Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

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Weisstunoch
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Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Weisstunoch »

Auf der Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre bin ich letztlich bei der Godin "5th Avenue CW Kingpin II" hängen geblieben.
Die will ich demnächst mal probespielen, doch vorher eine Frage in eure Runde:
Kein reiner Jazz- oder Blues-Sound ist mein Ziel, sondern eine vielseitig einsetzbare Gitarre ohne angestrebten hohen Lärmpegel, die auch mal unplugged gut tönt, die aber am Verstärker auch noch Holz und Natürlichkeit hören lässt.
Wer hat eine solche 5th Aveneue schon unter den Fingern gehabt?
Welche Erfahrungen hinsichtlich Einsatzspektrum hattet ihr mit der Godin?
Schon jetzt mein Dank für eure Unterstüzung!
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docsteve
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von docsteve »

Diese konkret noch nicht, aber schon einige andere. Schöne Instrumente. Ich weiß nicht genau, wie es mit der Serienstreuung aussieht. Ich hab mal drei 5th Avenues nebeneinander gespielt, die sich nur in der Farbe unterschieden. Zwei waren okay, die dritte war ein Hammer. Also lieber selbst anspielen :-)
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Niels Cremer
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Niels Cremer »

Ich hatte die Kingpin ohne CW und mit nur einem P90 in der Halsposition, optisch fand ich sie Hammer, haptisch schon deutlich weniger beeindruckend und klanglich ... naja, sicher nicht schlecht aber auch nichts besonderes fand ich danals. Und rein akustisch “kann” man sie natürlich spielen, aber da darf man dann keine “Klangwelten” erwarten ... das genialste an ihr fand ich immer den Styropor-Koffer ... :D

LG,
Niels
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Rumble
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Rumble »

Weisstunoch hat geschrieben:Auf der Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre bin ich letztlich bei der Godin "5th Avenue CW Kingpin II" hängen geblieben.
Die will ich demnächst mal probespielen, doch vorher eine Frage in eure Runde:
Kein reiner Jazz- oder Blues-Sound ist mein Ziel, sondern eine vielseitig einsetzbare Gitarre ohne angestrebten hohen Lärmpegel, die auch mal unplugged gut tönt, die aber am Verstärker auch noch Holz und Natürlichkeit hören lässt.
Wer hat eine solche 5th Aveneue schon unter den Fingern gehabt?
Welche Erfahrungen hinsichtlich Einsatzspektrum hattet ihr mit der Godin?
Schon jetzt mein Dank für eure Unterstüzung!
Nun ja...."unplugged gut tönt" ist ja immer eine recht subjektive Betrachtung. KEINE Gitarre dieser Art klang akustisch in meinen Ohren bislang "gut". Man hört sie halt gut und deutlich. Mehr nicht. ;-) Am Amp klingen sie umgekehrt auch nicht wirklich nach Holz, bzw. akustisch. Vielseitig einsetzbar finde ich die Dinger auch nur sehr bedingt.

Trotzdem wollte ich auch mal eine in dieser Art und habe mir seinerzeit eine (sehr günstige, gebrauchte) Baton Rouge Fat-Mat V organisiert, da diese Gitarren wirklich sehr ordentlich gebaut sind (bzw. "waren") und quasi einen super "Rohling" abgeben. Sogar mit Edelstahlbünden drauf. Kann man nicht besser bauen für das Geld. Pickups, Schaltung, Tremplo und Tuner habe ich mit deutlich besseren Teilen ersetzt und habe jetzt eine wirklich gute Gitarre, die den Vergleich mit sehr viel teureren Gitarren nicht zu scheuen bracht.

