Combo oder Preamp + Aktivbox?

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RB
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von RB »

Klangbeispiele der Fender Mustang-Kiste, teils an anderer Stelle bereits verlinkt.

Fender fast clean

Das ist ein Fender Blackface 57 mit einem Slapback-Echo, alles aus der Kiste heraus. Wenig Gain, daher nur leicht angezerrt.

Crunch

Das ist ein Fender (ich weiß nicht mehr, welcher) mit viel Gain und daher mehr Verzerrung. Das hinzukommende Solo ist mit einer Mesa-Boogie-Abbildung gespielt und ist daher brett-artig.

Aufnahme 1: (Clean) Teilecaster mit .011er Saiten.
Aufnahme 2: (Crunch) China-Tele-Kopie mit .009er Saiten
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bob's art
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von bob's art »

@RB: WOW! Die beiden Telecasters tun dir ziemlich gut, glaub' ich. Das zweite Beispiel geht ja ziemlich ab: "Uhuuuhuuu". :D
Gruß
Robert
Es muss einen Weg hier raus geben ...
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RB
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von RB »

Die Rhytmusklampfe klampft aber derjenige, den man hier als Resophonic Picker kennt, wogegen ich für das Brett verantwortlich binn.
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Niels Cremer
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von Niels Cremer »

Scheint ja richtig Spaß zu machen, dieser kleine Mustang, ich glaube wenn ich Bernd wäre, wär das mein Pony!

LG,
Niels
tbrenner
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von tbrenner »

Die Teilecaster im Clean-Rockabilly-Modus klingt toll, so wie man das für dieses Gerne erwartet.

Die Crunch-Rhythm-gitarre (ist das auch eine deiner Teles?) klingt für mich eher wie eine leicht angezerrte Westerngitarre -
es sollte ja wohl eher in die Keith Richards-Richtung gehen? Da müsstet ihr meiner Meinung nach nochmal in den Menüs Deines amps rumsuchen; sollte m.e. etwas straffer und eben etwas mehr Crunch kommen.
Der Lead-sound (Boogie -simulation ?) wäre jetzt auch nicht ganz so meiner, wobei die Teles (Steg-PU ?) für mich nicht die prädestiniertesten Gitarren für diese singenden, sustainreichen Sololicks sind.
Welche Qualitätsunterschiede machst Du selber aus bei deinen zwei Tele-Kreationen ?

Grüssle,

tbrenner :wink:
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RB
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von RB »

Dafür müssen gleiche Saiten auf beide. Die China-Tele ist besser verarbeitet :mrgreen:

Die Beispiele sind alle Tele und das hört sich nach meinem Empfinden auch deutlich so an, insbesondere der Rhytmus-Teil. Die Gitarre ist in open G gestimmt und der Klang erinnert deutlich an die Stones-Aufnahmen aus den 70ern und den 80ern. Der Solo-Sound war das erste stark gecrunchte und brett-mäßige Preset, das mir an jenem Abend unter die Finger kam. So, nämlich mit viel Sustain, gleichzeitig aber einem eher transparenten Klangbild, mag ich das. Wie etwas zu klingen hat, legt der Spieler fest. An den Computer hatte ich die Kiste zu der Zeit noch gar nicht angeschlossen, man kann die ja gut auch ohne das verwenden.

Ich wollte beim Erwerb zuerst einfach etwas für die E-Gitarre haben und nicht allzu viel Geld ausgeben, das und der Scharfsinn einiger Beobachter haben dazu geführt, daß meine kleine und etwas alberne Amp-Ratefrage zu knacken war. Danach war ich aber sehr angenehm überrascht und kann nur sagen, wenn ich die Problemlösungs-Strategien der Röhrenverstärkersuchenden sehe: Wer nicht unbedingt auf Röhre festgelegt ist und etwas Flexibles zuhause haben will, ist mit einer solchen Kiste - glaube ich - gut bedient. Bei Gelegenheit will ich einmal ein Pendant "in groß" A-B mit Röhren-Amps vergleichen. Es gibt solche A-B-Vergleiche schon im Web, aber selbst probieren macht immerhin auch Spaß.
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Pappenheim
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von Pappenheim »

Ein schier unerschöpfliches Thema, lieber Bernd.

