Etwas für die sanften Töne gesucht

Bretter, die manchen die Welt bedeuten....

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Wolfo
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Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Wolfo »

Hallo zusammen,

Kurz und bündig:

Ich würde gerne Stücke aus meinem Akustik Repertoire (so in die Richtung Chet Atkins aber auch schöne Balladen) auf die E Gitarre übertragen.
Klar dafür gibt es Jazzgitarren und ES Modelle, lieber wär mir eine kleinere Bauform (Richtung LP)

Breiteres Griffbrett, ok gibt's nicht, mit 43mm und flachem C Profil kann ich leben.

Interessant scheint mir auch ein zusätzlicher akustischer PU.

Bei der Suche bleib ich immer wieder bei der Taylor T5z hängen, mit den Vorteilen, passt optisch, Tonabnehmer unter der Decke, stören somit nicht. Nachteil etwas eigenartige Preisgestaltung, doch einige negative Berichte.

Rein optisch und wie sie von Yoni Schlesinger gespielt wird wär die B&G Little Sister ein Traum und zum Antesten gar nicht mal soweit zu fahren. Mit dem angegebenen V Profil fürchte ich wird's nicht gehen.

Sonst habe ich mir diverse Godin Modelle angeschaut, leider noch nie eine in der Hand gehabt.

Klar, ein kauf dir diese und werde glücklich, wird nicht möglich sein, ich würd mich aber über jeden Schubser freuen.

Bauen lassen wär auch ein Thema, nur keine Ahnung an wen man sich da wenden könnte.

Danke schon mal und liebe Grüße

Wolfgang
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Rumble
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Rumble »

Das V-Profil würde mich persönlich auch nicht stören.
Im Gegenteil. Das finde ich heute sogar ganz angenehm und ich habe mich da auch realtiv fix dran gewöhnt.

Die Little Sister finde ich persönlich auch sehr klasse und ich hatte auch schon mal zufällig eine in den Fingern.
Das wäre aber nicht viele anders als auf einer Paula zu Picken. Fühlte sich sehr ähnlich an.

Die Taylor kann so etwas sicher sehr gut abbilden. Habe ich auch schon gehört und kann mir das gut vorstellen.
Das ist ja auch ihr Revier als "Hybrid". Aber das ist halt auch ein recht spezielles Teil. Nicht Fisch, nicht Fleisch irgendwie. ;-)

Wenn ich so über meine eigenen Gitarren schaue und es eine Solid-Body sein soll, dann würde ich vielleicht sogar zur Tele greifen.
Ansonsten halt doch zu meiner Semi im 355 Style, oder zur dicken Berta. (Jazz Gitarre)
Den zusätzlicher Akustik-Pickup würde ich mir wahrscheinlich schenken. Klingt ja auch nicht wirklich "akustisch". ;-)

Über meinen kleinen Jazz Amp, den ich aber eigentlich als Akustik-Amp verwende, klingt das gar nicht mal so doof.
Das habe ich mit meinen Gitarren mal ausprobiert und das gefällt mir auch ganz gut.

LG
Michael
Zuletzt geändert von Rumble am Di Jul 17, 2018 1:40 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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berndwe
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von berndwe »

Hast Du mal die Godin A6 in Betracht gezogen?

Bei YouTube findest Du einige Videos, in denen die Gitarre vorgestellt wird.
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Niels Cremer
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Niels Cremer »

Ich persönlich würde auch zur Tele greifen. Die Fender Seymour Duncan Signature Tele hat glaube ich den breitesten Hals, allerdings ist das ein Esquire-Modell sodass der Hals-PU für die schönen warmen Jazz-Sounds fehlt ... hmm.

Bauen lassen? Our very own Forumsmitglied Martin Wieland baut ja wunderhübsch anzuschauende Deerbridge-Teles, der baut dir dein Instrumnt besser als du's dir erträumen kannst! :D

LG,
Niels
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H-bone
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von H-bone »

Ich hab' da schon seit einiger Zeit ein Konzept im Kopf... X-braced Thinline-Tele Mahagoni-Korpus hohlgefräst, Fichtendecke (auf Wunsch in Burst), Herringbone, Stegplatte Palisander mit unten eingelegter Stahlplatte über dem Bridge-PU, Alnico5-Halspickup und Decken-Sensor Akustik PU. Halsbreite von 43 bis 46 natürlich alles möglich... Aber wie gesagt, noch ein Konzept.... :wink:
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Rumble
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Rumble »

Rumble hat geschrieben:Das V-Profil würde mich persönlich auch nicht stören.
Im Gegenteil. Das finde ich heute sogar ganz angenehm und ich habe mich da auch realtiv fix dran gewöhnt.

Die Little Sister finde ich persönlich auch sehr klasse und ich hatte auch schon mal zufällig eine in den Fingern.
Das wäre aber nicht viele anders als auf einer Paula zu Picken. Fühlte sich sehr ähnlich an.

Die Taylor kann so etwas sicher sehr gut abbilden. Habe ich auch schon gehört und kann mir das gut vorstellen.
Das ist ja auch ihr Revier als "Hybrid". Aber das ist halt auch ein recht spezielles Teil. Nicht Fisch, nicht Fleisch irgendwie. ;-)

Wenn ich so über meine eigenen Gitarren schaue und es eine Solid-Body sein soll, dann würde ich vielleicht sogar zur Tele greifen.
Ansonsten halt doch zu meiner Semi im 355 Style, oder zur dicken Berta. (Jazz Gitarre)
Den zusätzlicher Akustik-Pickup würde ich mir wahrscheinlich schenken. Klingt ja auch nicht wirklich "akustisch". ;-)

Über meinen kleinen Jazz Amp, den ich aber eigentlich als Akustik-Amp verwende, klingt das gar nicht mal so doof.
Das habe ich mit meinen Gitarren mal ausprobiert und das gefällt mir auch ganz gut.