So eine Godin hatte ich selbst noch nicht in den Fingern.
Eine neue/gebrauchte Hagstrom könnte auch eine gute Alternative sein. Die sind gar nicht mal so übel und gebraucht auch relativ günstig zu bekommen.
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
thomasS.
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von thomasS. »

Hallo, ich hatte genau diese Gitarre ungefähr zwei Jahre lang als Hauptgitarre, weil ich keine große Akustikgitarre mehr spielen kann (gesundheitliche Gründe). Die Godin klingt akustisch schon sehr laut und ist sehr resonant, aber einen schönen Jazzton, den hatte ich gesucht, kann sie nicht. Am Amp verträgt sie alle Lautstärken ohne Probleme. Als Bluesgitarre ist sie gut geeignet, auch rockige Sachen gehen, aber mir fehlte dann doch die Wärme im Ton, deswegen habe ich sie verkauft.
Für`s Üben zu Hause war sie ohne Verstärker sehr gut zu gebrauchen, als Universalgitarre wäre sie aus meiner Sicht nicht so gut geeignet. Viele Grüße, Thomas
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landmesser
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von landmesser »

Moin,

ich habe die Version ohne Cut und nur einem Tonabnehmer seit einigen Jahren.

Sowohl akustisch, über einen 5W Vollröhrenverstärker für 89 € als auch einen Blues Junior voll in Ordnung.

Einen Vergleich habe ich nicht. Warum auch, wenns mir gefällt?

Viele Grüße
landmesser

ps: Ich dachte allerdings, es ist eine Vollresonanzgitarre und Halbresonanzgitarren haben einen Holzklotz im Körper. Mag mich aber auch irren ...
Der sich die rechte Socke nicht mehr mit der Zange anzieht
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Weisstunoch
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Weisstunoch »

Danke euch allen für die interessanten Antworten!
docsteve hat geschrieben:Diese konkret noch nicht, aber schon einige andere. Schöne Instrumente. Ich weiß nicht genau, wie es mit der Serienstreuung aussieht. Ich hab mal drei 5th Avenues nebeneinander gespielt, die sich nur in der Farbe unterschieden. Zwei waren okay, die dritte war ein Hammer. Also lieber selbst anspielen :-)
Stimmt, es gibt so tolle Instrumente, man muss "nur" das Richtige finden.
Oh ja, auf jeden Fall werde ich anspielen und versuchen, mir einen Eindruck zu verschaffen!
Niels Cremer hat geschrieben:Ich hatte die Kingpin ohne CW und mit nur einem P90 in der Halsposition, optisch fand ich sie Hammer, haptisch schon deutlich weniger beeindruckend und klanglich ... naja, sicher nicht schlecht aber auch nichts besonderes fand ich danals. Und rein akustisch “kann” man sie natürlich spielen, aber da darf man dann keine “Klangwelten” erwarten ... das genialste an ihr fand ich immer den Styropor-Koffer ... :D
LG,
Niels
Na mal sehen, wie es mir ergehen wird. Habe die Godin ja noch nicht in den Händen gehabt. Den Koffer allerdings finde ich rein äußerlich sehr speziell und wenig verlockend; aber das ist ein Nebenschauplatz.
Rumble hat geschrieben:Nun ja...."unplugged gut tönt" ist ja immer eine recht subjektive Betrachtung. KEINE Gitarre dieser Art klang akustisch in meinen Ohren bislang "gut". Man hört sie halt gut und deutlich. Mehr nicht. ;-) Am Amp klingen sie umgekehrt auch nicht wirklich nach Holz, bzw. akustisch. Vielseitig einsetzbar finde ich die Dinger auch nur sehr bedingt.

Trotzdem wollte ich auch mal eine in dieser Art und habe mir seinerzeit eine (sehr günstige, gebrauchte) Baton Rouge Fat-Mat V organisiert, da diese Gitarren wirklich sehr ordentlich gebaut sind (bzw. "waren") und quasi einen super "Rohling" abgeben. Sogar mit Edelstahlbünden drauf. Kann man nicht besser bauen für das Geld. Pickups, Schaltung, Tremplo und Tuner habe ich mit deutlich besseren Teilen ersetzt und habe jetzt eine wirklich gute Gitarre, die den Vergleich mit sehr viel teureren Gitarren nicht zu scheuen bracht.