Wer hier ein wenig mitverfolgt hat, was ich schon alles ausprobiert habe, angefangen vom H&K Tubemeister und Peavey (beides Röhre) über Fender Mustang Floor etc.... letztendlich bin ich doch bei dem Multi-Effektbodentreter Boss ME-70 geblieben, wobei es auch in dieser Hinsicht bereits viel besseres am Digitalsektor gibt. Für mich und meine zwei Coverbands reichts mehr als genug. Und vielmal mehr kam ich drauf, dass der Ton ohnehin aus den Fingern kommt, und der Amp, wenn nicht totaler Mist, eher sekundär ist (ja, haut mich nur, mir egal :mrgreen: ). Spätestens dann, wenn mein Gitarrenlehrer über mein Zeug spielt, wird das ganz ganz klar.

Die Frage, lieber Bernd, ist die, was du machen willst. Covermucke? Da reicht ein Pedal wie ich es habe direkt ins Mischpult. Cremiger Röhrensound für den Eigengenuss im Wohnzimmer? Ein schöner Röhrencombo, am besten Vox oder Fender.

Vom Yamaha THR-Zeugs würde ich mittlerweile wieder abraten. Der Klang ist echt nicht die Hölle, da gibts um wenig mehr Geld handliche Röhencombos, die sehr viel besser klingen. Diese Toaster-Dinger sind nett anzusehen und recht kompakt, das wars dann aber auch schon. Mehr als ein reiner Kompromiss zum Üben im Wohnzimmer sind die Dinger wirklich nicht.
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bookwood
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von bookwood »

tbrenner hat geschrieben:Die Crunch-Rhythm-gitarre (ist das auch eine deiner Teles?) klingt für mich eher wie eine leicht angezerrte Westerngitarre -
es sollte ja wohl eher in die Keith Richards-Richtung gehen? Da müsstet ihr meiner Meinung nach nochmal in den Menüs
Deines amps rumsuchen; sollte m.e. etwas straffer und eben etwas mehr Crunch kommen.
Der Lead-sound (Boogie -simulation ?) wäre jetzt auch nicht ganz so meiner, wobei die Teles (Steg-PU ?) für mich nicht die
prädestiniertesten Gitarren für diese singenden, sustainreichen Sololicks sind.
Ach Thomas, sei nicht so streng. :wink:

Ich finde die mikrofonierte Kombination von Ampsound und akustischem Raumklang nicht nur bei Jazzigem mit Archtops
manchmal ganz attraktiv - so wie hier. Erinnert mich an meinen Tele-Erguss, den ich mir seinerzeit bei dem Foren-Bericht
über eine sich selbst verstimmende Tele nicht verkneifen konnte: What Detuned My Tele?
Tele durch heftig agierenden Forest Green Compressor in ein Tubemeister Top und von da in den cleanen Laney VC-15.
Aufgenommen mit 2 billigen Kleinmembranern. Ich gebe zu, im zweiten Teil ist die Tele als solche nicht unbedingt zu
erkennen. Aber auch wenn für Hoch-Gain nicht prädestiniert, so doch immerhin zeitweise akzeptabel. 8)
Gruß
von
Ralf
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Rumble
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von Rumble »

Pappenheim hat geschrieben:Ein schier unerschöpfliches Thema, lieber Bernd.

Wer hier ein wenig mitverfolgt hat, was ich schon alles ausprobiert habe, angefangen vom H&K Tubemeister und Peavey (beides Röhre) über Fender Mustang Floor etc.... letztendlich bin ich doch bei dem Multi-Effektbodentreter Boss ME-70 geblieben, wobei es auch in dieser Hinsicht bereits viel besseres am Digitalsektor gibt. Für mich und meine zwei Coverbands reichts mehr als genug. Und vielmal mehr kam ich drauf, dass der Ton ohnehin aus den Fingern kommt, und der Amp, wenn nicht totaler Mist, eher sekundär ist (ja, haut mich nur, mir egal :mrgreen: ). Spätestens dann, wenn mein Gitarrenlehrer über mein Zeug spielt, wird das ganz ganz klar.

Die Frage, lieber Bernd, ist die, was du machen willst. Covermucke? Da reicht ein Pedal wie ich es habe direkt ins Mischpult. Cremiger Röhrensound für den Eigengenuss im Wohnzimmer? Ein schöner Röhrencombo, am besten Vox oder Fender.

Vom Yamaha THR-Zeugs würde ich mittlerweile wieder abraten. Der Klang ist echt nicht die Hölle, da gibts um wenig mehr Geld handliche Röhencombos, die sehr viel besser klingen. Diese Toaster-Dinger sind nett anzusehen und recht kompakt, das wars dann aber auch schon. Mehr als ein reiner Kompromiss zum Üben im Wohnzimmer sind die Dinger wirklich nicht.
Letztendlich funktioniert ja alles irgendwie ganz gut. Kommt halt darauf an, was man denn so erreichen will.
Diese ganz kleinen Modelling Dinger wie Boss eBand, Yamaha THR, Line6, etc. sind für das Wohnzimmer oder für Aufnahmen schon recht gut (und sehr praktisch) zu gebrauchen. Das funktioniert aber auch ganz nett über Kopfhörer, Studiomonitore, aktive Speaker, oder ähnliches Zeugs. Klar ist das nix für die Bühne.

