Mein Pedalboard

Moderatoren: jpick, RB, Gitarrenspieler

Benutzeravatar
Rumble
Beiträge: 3416
Registriert: Fr Jul 29, 2011 8:08 am
Wohnort: Wegberg

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von Rumble »

@berndwe

Habe das Zeug jetzt hier und bin wirklich recht zufrieden.
Das vergleichsweise kleine Ding ist schon heftig. Klingt aber auch leise wirklich noch recht gut.

Ich stelle jetzt wirklich mal alles Andere weg und teste das mal eine Weile. Klar, die große 2x12 hat halt deutlich mehr Bums, aber wo braucht man das heute noch? Klanglich ist die Kombi ToneX (als Pedal) + das Cab schon sehr beeindruckend. Alles sehr übersichtlich.

Auf "das Bord" kommt nicht mehr viel. Ein Tuner ist zwar auch im ToneX, aber da ist der Polytune schon angenehmer. Dazu noch ein zusätzlicher Switch um die Bänke etwas komfortabler zu schalten. Ein kleineres Netzteil wäre auch noch gut.

Vielleicht bleiben noch ein oder zwei zerrende Pedale, aber die müssten im Grunde auch nicht sein. Leider hat es kürzlich gerade mein Lieblingspedal erwischt.

Einen passenden Akustik-Sound muss ich noch austesten. Brauche ich ja zurzeit auch eher selten. :mrgreen:
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
Benutzeravatar
berndwe
Beiträge: 8825
Registriert: So Feb 20, 2005 3:38 pm
Wohnort: Dresden

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von berndwe »

Danke für den ersten Eindruck, Rumble. Das scheint sich ja schonmal gut anzufühlen. Ich wünsch Dir viel Spaß damit.

Als das Tonex One rauskam hatte ich mir eines als Backup für meinen HX Stomp geholt. Das Gerät an sich habe ich als sehr gut empfunden, nicht gut klargekommen bin ich mit der Handhabung der Software, mit der man sich Sounds suchen, anpassen und ins Gerät laden kann. Insbesondere das „Sichten“ in der Datenbank kam mir vor wie die sprichwörtliche Suche nach Stecknadeln im Heuhaufen. Nachdem ich dann auch mal über Amp spielen wollte, habe ich das Tonex wieder verkauft.

Aber egal, das Cab ist ja auch für andere Modeller oder Systeme einsetzbar.
Benutzeravatar
Rumble
Beiträge: 3416
Registriert: Fr Jul 29, 2011 8:08 am
Wohnort: Wegberg

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von Rumble »

Das Cab ist für alle Modeler sehr gut geeignet und auch von IK-Multimedia ja auch durchaus so gedacht.
Verkauft sich auch gerade richtig gut.

Du hast sicher bei dem ToneX One in der "ToneNET" Cloud gesucht?
Das ist schon ein bisschen anstrengend und nervig. Wobei es da schon ganz praktische Filter gibt und eine Suche gibt. Am Gerät ist der Kleine auch völlig dämlich zu bedienen.

Ich benutze eigentlich nur spezielle externe '"Amp-Pakete", wie z.B. gern von Amalgam Audio.
Für die E-Gitarre nutze ich auch nur noch nur wenige Amps, aber z.B. einen Bad-Cat und den dann in mehreren Varianten und auch mit dem gleichen IR. Das funktioniert spitzenmäßig.

Das größere ToneX selbst, ist relativ übersichtlich zu bedienen, wie ich finde, wenn am Gerät auch etwas altmodisch. Dafür sind dort wichtigsten Regler aber ganz klassisch griffbereit. Den Editor braucht es für einige Sachen aber trotzdem. Die aktuelle Version ist schon recht ok, wenn man das Ding erstmal verstanden hat. Danach ist dabei gar nicht so übel mit dem "Live-Editor".

Ich habe mal ein paar unterschiedliche Gitarren mit einem Fishman (Mikro/Magnet), einem Anthem(Piezo/Mikro) und dem aktuellen Taylor-System getestet. Bislang klang es am besten, wenn ich einfach nur den reinen ToneX Preamp benutze und "Akustik-Amp-Capture", was ich da so probiert habe, das fand ich bislang noch nicht so überzeugend. Mal schauen.

Am Kemper hatte ich ein paar Profiles die recht gut funktioniert haben. Für ein bisschen akustische Gitarre im Band-Kontext ist das aber in meinen Ohren alles völlig ausreichend.


Meinen kleinen Henriksen, gebe ich aber erstmal noch nicht ab. ;-)
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
Benutzeravatar
Rumble
Beiträge: 3416
Registriert: Fr Jul 29, 2011 8:08 am
Wohnort: Wegberg

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von Rumble »

Kleiner Nachtrag...