So eine Godin hatte ich selbst noch nicht in den Fingern.
Eine neue/gebrauchte Hagstrom könnte auch eine gute Alternative sein. Die sind gar nicht mal so übel und gebraucht auch relativ günstig zu bekommen.
Ja, da erwarte ich auch keine unplugged-Wunder, aber mal in kleiner Runder als hinzugenommene Tonfarbe sollte es reichen, so hoffe ich zumindest. Beim Anspielen wird es sich zeigen ...
Baton und Hagstrom hatte ich noch nicht im Blick - danke für die Hinweise!
thomasS. hat geschrieben:Hallo, ich hatte genau diese Gitarre ungefähr zwei Jahre lang als Hauptgitarre, weil ich keine große Akustikgitarre mehr spielen kann (gesundheitliche Gründe). Die Godin klingt akustisch schon sehr laut und ist sehr resonant, aber einen schönen Jazzton, den hatte ich gesucht, kann sie nicht. Am Amp verträgt sie alle Lautstärken ohne Probleme. Als Bluesgitarre ist sie gut geeignet, auch rockige Sachen gehen, aber mir fehlte dann doch die Wärme im Ton, deswegen habe ich sie verkauft.
Für`s Üben zu Hause war sie ohne Verstärker sehr gut zu gebrauchen, als Universalgitarre wäre sie aus meiner Sicht nicht so gut geeignet. Viele Grüße, Thomas
Na das klingt doch schon mal ganz gut. Das die Godin nicht den reinen Jazz-Klang bringt, hatte ich auch schon gelesen. Würde mich nicht so sehr stören. Aber stimmt schon, das Tonempfinden ist eine sehr subjektive Wahrnehmung.
landmesser hat geschrieben:Moin,
ich habe die Version ohne Cut und nur einem Tonabnehmer seit einigen Jahren.
Sowohl akustisch, über einen 5W Vollröhrenverstärker für 89 € als auch einen Blues Junior voll in Ordnung.
Einen Vergleich habe ich nicht. Warum auch, wenns mir gefällt?
Viele Grüße
landmesser
ps: Ich dachte allerdings, es ist eine Vollresonanzgitarre und Halbresonanzgitarren haben einen Holzklotz im Körper. Mag mich aber auch irren ...
Schön das zu hören/lesen, resultierend aus einem "Langzeit-Test".
Ich suche eine Begleiterin für verschiedene Stile, sie soll nicht für eine Richtung perfekt sein, sondern möglichst ein breites Spektrum recht nahe abbilden können (= variantenreicher Klang).
Voll- und Halbresos unterscheiden sich wohl in der Höhe des Korpus. Die "5th Avenue" hat keinen Sustain-Block.

So ein Forum ist etwas Wertvolles, man erhält Informationen aus erster Hand und nicht so'n Marketing-Geschwubbel.
Danke nochmals!
Eine solche Godin in Aktion, seht ihr hier, ich finde es zum niederknien: https://www.youtube.com/watch?v=DnbkOvcUnIs" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Loki
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Loki »

Der Sound im Video ist irreführend, um den hinzukriegen musst Du schon ziemlich an der PA drehen.

Just my 2ct
Wer eine universell einsetzbare Gitarre sucht sollte keine mit P90 nehmen
Wer eine Semi auch rein akustisch in kleiner Runde spielen möchte sollte sich in Richtung Gibson L5 oder Gretsch (vom Volumen her) orientieren

Preislich in der gleichen Liga wie die Kingpin II oder darunter und dabei variabler zB Ibanez AS153, Hagstrom Viking, Epi Sheraton II, Reverend Manta. Andere Hersteller (habe ich allerdings noch nicht gespielt) zB Guild, Peerless, D'Angelico

Letztendlich hilft aber nur anspielen
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Weisstunoch
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Weisstunoch »

Loki hat geschrieben:Der Sound im Video ist irreführend, um den hinzukriegen musst Du schon ziemlich an der PA drehen.
Just my 2ct
Wer eine universell einsetzbare Gitarre sucht sollte keine mit P90 nehmen
Wer eine Semi auch rein akustisch in kleiner Runde spielen möchte sollte sich in Richtung Gibson L5 oder Gretsch (vom Volumen her) orientieren
Preislich in der gleichen Liga wie die Kingpin II oder darunter und dabei variabler zB Ibanez AS153, Hagstrom Viking, Epi Sheraton II, Reverend Manta. Andere Hersteller (habe ich allerdings noch nicht gespielt) zB Guild, Peerless, D'Angelico
Letztendlich hilft aber nur anspielen
Anspielen werde ich.
Das Pedalbaord von Philipp Wiechert ist gut bestückt, stimmt.
Eine universell einsetzbare Gitarre suche ich, genau so ist es, um so mehr finde ich deine Antwort interessant! Danke dafür!
Deine Vorschläge werde ich mir näher ansehen, auch dafür mein Dank an dich!
Warum sind die P90 für dich so eingeschränkt?
tbrenner
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von tbrenner »