Die etwas dickeren Modelling Combos funktionieren zu Hause, aber auch im Proberaum und bei kleineren Live-Geschichten ganz ordentlich. Je nach dem, was man so für Vorstellungen und Anforderungen hat. Ein reines Floorboard wie z.B. ein Boss GT-100 knallt über die richtigen aktiven Speaker z.B. auch super. Oder halt direkt in die PA.

Kleine Röhrenamps sind auch immer "cool", aber halt im Wohnzimmer manchmal nicht einfach. Kommt halt drauf an, was man möchte und wie laut es denn sein darf/soll.

Wenn ich sehr leise zu Hause spielen/üben möchte, dann finde ich die kleinen THR´s nach wie vor ganz prima. Für Aufnahmen erst recht. So ein Ding mal unter freiem Himmel zu spielen kann ja auch mal Spaß machen. Und sooo übel klingen die kleine THR ja auch nicht....
https://www.dropbox.com/s/7zqoo0r1b31re ... 2.mp4?dl=0" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Auch wenn das jetzt vom Gezupfe her nicht der Brüller ist. Aber der Sound geht doch? (War damas ein erster Test, hatte ich irgendwann schon mal gepostet)

Bei einem puristischen Röhrenamp geht halt der Stress mit Mikro vorm Amp wieder los. Das digitale Geraffel kann man direkt in den Rechner schicken.
Hat halt alles so seinen Reiz und natürlich auch seine Vor- und Nachteile.

Ich habe so ziemlich alle Varianten durch.
Mein Fazit bisher:

Puristischer (Röhren) Amp + mein Pedalboard = Spaß (wenn laut)
Yamaha THR & Co. = viel Spaß auf der Couch
Moderner Amp wie z.B. der Grandmeister = Spaß und recht viel Flexibilität, aber halt auch (selbst bei kleinster Leistung) relativ laut. In einem heimischen Probekeller sicher nett, aber für mich (abends auf der Couch) auch schon zu nervig.

Daher ja mein derzeitiger Status: Überwiegend "digital" (mit dem Kemper) über eine kleine PA. Geht leise, geht heftig laut, Stereo-Effekte, nur eine Kiste, ideal um etwas aufzunehmen, man kann easy re-ampen, klein, leicht, niedlich, alles drin, alles dran, per Fußleiste zu steuern, sogar ein Looper ist an Bord und falls es sich doch mal ergibt wieder mit Band (oder gar live) zu spielen, dann kann ich da z.B. meine aktive Atomic als Speaker (oder Monitor) nehmen und alles ist paletti. Davon abgesehen ist auch das Thema "Amp für akustische Gitarre oder Bass" auch gleich ganz zufriedenstellend erledigt.

Aber ich denke alles hat so seine Berechtigung und seinen Sinn. Immer Abhängig davon, was man gerade so möchte.
Außerdem ist ja bekanntlich nichts stetiger als der Wandel. ;-)
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
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berndwe
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von berndwe »

Pappenheim hat geschrieben:
Die Frage, lieber Bernd, ist die, was du machen willst. Covermucke? Da reicht ein Pedal wie ich es habe direkt ins Mischpult. Cremiger Röhrensound für den Eigengenuss im Wohnzimmer? Ein schöner Röhrencombo, am besten Vox oder Fender.
Was ich machen will?
Im ersten Schritt was haben, worüber ich meine Bastelcaster für daheim verstärken kann. Wie ich mich kenne werden die Ansprüche nach 15 min Spielzeit wachsen. Dann will ich was haben, was ich auch mal zu einer Probe oder Session mitnehmen kann.

Wie ich oben schrieb wollte ich im Grunde nicht noch einen Verstärker daheim stehen haben und auch nicht elend viel Geld ausgeben (ich bin schließlich Akustik-Gitarrist und Basser). Aber Ihr Jungs macht mir hier Appetit auf einen Combo.

Die Sounds, die RB hier eingestellt hat, klingen hervorragend, genauso wie der Tip vom Brenner. Mit jedem Posting von Euch wird es "geiler" aber die Situation wird komplexer. Macht nur weiter so!
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berndwe
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von berndwe »

tbrenner hat geschrieben:Voila: wenn´s beim Nachhaken wirklich nur kratzende Potis sind, wäre das meiner: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... -172-20111" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;" onclick="window.open(this.href);return false;
Das wäre ne Kleinigkeit, die man selbst erledigt oder für einen fuffi erledigt kriegt.