"Mein Pedalboard ohne Pedale" :mrgreen:

Liegt es am Alter? An der Art meiner Musik? Ich kann es nicht wirklich sagen.

Es zieht sich aber immer noch wie ein roter Faden durch mein ganzes Equipment, bzw. sogar durch die ganze Hütte und mein derzeitiges Leben.
Weniger ist mehr.

Ich bin immer noch recht happy damit (fast) ohne irgendwelche zusätzlichen Pedale zu spielen, zumindest dann, wenn es um die digitalen Keksdosen geht. Aber auch an den andern Amps habe ich alles reduziert. Nur noch Tuner, Boost und je nach Typ von Pedal und Amp max. zwei Zerren und ggf. ein Wah.

Für die puristische Röhre würde ich heute eher noch einen kleinen Effektmulti im FX verwenden. Aber das Ding spiele ich noch gelegentlich und wenn/dann rein zur persönlichen Bespaßung.

Auf dem ToneX habe ich die ersten vier Bänke mit jeweils drei Varianten pro Bank belegt. Wobei die "Varianten" immer nur der Grundsound plus ein Effekt ist. Reverb und Delay habe ich ggf. mit im jeweiligen Grundsound. Also sonst mal ein Chorus, ein Univibe, etc..

Die identischen Sounds verwende ich auch mit der reinen Software-Lösung und den Studiomonitoren.
Zu Hause übrigens die am häufigsten verwendete Variante.

Alles nur ein einziger Amp in unterschiedlichen Einstellungen und immer mit dem gleichen IR. Ok, es gibt ein oder zwei Captures, in denen bereits ein Pedal in der Kette war. Aber sonst? Eigentlich nur Wasser und gute Gene. ;-)

So viel wie möglich mit der Gitarre selbst zu machen, ist nach wie vor das Motto.

Davon abgesehen bilde ich mir ein "so" sogar besser zu klingen als je zuvor und auch besser als die ganzen Jahre mit dem Kemper und zu viel Schnickschnack im Sound.

Es gibt natürlich noch eine handvoll weiterer Amps auf dem Modeler, aber das ist dann schon mehr herumspielen, als wirklich spielen.

Die wirklich täglich gespielten Gitarren haben sich auch reduziert. Dort wo von mir gewünscht, ist jetzt auch ein jeweils passender Treble-Bleed drin.

Die Platze 1-5 im Ranking:
1. Strat
2. LP Style mit P90 und Humbucker
3. Tele
4. PRS Studio, quasi als Ersatz für eine SSH Strat.
5. LP Junior Special mit zwei P90

Für alle Anderen gilt auch eher: "Nice to have".
Bei den akustischen Gitarren ist das übrigens recht ähnlich. ;-)
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
Benutzeravatar
berndwe
Beiträge: 8825
Registriert: So Feb 20, 2005 3:38 pm
Wohnort: Dresden

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von berndwe »

Wenn man nicht gerade ein Cover-Musiker ist, der die Gitarrensounds der 30 Songs langen Setlist möglichst originalgetreu reproduzieren will, braucht man im Grunde gar nicht viele Effekte.

Mir reichen inzwischen clean, leicht angezerrt und lead. Dafür brauche ich einen Verstärker, ein Overdrive-Pedal und ein Booster. Dazu Reverb und Delay (bei mir aus dem Multieffekt) und es ist alles da was ich so brauche.
Benutzeravatar
Rumble
Beiträge: 3416
Registriert: Fr Jul 29, 2011 8:08 am
Wohnort: Wegberg

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von Rumble »

Ist bei mir im Grunde ähnlich, Bernd.

Und selbst bei Cover braucht es meiner Meinung nach oft gar nicht mal so sehr viel. Lieber eine gut gespielte und etwas eigene Version, als langweilig und mit so einem Juke-Box Sound präsentiert. ;-)

Für meinen eigenen Kram braucht es meistens nicht so sehr viel. Einen relativ großen Teil spiele ich schon alleine mit einem Bad-Cat Capture, dass ich irgendwo unter "crunch" einsortieren würde. Das gibt es dann auch noch clean und mit ordentlich Gain. Darüber hinaus benutzte ich auch ganz gern einen Silver Jubiliee.

Bei den Effekten:
Zwei Delay-Typen. Einmal ganz kurz und mehr als "Raum" und einmal ein langes Angeber-Delay.
Da ist aber auch nichts Besonderes dran. Am Artist kommt das auch alles nur vom Amp. Das klingt sogar echt klasse. Alles andere halt da wo es mal passt. Chorus, Univibe, Tremolo. Phaser/Flanger kommen bei mir auch eher selten vor.