Hallo weisstunoch,

diese Godin Kingpin habe ich auch mal in Erwägung gezogen, als ich auf der Suche nach einem gut bezahlbaren Instrument für meinen Gelegenheits-Jazzer-Anwandlungen gesucht hatte. Grundsätzlich nicht verkehrt, aber m.E. jetzt auch nicht das einzig Erwägenswerte in der Preisklasse.

Ich bin letztlich bei der Ibanez LGB 30 (chines. Version des George Benson-Models ) gelandet + damit doch gerade sehr happy.
Kleine Hörprobe: "Im confessin" von Eric Lugosch bei mir am Esszimmertisch über den Yamaha THR gespielt + mit dem i-phone mitgeschnitten; d.h. es klingt in wirklich ( + größeren Amp..)deutlich besser... https://www.youtube.com/watch?v=w8H7KS7va_g" onclick="window.open(this.href);return false;

Die P 90- Pu´s finde ich auch etwas speziell, sie spielen ihre Stärken m.E. immer mit angezerrten Sounds aus - da sind sie kaum schlagbar. Solltest Du aber eher im Cleanmodus Songbegleitung oder Fingerstyle-Jazz spielen wollen, finde ich auch Humbucker oder aber floating Minihumbucker besser, weil wärmerer/vollmundigerer Sound + v.a. brummfrei.

Wir reden hier übrigens nicht von Halbresonanz-Gitarren ( das wären dann Gibson ES 335 + co...), sondern von Vollresonanz - / Archtop- Gitarren, die auch unverstärkt schon einigermassen einen Raum füllen können. Wobei die normale Betriebsart auch die an einem Amp sein wird.

Interessant neben den schon erwähnten Guild, Peerless + D ángelico könnten auch noch (gebrauchte..) Washburn J 4/5/6-Modelle sein. Auch Guild "De Armond" (Korea) habe ich in guter Erinnerung. Etwas höherpreisiger, aber schon sehr hochwertig wären Eastman Archtops, die m.E. durchaus schon in der Profi-Liga mitspielen. Viel Erfolg beim Suchen/Testen/Entscheiden,

tbrenner :wink:
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Weisstunoch
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Weisstunoch »

tbrenner hat geschrieben:Hallo weisstunoch,

diese Godin Kingpin habe ich auch mal in Erwägung gezogen, als ich auf der Suche nach einem gut bezahlbaren Instrument für meinen Gelegenheits-Jazzer-Anwandlungen gesucht hatte. Grundsätzlich nicht verkehrt, aber m.E. jetzt auch nicht das einzig Erwägenswerte in der Preisklasse.

Ich bin letztlich bei der Ibanez LGB 30 (chines. Version des George Benson-Models ) gelandet + damit doch gerade sehr happy.
Kleine Hörprobe: "Im confessin" von Eric Lugosch bei mir am Esszimmertisch über den Yamaha THR gespielt + mit dem i-phone mitgeschnitten; d.h. es klingt in wirklich ( + größeren Amp..)deutlich besser... https://www.youtube.com/watch?v=w8H7KS7va_g" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;

Die P 90- Pu´s finde ich auch etwas speziell, sie spielen ihre Stärken m.E. immer mit angezerrten Sounds aus - da sind sie kaum schlagbar. Solltest Du aber eher im Cleanmodus Songbegleitung oder Fingerstyle-Jazz spielen wollen, finde ich auch Humbucker oder aber floating Minihumbucker besser, weil wärmerer/vollmundigerer Sound + v.a. brummfrei.

Wir reden hier übrigens nicht von Halbresonanz-Gitarren ( das wären dann Gibson ES 335 + co...), sondern von Vollresonanz - / Archtop- Gitarren, die auch unverstärkt schon einigermassen einen Raum füllen können. Wobei die normale Betriebsart auch die an einem Amp sein wird.