Grüssle,

tbrenner :wink:
Danke für den Tip, Thomas. Ich hab den Verkäufer mal angeschrieben.

Edit: Ist schon weg %#$£%##
Zuletzt geändert von berndwe am Fr Feb 05, 2016 6:57 am, insgesamt 1-mal geändert.
tbrenner
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von tbrenner »

@bookwood: nönö - meinen Vorrat an Strenge hebe ich mir eigentlich für berufliche Zwecke auf.
Wir hören das wohl alle etwas unterschiedlich bzw. haben halt unsere Hörerwartungen bei einem Stichwort wie " Tele Rhythm Crunch".

In den 1: 18, die ich gerade von Dir gehört habe, hast Du zumindest mich verblüfft - das geht ja ganz schön ab.... :roll:
Ein bisschen wie Crossover aus Danny Gatton + dem guten alten Vernon Reid . Echt gut.

(Exkurs zur Soundgestaltung: Meine monatlich organisierte "Blue Wednesday Session" am gestrigen Abend mit zig Stromgitarristen (+ gottseidank einem guten Schlagzeuger + meinem Haus- + Lieblingsbassisten Helmut + zwei ganz guten Piano/Orgelspielern).
War mal wieder eine Lehrstunde zum Thema " Der Sound kommt aus den Fingern ...+ evtl. noch dem Hirn...."
Es waren im Gegensatz zu sonst lediglich vier Comboamps aufgebaut, die dann der Reihe rum von ca. 12 Gitarristen bespielt werden konnten.
Eine ziemlich gute figur macht durchweg eine Sessionette 75 , die sich ein andere Mitmusikant nach Hören meines Expl. gezogen hat, ein fetter, durchsetzungsfähiger Slidesound mit angenehmer Reverb-Beimischung. Viele überraschte Gesichter, wenn man sagt - nein, das ist eine olle Transe - keine Röhren...
Ein anderer tritt mit einem recht teuren Fender-Tweed Bassman-RI an , hängt für mich unverständlicherweise so ein Boss-Muliteffect davor und schafft es - auch mit durchaus hochwertigen Gitarren - damit zu klingen wie ein Zahnarztbohrer. Leider ein kaum belehrbarer Kollege, auch was das Interagieren mit anderen bei der Session angeht.
Ich hatte meinen Boogie Maverick dabei und ein anderer Sessionist spielte mit einer Billigstrat gar wonniglich Santana + Peter Green-Sounds mit dem Ding. So gut hat das bei mir selbst noch nie geklungen.... :whistler:
Sehr sehr geil: unser Jungtalent Jan mit einer Special-strat über einen uralten Kitty Hawk-combo (dt. fabrikat aus den frühen 1980-ern) - diese ganzen SRV + John Mayer Sounds holt dieser mittlerweile 17-jährige Sessionsproß ziemlich perfekt aus diesem 50 W-combo. Ausser einem Wah-Wah = 0 effekte. War echt eine schöne Feldstudie gestern nacht - dafür heute hundmüde.)
Grüssle, tbrenner :wink:
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von Pappenheim »

Rumble hat geschrieben:Daher ja mein derzeitiger Status: Überwiegend "digital" (mit dem Kemper) über eine kleine PA.
Sachmal, warum ist das Kemper-Zeug eigentlich so derartig teuer? Für digital, meine ich. Hat das irgendwo seine Berechtigung? Was macht Kemper eigentlich aus?

Rumble hat geschrieben:Geht leise, geht heftig laut, Stereo-Effekte, nur eine Kiste, ...
Ja ich weiß, ich sollte mal ordentlich spielen lernen, bevor ich mich mit sowas beschäftige, aber: Was können Stereo-Effekte für Stromgitarren? Wie gehtn das und wie hört sich das an? Bin stets immer mono gestöpselt...
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von RB »

Für Band würde ich nach meiner jetzigen Polung dasselbe in 40 Watt mit 12-Zöller nehmen. Mir würde das völlig genügen. Merkwürdig, während ich in der akustischen Welt an die Magie glaube, sehe ich den elektrischen Teil pragmatischer.

@Bookwood: Von wann ist denn diese Aufnahme ?
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Rumble
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Re: Combo oder Preamp + Aktivbox?

Beitrag von Rumble »

Pappenheim hat geschrieben:
Rumble hat geschrieben:Daher ja mein derzeitiger Status: Überwiegend "digital" (mit dem Kemper) über eine kleine PA.
Sachmal, warum ist das Kemper-Zeug eigentlich so derartig teuer? Für digital, meine ich. Hat das irgendwo seine Berechtigung? Was macht Kemper eigentlich aus?

