Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Moderatoren: jpick, RB, Gitarrenspieler
Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Liebe Elektro-Fingerpicker,
vielleicht hat der Ein oder Andere von Euch hilfreiche Anmerkungen zu einer Entscheidung, die bei mir ansteht und die mir doch recht schwer fällt.
Nachdem ich nach meiner Rückkehr zur E-Gitarre vor ein paar Jahren zunächst nur Modeller genutzt habe, habe ich mir irgendwann einen Fender Hot Rod Deluxe IV zugelegt, den ich für meine Band nutze und mit dem ich außerordentlich zufrieden bin. Er klingt clean einfach genial und auch der Drive-Kanal klingt, wenn man ihn richtig einstellt, sehr gut (jedenfalls viel besser als viele im Internet behaupten). Der Verstärker steht im Proberaum der Band und wird dort für die Proben genutzt. Zu Anfang habe ich ihn auch zu Auftritten mitgenommen, später dann nicht mehr, aus Gründen, zu denen ich noch komme.
Nachdem es mir der Klang eines „echten“ Röhrenverstärkers doch sehr angetan hatte, wollte ich diesen Sound auch zuhause haben. Ich habe mir dann einen Blackstar TV-10B zugelegt, der mir nach einer längeren Recherche als sehr geeignet für meine Zwecke erschien. Er hat „nur“ 10 Watt, ein Mastervolumen und einen frequenzkorrigierten Kopfhörerausgang, über den man auch in die PA gehen kann. Der Amp ist nicht sehr schwer, klingt clean und angezerrt nach meinen Vorstellungen und hat sehr praktische Features. Allerdings ist er, wenn ich ihn ohne Kopfhörer spiele, in Hinblick auf die Lautstärke als Amp für zuhause deutlich überdimensioniert.
Ich habe ihn dann mal zu einem Bandauftritt mitgenommen, um festzustellen dass er für die bei uns übliche Bühnenlautstärke perfekt funktioniert. Er ist dann in seinem „Sweet Spot“. Er klingt clean und angezerrt hervorragend und muss nicht wie der Hot Rod extrem runtergeregelt werden. Außerdem ist er anders als der Hot Rod recht leicht. Der Hot Rod schiebt aus diesen Gründen seither Innendienst im Proberaum.
Aus praktischen Erwägungen will ich nur einen von beiden Verstärkern behalten. Es ist eine Platzfrage und im Grunde sind beide jeweils für die ursprünglich vorgesehene Anwendung überdimensioniert.
Für zuhause ist es völlig ausreichend über einen Modeller zu spielen und für die Band reicht ein Verstärker.
Wenn man nur mit den Maßstäben der Vernunft an die Sache herangeht, ist der Fall eigentlich klar: der Blackstar bleibt für die Band und der Hot Rod wird abgegeben.
Allerdings denke ich jedesmal wenn ich auf der Probe über den Hot Rod spiele „wie g**l ist das denn“. Das hört und fühlt sich so gut an, dass sich es für einen Irrsinn halte den Verstärker abzugeben. So neige ich eher dazu, die praktischen Erwägungen zu ignorieren, dem Verstärker sein hohes Gewicht nachzusehen und das Gejammer meiner Bandkollegen („Du bist viel zu laut“) hinzunehmen.
Wie würdet ihr euch entscheiden?
(„Behalte beide“ ist keine Option).
vielleicht hat der Ein oder Andere von Euch hilfreiche Anmerkungen zu einer Entscheidung, die bei mir ansteht und die mir doch recht schwer fällt.
Nachdem ich nach meiner Rückkehr zur E-Gitarre vor ein paar Jahren zunächst nur Modeller genutzt habe, habe ich mir irgendwann einen Fender Hot Rod Deluxe IV zugelegt, den ich für meine Band nutze und mit dem ich außerordentlich zufrieden bin. Er klingt clean einfach genial und auch der Drive-Kanal klingt, wenn man ihn richtig einstellt, sehr gut (jedenfalls viel besser als viele im Internet behaupten). Der Verstärker steht im Proberaum der Band und wird dort für die Proben genutzt. Zu Anfang habe ich ihn auch zu Auftritten mitgenommen, später dann nicht mehr, aus Gründen, zu denen ich noch komme.
Nachdem es mir der Klang eines „echten“ Röhrenverstärkers doch sehr angetan hatte, wollte ich diesen Sound auch zuhause haben. Ich habe mir dann einen Blackstar TV-10B zugelegt, der mir nach einer längeren Recherche als sehr geeignet für meine Zwecke erschien. Er hat „nur“ 10 Watt, ein Mastervolumen und einen frequenzkorrigierten Kopfhörerausgang, über den man auch in die PA gehen kann. Der Amp ist nicht sehr schwer, klingt clean und angezerrt nach meinen Vorstellungen und hat sehr praktische Features. Allerdings ist er, wenn ich ihn ohne Kopfhörer spiele, in Hinblick auf die Lautstärke als Amp für zuhause deutlich überdimensioniert.
