d´orso böhmische Gitarre

Hier zeigen die Laien, was sie trotz linker Hände drauf haben!
soapone
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von soapone »

Hab heut abend mal mit DADGAD-Stimmung rumexperimentiert.
Das passt super zum Instrument und seinem Charakter.
Wahrscheinlich bleib ich doch bei den Saiten...
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RB
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von RB »

Eine sehr unterhaltsame Geschichte, meinen Respek für diese sorgfältige Arbeit. Die Beleistung wäre- wenn sie so ist, wie es scheint - das, was die Amerikaner "Ladder Bracing " nennen. Das ist neben und vor allem vor dem Fächer von Torres und dem "X" die häufigst anzutreffende Beleistung von Lauten, Vihuelas und Gitarren gewesen.
soapone
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von soapone »

Ja klar...
Aber weißt jemand, was der fette Balken beim Ladder-bracing konstruktiv bzw. klanglich für eine Funktion hat?
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Das ist ja vermutlich der, den ich eliminiert habe s.o. Er war zu lang und steckte zwischen den Zargen lose im Korpus. Leider spannte er wegen der geschrumpften Decke zwischen der Zarge und machte dort wüste Macken. Die Frage ist, ob das Fehlen dieses Balkens sich konstruktiv oder klanglich nachteilig auswirken wird...
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Zuletzt geändert von soapone am Di Apr 14, 2020 6:54 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von Admin »

Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, als handele es sich dabei nicht um ein Originalteil. Vielleicht kann einer der anwesenden Fachleute einmal etwas dazu sagen.
soapone
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von soapone »

Das dachte ich auch. Nachdem der BAlken aber nicht rausging ohne, dass ich ihn zersägte, kamen mir daran Zweifel. Vermutlich war das eine zusätzliche Deckenleiste um der Deckenverwerfung durch en Zug des Stegs entgegen zu wirken.
Tatsächlich hat die Decke im Moment einen Bauch unterhalb, eine Delle oberhalb der Bridge (ca. 1mm).
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RB
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von RB »

Der Bauch, so sagen mir die Gitarrenbauer immer, soll kein grundsätzliches Problem, sondern normal sein, Martin Wieland (Deerbridge) nannte die Decke sogar einmal eine Membran. Ob der mm aber im Bereich des Tolerablen liegt, kann ich nicht einschätzen. Das wird von Instrument zu Instrument je nach Bauart sicher variieren.
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Niels Cremer
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von Niels Cremer »

soapone hat geschrieben:Das dachte ich auch. Nachdem der BAlken aber nicht rausging ohne, dass ich ihn zersägte, kamen mir daran Zweifel. Vermutlich war das eine zusätzliche Deckenleiste um der Deckenverwerfung durch en Zug des Stegs entgegen zu wirken.
Tatsächlich hat die Decke im Moment einen Bauch unterhalb, eine Delle oberhalb der Bridge (ca. 1mm).
Falls du das tatsächlich gemessen hast würde mich interessieren wie? Hätte da auch eine Kandidatin zur Vermessung bei der ich optisch den Eindruck habe dass es da Bewegung/Veränderung gab in der Decke ...

LG,
Niels
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RB
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Re: d´orso böhmische Gitarre

Beitrag von RB »

Eine mir bekannte Methode ist, ein Lineal oder ähnlich unbestechlich Gerades unmittelbar hinter dem Steg quer über die Decke und damit den Bauch zu legen und die Höhe am Rand zu messen.
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