LG
Michael
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docsteve
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von docsteve »

Ich habe letztlich eine Godin angespielt und fand die nicht Fisch und nicht Fleisch. Auf meiner Telecaster hingegen spiele ich Villa-Lobos, wenn mich die Lust überkommt.

Also: +1 Tele.

Und Halsprofile sind Geschmackssache. Mir käme kein V-Profil mehr ins Haus.

Viele Grüße Stephan
Wolfo
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Wolfo »

Danke Leute das ist schon mal eine Menge Holz.

Zum Halsprofil: Ich kann auch auf V und U spielen, ist aber mehr für die schnellen Sachen. Die Duesenberg habe ich mir gerade deshalb gekauft, ich war richtig erstaunt über mich wie schnell ich darauf bin (bzw wie leicht das aus der Hand geht). Nur ist das Verhältnis Fingerstyle zu rockigen Sachen 10 Stunden zu 10 Minuten. Vor allem akustisch hatte ich schon einige Sachen in der Hand, ich erinnere mich an eine wunderbare Santa Cruz. Mit dem Profil konnte ich mich nicht anfreunden und bin deswegen immer wieder bei Larrivee und in letzter Zeit Furch hängen geblieben. Also lieber das Ave Maria entspannt und den Angus Young mit ein wenig Krampf als umgekehrt.

Den Akustik PU würd ich nicht ganz außer acht lassen. Rein akustisch wird's nicht umwerfen, soll es ja auch nicht. Zum Akkorde Schrammeln sollte es reichen. Auf Youtube habe ich mal die T5 mit einem externen Preamp (glaub ein Boss AD2) gehört, das klang ganz fein. Viel interessanter wär die Möglichkeit mit dem Hals PU zu blenden.

@H-bone, ja lecker. Persönlich mag ich rein optisch Tele, ich hab aber noch nie eine richtig gespielt. Ich kann von daher gar nicht sagen was ich anders haben möchte oder was mir gefällt.
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JazzDude
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von JazzDude »

H-bone hat geschrieben:Ich hab' da schon seit einiger Zeit ein Konzept im Kopf... X-braced Thinline-Tele Mahagoni-Korpus hohlgefräst, Fichtendecke (auf Wunsch in Burst), Herringbone, Stegplatte Palisander mit unten eingelegter Stahlplatte über dem Bridge-PU, Alnico5-Halspickup und Decken-Sensor Akustik PU. Halsbreite von 43 bis 46 natürlich alles möglich... Aber wie gesagt, noch ein Konzept.... :wink:
Herringbone-Tele? Klingt super, die Idee! Wie wär's noch mit nem unbehandelten, nur fein geschliffenen Palisander-Hals? Kopfplatte in Tele-Form, aber als Fensterkopf, mit nach hinten zeigenden Mechaniken?
Verstehe ich das richtig, die Stegplatte, wo der PU drin montiert ist, soll komplett aus Palisander sein? Und da drin dann die Stegböckchen aus Stahl/Messing? Oder dachtest du mehr an einen Akustik-Steg mit Pins und Knocheneinlage?
Schraubhals oder eingeleimt (womöglich gar mit Dovetail)?
Bleibt noch die Frage: was für Saiten kommen da drauf? Monels? Flatwounds?

Halt uns mal auf dem Laufenden, was dieses Projekt angeht, am Ende könnte mich das interessieren. Mir würde wahrscheinlich auch eine Version ohne Stegpickup (also die dunkle Schwester der Esquire quasi), aber mit K&K o.ä. reichen.
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von JazzDude »

JazzDude hat geschrieben:Kopfplatte in Tele-Form, aber als Fensterkopf, mit nach hinten zeigenden Mechaniken?
It can be done.

edit: oder so?
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von JazzDude »

Klar, schnell und schmutzig. Nur um den Eindruck zu bekommen, sowas hat wohl noch keiner gemacht.
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Niels Cremer
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Niels Cremer »

Man könnte auch Banjo tuner oder Firebird-style tuner von oben reinsetzen, dann hast du slotted headstock mit traditioneller Optik der tuner buttons/Anordnung ... :D

LG,
Niels
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H-bone
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von H-bone »

JazzDude hat geschrieben:Wie wär's noch mit nem unbehandelten, nur fein geschliffenen Palisander-Hals?

Halt uns mal auf dem Laufenden, was dieses Projekt angeht, am Ende könnte mich das interessieren. Mir würde wahrscheinlich auch eine Version ohne Stegpickup (also die dunkle Schwester der Esquire quasi), aber mit K&K o.ä. reichen.
Servus Thomas,

Palisanderhals ist im Kombi mit dem wahrscheinlich sehr leichten Korpus eher kontraproduktiv sprich üble Kopflastigkeit. Palisanderhälse sind im Vergleich zu Maple mörderschwer...

Die Kopfplattenidee ist reizvoll, die Saitenführung wird vom Winkel zu den Mechaniken allerdings evtl. suboptimal, aber man kann das mal durchdenken.

Und ja, ich halte euch auf dem Laufenden, kann aber noch was dauern...

Gruss, Martin
Jorma55
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Re: Etwas für die sanften Töne gesucht

Beitrag von Jorma55 »

Ich habe mich aktuell ziemlich in die Little Sister Private Build, Cedar of Lebanon verliebt. Mal sehen...
Schau Dir mal das entsprechende Video auf der Webseite von B&G Guitars an, die Cedar of Lebanon müsste eigentlich genau in die von Dir gewünschte Richtung gehen. Eine andere Halsform (custom) und ein breiteres Griffbrett (44,3 mm) sind bei der"Private Build " optional möglich.

Michael
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