Die Suche nach dem (Amp)Ton

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woodder
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Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von woodder »

Hallo Zusammen!

Nach längerer Abstinenz, auch von der Gitarre-na ja fast- hat mich die Leidenschaft wieder gepackt und bin im E-Gitarrenfieber :D
Jetzt war ich aber mit dem Klang meiner Amps irgendwie nicht mehr richtig glücklich.
Mein Peavey C30 war zwar ein vielseitiges Gerät, aber wurde immer nur so wenig ausgefahren, daß er nicht so richtig klang, brummte dafür recht laut und war sackschwer...
Also einen leistungsschwächeren Combo anvisiert, der für Wohnzimmer und Minigigs im Freundeskreis ausreichen sollte.
Zunächst bin ich auf den Marshall Origin C5 gestoßen und konnte dann bei einem Preis um 220Euro(made in vietnam) nicht mehr widerstehen. Anspielen geht ja gerade nicht, also bestellt, brauche eh immer bißchen länger
um einen Verstärker kennenzulernen...
Hat auch erst Spaß gemacht, ist aber auch sehr Störgeräuschanfällig und vor allem irgendwie zu grell im Ton,
was auch dem 8Zoll Speaker zuzuschreiben ist.
Gut, daß ich dann den Peavey losgeworden bin, dann war der Weg frei für den Vox AC 10
Und nun bin ich im siebten Klanghimmel getragen vom warmen und dynamischen Ton dieser relativ kleinen
elektromagischen Kiste :)

Jedenfalls, auch im Bezug zum Nachbarfaden, fand ich erstaunlich, wie stark der Ton/ Klang vom (Röhren)Amp
beinflusst wird, 4 Amps (nen Vox Nighttrain hab ich noch, kein Vergleich zum AC) und 4 komplett andere Sounds.
Ich meine schon, daß wir da bei 50 Prozent Einfluss liegen.

Also es muß nicht immer an der Gitarre oder dem Gitarristen liegen :wink:

Grüße, Thomas
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wolfwal
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von wolfwal »

Ich muss gestehen, dass ich mit meinem AC 15 auch seeeeehr happy bin!! :D
Der Nachteil am Nichtstun ist, dass man nie weiß, wann man fertig ist!

Gruß, Wolfi!
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Pappenheim
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von Pappenheim »

Die ewige Wissenschaft, das mit dem E-Gitarren-Amp-Sound. Bin derzeit mit dem Helix sehr zufrieden, hoffe das bleibt so.
woodder
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von woodder »

Ich kenn den AC 15 leider nicht persönlich, kann man den denn auch noch bei Wohnzimmerlautstärke betreiben,
also daß es klingt?

Ja so ein Digitalteil ist natürlich ungeheuer vielseitig und mittlerweile bestimmt auch ansprechend.
Ich war/ bin auf der Suche nach einem runden mir(mit meinen tauben Ohren) wohlklingendem Grunsound,
den ich dann noch mit paar Treterchen verbiegen kann.
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landmesser
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von landmesser »

Moin wodder,

ich spiele selten E-Gitarre, wenn dann meistens eine Archtop.

Fürs Wohnzimmer habe ich den Vorläufer von dem hier https://www.thomann.de/de/harley_benton ... estion.htm

Außer neueen Röhren war da nichts mehr dran auszusetzen. Den Powersoak hat meiner noch nicht.
Selbst die 5 Watt sind fürs Wohnzimmeer eigentlich schon zuviel und für mich sogar auf der Bühne ausreichend -> SM 57.

Viele Grüße
landmesser
Der sich die rechte Socke nicht mehr mit der Zange anzieht
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wolfwal
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von wolfwal »

woodder hat geschrieben:
Di Feb 23, 2021 6:39 pm
Ich kenn den AC 15 leider nicht persönlich, kann man den denn auch noch bei Wohnzimmerlautstärke betreiben,
also daß es klingt?
Der AC 15 ist schon auf der lauten Seite. Aufdrehen ist im Proberaum "relativ" möglich. Ich verwende ihn zuhause mit ´nem Treble booster, da gibt´s dann auch schöne Sounds im gemäßigteren Bereich.................
Der Nachteil am Nichtstun ist, dass man nie weiß, wann man fertig ist!

