für Stück durchmessen, auch die Anschlusskabel.
Danke Jab, das schaue ich mir dann die Woche mal abends an.
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

jab hat geschrieben:Da sind ja vier Ösen in der Grundplatte, Eingang und Ausgang jeder Spule liegen da an und dann gibt es noch eine Verbindung zwischen zwei Ösen, das ist die Verbindung der beiden Spulen. Alles Stück für Stück durchmessen, auch die Anschlusskabel.
Das wären die Messergebnisse. Zwischen weiß und Masse kommt die 1. Das gleiche Ergebnis kommt wenn ich zwischen weiß und der Brücke rechts messe. Zwischen der Brücke und dem Masseanschluss messe ich 5 kOhm.

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jab
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von jab »

berndwe hat geschrieben: Das wären die Messergebnisse. Zwischen weiß und Masse kommt die 1. Das gleiche Ergebnis kommt wenn ich zwischen weiß und der Brücke rechts messe.
Das ist klar, weil eine Spule nicht funktioniert, also muss das gesamtergebnis auch "1" sein. Die Spule zwischen weiß und Brücke ist defekt. Die andere zeigt mit 5k den zu erwartenden Widerstand an.
berndwe hat geschrieben: Zwischen der Brücke und dem Masseanschluss messe ich 5 kOhm.
Der Fehler kann also zwischen "Öse Weiß" und der Spule liegen, in der Spule selbst, zwischen Ende der Spule und der dazugehörigen Öse der Brücke oder zwischen der einen Öse der Brücke und der Brücke.

Das ist zwar oft reparierbar, aber...
Das ganze selbst zu löten ist insofern nicht einfach, als dass der Spulendraht einfach verdampft, wenn man zu lange mit dem Lötkolben draufbleibt, zum Andern kommt dazu, dass der Spulendraht lackiert ist und sich deshalb erst mal nicht löten lässt. Es ist eine fummelige Angelegenheit. Ruf mal bei Rockinger an. Ich hab Fender bei den Dingern als recht kulant erlebt, wohl weil diese Pickups wirklich (relativ) oft defekt sind.

Beste Grüße,
Jab
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

Danke Jab!

An die Reparatur will ich mich nicht wagen, zumal der PU fabrikneu ist. Ich hab Rockinger angeschrieben (ans Telefon ist niemand gegangen).
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RB
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von RB »

Hast Du einmal den Messbereich 20 kOhm probiert ? 5 kO mit dem Bereich bis 200 zu messen, scheint mir fehlerträchtig zu sein.
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

Du hast natürlich recht, Reinhard, aber ich hab auch im kleineren Messbereich gemessen mit dem gleichen Ergebnis. Nur bei einer der beiden Spulen lässt sich ein Widerstand messen (5kOhm). Die beiden anderen Tonabnehmer haben 10kOhm.

Ich hab den PU inzwischen zu Rockinger zurückgeschickt und bin gespannt ob die die Vermutung bestätigen.
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jab
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von jab »

RB hat geschrieben:Hast Du einmal den Messbereich 20 kOhm probiert ? 5 kO mit dem Bereich bis 200 zu messen, scheint mir fehlerträchtig zu sein.
Üblicherweise haben Pickups zwischen 5 und 15 kOhm Gleichstromwiderstand. Er hätte mit "20k" messen können, "200k" ist aber allemal völlig ausreichend.

Grüße,
Jab
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

Jetzt erinnere mich daran wie ich mal im Physikunterricht mündlich abgehört wurde. Da sollte ich auch einen Widerstand messen. Es gab Punktabzug weil ich nicht den richtigen Messbereich gewählt hatte (in der Stunde vorher war dran wie das geht).

Das ist mehr als 40 Jahre her aber seit dem Hinweis vom Reinhard sehe ich die Situation vor meinen Augen, wie wenn sie sich gerade ereignet hätte.
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berndwe
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Re: Betreutes Löten, Teil 3 - Strat-Schaltung

Beitrag von berndwe »

berndwe hat geschrieben: Ich hab den PU inzwischen zu Rockinger zurückgeschickt und bin gespannt ob die die Vermutung bestätigen.
Eben kam ein Anruf von Rockinger. Die Lötstelle an einer der beiden Spulen hatte einen Wackler.
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