Ich habe ihn dann mal zu einem Bandauftritt mitgenommen, um festzustellen dass er für die bei uns übliche Bühnenlautstärke perfekt funktioniert. Er ist dann in seinem „Sweet Spot“. Er klingt clean und angezerrt hervorragend und muss nicht wie der Hot Rod extrem runtergeregelt werden. Außerdem ist er anders als der Hot Rod recht leicht. Der Hot Rod schiebt aus diesen Gründen seither Innendienst im Proberaum.
Aus praktischen Erwägungen will ich nur einen von beiden Verstärkern behalten. Es ist eine Platzfrage und im Grunde sind beide jeweils für die ursprünglich vorgesehene Anwendung überdimensioniert.
Für zuhause ist es völlig ausreichend über einen Modeller zu spielen und für die Band reicht ein Verstärker.
Wenn man nur mit den Maßstäben der Vernunft an die Sache herangeht, ist der Fall eigentlich klar: der Blackstar bleibt für die Band und der Hot Rod wird abgegeben.
Allerdings denke ich jedesmal wenn ich auf der Probe über den Hot Rod spiele „wie g**l ist das denn“. Das hört und fühlt sich so gut an, dass sich es für einen Irrsinn halte den Verstärker abzugeben. So neige ich eher dazu, die praktischen Erwägungen zu ignorieren, dem Verstärker sein hohes Gewicht nachzusehen und das Gejammer meiner Bandkollegen („Du bist viel zu laut“) hinzunehmen.
Wie würdet ihr euch entscheiden?
(„Behalte beide“ ist keine Option).
Re: Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Bernd,
die Gitarre muss einfach „laut“ sein. Das singt schon Herbert Grönemeyer bei „sie mag Musik nur wenn sie laut ist“. Auch wenn es dabei um eine Bassgitarre geht.
Nimm das Ding, was dir am besten gefällt.
die Gitarre muss einfach „laut“ sein. Das singt schon Herbert Grönemeyer bei „sie mag Musik nur wenn sie laut ist“. Auch wenn es dabei um eine Bassgitarre geht.
Nimm das Ding, was dir am besten gefällt.
Yamaha CG 130
Lakewood M-15
Nowo Mensur 10 C
Godin NCS
Hanika Natural 58 PF
Lakewood M-15
Nowo Mensur 10 C
Godin NCS
Hanika Natural 58 PF
Re: Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Ich würde die Röhrenamps beide behalten und den Modeller verkaufen, denn der scheint mir am ehesten entbehrlich zu sein. Zwei livetaugliche Amps (einer zum Benutzen, einer als Fallback) sind kein unverschämter Luxus.
Und wenn die Kollegen sagen "du bist viel zu laut", dann solltest du das nicht als "Gejammer" abtun. Unnötiger Krach ist nicht nur nervig, sondern auch ungesund.
Und wenn die Kollegen sagen "du bist viel zu laut", dann solltest du das nicht als "Gejammer" abtun. Unnötiger Krach ist nicht nur nervig, sondern auch ungesund.
Re: Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Damit hast du wohl recht, wobei unsere Proben- und Bühnenlautstärke grundsätzlich sehr gemäßigt ist. Ich mag es auch nicht so laut, dass das in den Ohren kneift.
Mein Modeller sitzt derzeit überwiegend als Multieffekt konfiguriert in der Effektschleife. Er wäre mein Not-Verstärker im Falle dass der richtige Amp ausfallen würde.
@Matze: Das ist momentan die Tendenz (ich meine den Amp zu behalten, der mir am besten taugt, nicht so laut wie möglich zu spielen).
Re: Ein Verstärker von zweien darf bleiben, aber welcher?
Das wäre mir auch das Wichtigste ... bleiben darf, welcher mir am besten gefällt, liegt, am besten zu mir und meiner Musik passt.
Habe ich vor einiger Zeit auch selbst so gemacht, als ich meinem Bestand an kleinen E-Gitarren Combos aus Vernunftgründen mal ausgedünnt habe (zumal sie bei mir ohnehin nicht so arg oft zum Einsatz kamen, ich bin nun mal in erster Linie "Akustiker"
Evtl. abzugeben:
Kleine Steelstring (Einzelstück vom Gitarrenbauer)
1990er National Estralita Resonatorgitarre (das schöne alte schlichte Design)
Kleine Steelstring (Einzelstück vom Gitarrenbauer)
1990er National Estralita Resonatorgitarre (das schöne alte schlichte Design)