Rumble hat geschrieben:Geht leise, geht heftig laut, Stereo-Effekte, nur eine Kiste, ...
Ja ich weiß, ich sollte mal ordentlich spielen lernen, bevor ich mich mit sowas beschäftige, aber: Was können Stereo-Effekte für Stromgitarren? Wie gehtn das und wie hört sich das an? Bin stets immer mono gestöpselt...
Nun ja...der Preis ist sicherlich hoch. Aber teuer? Das denke ich eigentlich gar nicht. Zumindest nicht mehr. Was die Kemper-Amps ausmacht, das ist meiner Meinung nach das Konzept an sich. Hier wird nicht "so gemodellt" wie man das im bisherigen Sinne kannte, sondern "geprofiled". Man kann tatsächlich digitale "Abziehbilder" von jedem erdenklichen Amp herstellen. Das funktioniert wirklich faszinierend gut. Ich war auch recht skeptisch. Damit nicht genug, man kann anschließend Dinge tun, die man mit dem originalen Amp niemals tun könnte. Ich habe z.B. ein Profil von einem Ceriaton (Dumble Clone), das klingt dermaßen authentisch...echt irre. Und damit relativiert sich für mich auch der Preis. Das gleiche gilt für div. alte Fender, Vox, Matchless oder Marshall Amps. Auch das Profil von meinem Grandmeister klingt wie der Grandmeister. Den Brunetti müsste ich wohl selbst mal "profilen". Am besten in einem Studio. Da habe ich bislang noch kein Profil gefunden.

Die Möglichkeiten sind endlos. Ich vermisse nichts. Nicht mal meine Bodentreter. Einfach den Amp in verschieden Profiles und/oder Einstellungen auf unterschiedliche Presets legen und fertig.

Stereo-Effekte? Nun ja, so ein Stereo-Chorus, oder auch ein Delay, dass klingt schon lecker.

Ein anderer Ansatz: Nehmen wir mal an, Du hast für eine Aufnahme einen Sound gefunden, der Dir so richtig gut gefällt. Den kannst Du jetzt speichern und immer wieder abrufen. Egal ob live, oder im Studio. Irgendwo steht ein "fremder" Kemper? Na dann nimm einfach einen USB Stick mit Deinen Lieblingssounds mit. Du hast etwas mit dem Kemper aufgenommen und (hoffentlich) das trockene, reine Gitarrensignal mit aufgenommen? Super! Jetzt kannst Du das was Du aufgenommen hast mit jedem beliebigen anderen Amp-Sound "reampen". Vielleicht passt ein anderer Sound ja doch besser im Mix.

Das geht natürlich so (oder sehr ähnlich) auch mit anderen Geräten. (Eleven Rack, Axe/fx, Helix, etc.)
Aber so easy und (wie ich finde) sehr benutzerfreundlich wie bei dem Kemper ist das nicht immer. Das ist oft ein ziemliches Gefummel.

Wenn dich das interessiert, dann schau die mal einige Youtube Videos an.
Ich finde das Konzept schon sehr genial. Ein Quantensprung, was diese ganze digitale Zeugs betrifft.

Deswegen ist das Eine nicht besser oder schlechter als das Andere. Aber man hat extrem viele Möglickeiten mit so einem Kemper.
Man muss ja (z.B. live) auch nicht zwingend mit der Speaker-Simulation in eine PA. Eine Endstufe und eine 4x12er funktioniert genau so, wie eine aktive Fullrange Box. (Dann natürlich mit Speaker Simulation) Oder beides. Klassicher Sound auf der Bühne zum wohlfühlen und gleichzeitig in die PA.
Man muss sich sicher ein bisschen damit beschäftigen, aber wenn man erst mal geschnallt hat wie die Dinger funktioneren, dann kann man da schon einiges mit anstellen. Auf vielen großen Bühnen steht heute auf/hinter/unter der Bühne ein Rack mit einem Kemper oder ähnliches Zeugs.

Und es ist ja nicht so, als würde ich etwas gegen tolle Röhrenamps haben. Ganz im Gegenteil. Ich habe ja auch welche.
So ein TwoRock, divided by 13, Victoria und was nicht alles, das wäre schon toll. Aber wer bitte soll das bezahlen? ;-)

Davon abgesehen geben wir für eine gute Gitarre auch schon mal etwas mehr aus, als für so einen Kemper? (Oder auch einen guten Röhrenamp)
Da wird oft weniger lang überlegt.
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
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