Interessant neben den schon erwähnten Guild, Peerless + D ángelico könnten auch noch (gebrauchte..) Washburn J 4/5/6-Modelle sein. Auch Guild "De Armond" (Korea) habe ich in guter Erinnerung. Etwas höherpreisiger, aber schon sehr hochwertig wären Eastman Archtops, die m.E. durchaus schon in der Profi-Liga mitspielen. Viel Erfolg beim Suchen/Testen/Entscheiden,

tbrenner :wink:
Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Erfahrungen und Hinweise! Die Ibanez LGB30 ist auch ein feines Teil, guter Tipp!
In Summe sind deine Antwort und alle zuvor Gekommenen sehr hilfreich für mich, eine bessere Orientierungshilfe geht kaum.
Nun liegt es an mir und ich gehe anspielen ...
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bookwood
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von bookwood »

Es stimmt schon, dass P90-PUs leichter brummen, aber Cleansounds gehen damit trotzdem sehr gut. Zumindest war ich beim ersten ausgiebigen Test über alle Pickup-Kombinationen meiner FGN Masterfield damit hoch zufrieden. Zu hören in diesem kleinen Cubase-Projekt, bei dem Brummen trotz des kräftigen Outputs der Tonabnehmer kein Problem war: My FGN.

Als Alternative bei den preisgünstigeren Vollresonanz-Archtops werfe ich noch die Eastman AR371/372 (ES 175-Klon) in den Ring. An der schätze ich nicht nur den recht brauchbaren rein akustischen Klang, sondern auch den mit 44,5 mm etwas breiteren Hals. Wie die mit Ampunterstützung klingen kann, zeigt Rich Seversen in seinem Demo-Video sehr schön. Bei den Ebay-KA bietet gerade jemand eine AR371 zum anscheinend fairen Kurs an. - Edit 02. Mai: diese 371 ist inzwischen wech. -

Aber die Qual der Wahl kann ich dir auch nicht abnehmen. :wink:
Zuletzt geändert von bookwood am Mi Mai 02, 2018 3:41 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
von
Ralf
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JazzDude
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von JazzDude »

Die Eastmans sind feine Instrumente, ein Freund von mir hat so eine dünne Archtop mit massiver Decke, die klingt gut (auch akustisch!), sieht super aus und spielt sich butterweich.
Die oben verlinkte ES 175-Kopie hat aber wahrscheinlich ne gesperrte Decke.
Music is the best. (FZ)
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bookwood
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von bookwood »

JazzDude hat geschrieben:...Die oben verlinkte ES 175-Kopie hat aber wahrscheinlich ne gesperrte Decke.
Ja, das hat sie. Was aber für mich (nicht nur gemessen am Preis) allein kein Nachteil ist. Im Vergleich zu diversen vollmassiven AR605 und AR805 fand ich sie nicht wirklich schlechter.
Gruß
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Ralf
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Weisstunoch
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Re: Suche nach einer guten Halbresonanzgitarre

Beitrag von Weisstunoch »

bookwood hat geschrieben:Es stimmt schon, dass P90-PUs leichter brummen, aber Cleansounds gehen damit trotzdem sehr gut. Zumindest war ich beim ersten ausgiebigen Test über alle Pickup-Kombinationen meiner FGN Masterfield damit hoch zufrieden. Zu hören in diesem kleinen Cubase-Projekt, bei dem Brummen trotz des kräftigen Outputs der Tonabnehmer kein Problem war: My FGN.

Als Alternative bei den preisgünstigeren Vollresonanz-Archtops werfe ich noch die Eastman AR371/372 (ES 175-Klon) in den Ring. An der schätze ich nicht nur den recht brauchbaren rein akustischen Klang, sondern auch den mit 44,5 mm etwas breiteren Hals. Wie die mit Ampunterstützung klingen kann, zeigt Rich Seversen in seinem Demo-Video sehr schön. Bei den Ebay-KA bietet gerade jemand eine AR371 zum anscheinend fairen Kurs an.

Aber die Qual der Wahl kann ich dir auch nicht abnehmen. :wink:
Danke Ralf,
der Tipp mit der Eastman AR371/372 ist auch gut! Die 44,5 mm Sattelbreite ist tatsächlich ein gutes Argument.
Und ja, die "Qual der Wahl" bleibt mir noch.
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