Gruß, Wolfi!
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OldBlues
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von OldBlues »

Vertraue über die Jahre ‘nem uraltem „Washburn VGA 15“,
dem seinerzeit auch Rory Gallagher zugetan war. 8)

Egal ob mit Tele, Paula oder Akustik, der Sound der kleinen Transe
lässt von clean bis zart angezerrt kaum Wünsche offen.
Als Tretmine ist nur ein "EH Holy Grail" Reverb dabei.

Freut mich immer wieder, wenn ich in überraschte Gesichter schaue,
die ’nen Röhren-Amp dahinter vermuteten.
„simple music is the hardest music to play, and blues is simple music“ ... Albert Collins

Akustik-Blues, Folk, Country & Bluegrass
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bookwood
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von bookwood »

Wenn man den AC10 in die Zerre treibt, wird er fürn Hausgebrauch höllenlaut, selbst bei nur zart aufgedrehtem Master. Daran hat auch die schaltbare Leistungsreduzierung nichts geändert, die ich einbauen ließ. Die ermöglicht aber Cleansounds mit einem Hauch Endstufensättigung bei Gain und (Master-)Volume jeweils auf 12 Uhr-Position. So nutze ich meinen kleinen Vox also nur clean, Knuspern bei Bedarf über Pedale. Den Stock-Lautsprecher habe ich gegen einen Celestion G10N-40 getauscht, der noch ein Quäntchen erwachsener klingt. Zum "Einspielen" habe ich den vorher mehrere Stunden mit tieffrequentem Pink Noise gewobbelt. 8)
Gruß
von
Ralf
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Rumble
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von Rumble »

Mit einem Attenuator macht mein einzig verbleibener Röhrenamp zu Hause genau das was er soll, aber entsprechend leiser und klanglich auch immer noch hübsch.

Bessere Ergebnisse und weniger Aufwand habe ich dischidaal.
Die Suche ist vorbei.
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
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berndwe
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von berndwe »

Ich hab nie einen Röhrenverstärker besessen und kann nur beschränkt mitreden. Vor etwa 2 Jahren habe ich mir ein Helix besorgt, auch auf die Einschätzung von Forumskollegen hin, dass Kemper, Axe, Line 6 & Co mittlerweile was den Sound betrifft den Röhrenverstärkern ebenbürtig sind (bzw. so gut wie ebenbürtig).

Mit dem Modeller bekomme ich jedenfalls richtig gute Sounds bei jeder Lautstärke und auch noch an fast jedem Ort hin.

Ist bei mir auch eine Platzfrage, ansonsten würde ich mir vielleicht auch mal einen kleinen Röhri ins Musikzimmer stellen, der Vollständigkeit halber.
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Rumble
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von Rumble »

Die nächste Generation ist bereits da.
- Quad Cortex
Sollte man bei den bisherigen Top-Geräten einreihen.

Ich glaube es wird zukünftig fast nur noch um "Sounds" gehen.
Weniger um Amps, Hardware oder Software.
Letzteres ist irgendwann nur noch ein Mittel zum Zweck.
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
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bookwood
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von bookwood »

Nein, nein, die Röhren-Öfen werden bleiben. Ähnlich wie bei analogen Plattenspielern, nicht nur aus nostalgischen Gründen. So ein Ding anzuheizen und mit unterschiedlichen Gitarrensignalen zu befeuern, regt die Sinne anders an. Dabei will ich dann gar nicht mehr wissen, ob digitale Nachbildungen den Klang womöglich zu 100 Perzent imitieren können. Es macht mehr Laune, fühlt sich besonders an, also hört es sich auch immer noch bissi anders (besser) an - fettich! Und, selbst wenn's mehr Platz braucht, sind die Tubeamps in der heimischen Wohnumgebung einfach schöne Möbel. Gut, meine Frau ist vielleicht zeitweise anderer Meinung. :mrgreen: Neben dem AC10 decken ein Fender Princeton Reverb und ein Egnater Rebel 20 Mini-Stack meine klanglichen Vorstellungen zur äußersten Zufriedenheit ab. Punkt. :wink: 8)