Reverb ist bei mir wenn/dann, eher ein dezentes Plate-Reverb. Je lauter, umso weniger. ;-)
Was zu Hause "nett klingt", ist etwas lauter gespielt immer zu viel. Am Modeler brauche ich da auch nichts extra, die Bordmittel sind für mich völlig ok.

Am Brunetti habe ich, wenn/dann, manchmal ein Reverb-Pedal, das etwas flexibler einzustellen ist als der auch sehr gut klingende Federhall, ein Delay, ein Temolo und eventuell noch einen Chorus. Der wird aber zurzeit wenig gespielt. Das große Board lagert im Keller. Viele Pedal in einem übrig gebliebenen Flight-Case.

Zerren immer nach Bedarf, aber auch nur noch wenig.
Am Artist meist noch ein Klon Clone und ein ZenDrive. Boost kommt vom Amp.

An der Röhre gern das Unit67 als Boost/Compressr und entweder das Toxic-Twin (rechts TS-Style, links Blues-Breaker Style)
Der Brunetti soll so klingen, wie er ist. Wenn es ganz anders klingen soll, dann nehme ich mittlerweile auch eher etwas anderes.

Ich habe mich auch schon mal hingesetzt und den Brunetti am Katana "nachgebaut". Das geht auch erschreckend gut. ;-)
Beides mal über die gleichen Speaker gespielt, wird die Luft da auch schon recht dünn.

Am Rechner und am "Modeler" verwende ich größtenteils einfach nur die puren Amps. Wobei der ToneX ja eigentlich kein "Modeler" im Sinne eines Fractal, oder einigen anderen Geräten ist. Das sind halt einfach nur Captures einer speziellen Einstellung. Das macht er aber halt extrem gut. Die Kombi mit dem aktiven ToneX Cab funktionert ja auch so, wie ich mir das gewünscht habe. Auch alles supereasy zu tragen und zu transportieren.

Ggf. und vielleicht auch da noch mal das Toxic-Twin und (noch eher) das Drybell Unit 67 vor dem ToneX. Muss aber auch nicht unbedingt. Davon abgesehen sind zusätzliche zerrende Padale da so oder so nicht immer die allerbeste Idee.

Was mir zu Hause so richtig gut gefällt, das ist das Volt Interface.(476P) Da habe ich ja auch schon einige durch.
Der eingebaute Kompressor und dieser "Vintage-Mode" und dann nur noch Gitarre rein, Software ein, glücklich sein! :mrgreen:

Das klingt so was von gut über die Studio-Monitore. Dieses billige IK-Multimedia Interface zuvor war irgendwie zickig, was die unterschiedlichen Gitarren betraf. Außerdem nicht sonderlich stabil. ;-) An dem Volt klingt alles klasse. Schon ein krasser Unterschied. Die Hardware ist schon wirklich gut. Auch wenn ich mich wirklich frage, warum man die 48Volt Phantomspeisung nicht pro Kanal schalten kann und den Knopf direkt neben Input 1 legt. Es gibt schon Geräte, die das nicht so mögen.

Dieses riesige Softwarpaket von Universal Audio habe ich aber wieder komplett gelöscht. Brauche ich nicht und diese Software, die erstmal nach Hause telefoniert und abfragt, ob sie denn auch wirklich funktionieren darf, die brauche ich erst recht nicht.

Was sämtliches "Material" betrifft, bin ich echt mehr als zufrieden.
Egal, welche Variante es dabei gerade ist.

Bei den echten Pedalen selbst, gibt es viele, die mir gut gefallen. Wobei ich heute der Meinung bin, dass es da im Grunde auch nur eine handvoll. Kategorien gibt, in die man die meisten zerrenden Pedale erstmal so ganz grundsätzlich einsortieren kann. Ein großer Teil ist doch sicher erstmal vom TS oder Bluesbraker im weiteren Sinne inspiriert. Auch ein Klon, oder ein Brown Protein, oder ein KOT. ;-)
Der Rest ist doch eher irgendwelchen zusätzlichen Features geschuldet.

Ich habe aufgehört da ständig etwas Neues zu kaufen. ;-) Nicht zuletzt, weil ich ja dazu tendiere, die Dinger alle doch wieder so einzustellen, dass ich am Ende tendenziell immer wieder sehr ähnlich klinge. :mrgreen:
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
Benutzeravatar
docsteve
Beiträge: 759
Registriert: Mo Okt 01, 2012 2:39 pm

Re: Mein Pedalboard

Beitrag von docsteve »

Dafür, dass du eigentlich nichts brauchst, ist das aber ein ganz schön langer Post.
Antworten