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Gruß
von
Ralf
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berndwe
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von berndwe »

Was ist das für eine 335er wenn ich fragen darf?
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bookwood
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von bookwood »

Das ist eine Traditional von 2018, die ich als ehem. Vorführmodell kürzlich zum fairen Kurs in UK angeln konnte. Habe vorher etliche 335er probiert, von preiswerten Studios/Satins bis zu den inzwischen unverschämt teuren (über 5K) VOS aus dem Custom Shop. Hat mir alles nicht wirklich gefallen. Da ich vorher aus demselben Jahr vorm Umbruch bei Gibson eine wunderbare Les Paul Tribute ergattert habe, die ebenfalls aus England kam, habe ich nach Kontakt mit dem Verkäufer und vielen guten Fotos erneut auf gut Glück vertraut. Hat funktioniert. Die ES ist in top Zustand und die MHS (Memphis Historic Specs) Pickups klingen toll. Angenehmes Medium C-Halsprofil, liegt zwischen 50er Baseball Bat und 60s Slim Taper.

Eigentlich war ich scharf auf Sunburst oder Blond, aber das Antique Faded Cherry ist durchaus attraktiv. Um sie ein bisschen Richtung '64er Modell zu pimpen, habe ich den Steg gegen einen TonePros AVR2G mit den zeittypischen Nylon Saitenreitern, und das Tailpiece gegen ein Alu-Leichtgewicht von ABM getauscht.
Gruß
von
Ralf
woodder
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Re: Die Suche nach dem (Amp)Ton

Beitrag von woodder »

@landmesser
Den hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, fast ein Champion für Arme- wie mich- vielleicht ne Röhre zu wenig
in der Vorstufe, sprich Sand im Signalweg, aber hat der AC 10 ja auch, also streng genommen kein Vollröhrenamp,
aber der Klang zählt...

@Oldblues
Einer meiner absoluten Lieblingsgitarristen, Robert Smith von The Cure, spielt meines Wissens nur mit Roland
Jazzchorus Transen und ich liebe seinen Sound, dennoch gefällt mir bei mir zuhause ein "Röhrenclean" besser,
weiß auch nicht, warum, der Vox klingt nie unangenehm, halt rund

@bookwood
Echt schöne Ausstattung, die Du am Start hast, da bleiben ja kaum noch Wünsche offen...
Den Princeton habe ich in beiden Versionen mal kurz im Store angetestet, bleiben vorerst ein Traum-
habe mir mit dem kleinen AC jetzt einen anderen erfüllt, und wage es(bin ja noch in der Kennenlernphase)
ein wenig zu widersprechen.
Ja, er ist schon ein kleines Biest und man sollte den Master mit sehr viel Feingefühl bedienen, sonst wird`s laut,
aber auch die Vorstufenzerre erzeugt schon wunderschöne Crunchsounds mit vielen Variationsmöglichkeiten
durch Potis an der Gitarre, bin begeistert, natürlich auch vom Cleansound, der für mich seinen eigenen Charakter hat, z.B. ganz anders als Fender klingt...

@Rumble
Ein vernünftiger Röhrenamp reicht ja auch, als Backup hast Du doch noch den Kemper :lol:
Ne, ist bestimmt toll, aber abgesehen vom Preis hat mir das dickitale einfach zu viele Möglichkeiten.
Mein Motto ist eher: plug in and feel well
Wollte das jetzt nicht auf deutsch übersetzten 8)

@berndwe
335er :shock:
das frag ich mich auch...
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