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Verfasst: Sa Sep 30, 2006 7:51 am
von OldPicker
Hallo Leuts,

es ist schon erstaunlich, worauf so ein Aspirant für eine Western- oder Konzert- oder Wasauchimmergitarre heute achten muss, wenn er Auge und Ohr nicht trauen mag und ein wenig UpToDate sein will ( ein sogenannter "Mitreder" )....

Nicht, dass ich jetzt die Qualitäten von Mondfichten, Sommerkaktus, Regenkastanie oder ähnlichen Edelhölzern in Frage stelle. Mitnichten.

Mir persönlich ist das halt nur ein wenig zu theoretische. Prägend für diese persönliche Meinung ist die Äußerung meines Gitarrenbauers Carsten Görbig, als ich mein Pummelchen fand:

Mache Dich frei von Formen, Testberichten, Preisen und dem ganzen Schmodder. Nimm die Gitarre in die Hand und spiele Deine Musik. Was dann unter dem Strich Dein Herz berührt ist das richtige Instrument.

Stell Euch vor, ich hätte eine Gitarre mit Gen-Ahorn haben wollen... :roll: Ich hätte mein Pummelchen nie bekommen...


Zurück aus dem Urlaub und für alle dumme Sprüche bereit,

der olle

Verfasst: Sa Sep 30, 2006 8:21 am
von berndwe
OldPicker hat geschrieben:Mache Dich frei von Formen, Testberichten, Preisen und dem ganzen Schmodder. Nimm die Gitarre in die Hand und spiele Deine Musik. Was dann unter dem Strich Dein Herz berührt ist das richtige Instrument.
Hi Dieter,

das ist ein Standpunkt, der mir sympathisch ist. Mir erscheint es manchmal so, dass die ganzen technischen Feinheiten überbetont werden. Es kommt doch eigentlich darauf an, ob man ein gutes Gefühl hat, wenn man auf einer bestimmten Gitarre spielt. Aus welchen Brettern sie zusammengeleimt ist, ist doch egal!

Viele Grüße
Bernd

Verfasst: Sa Sep 30, 2006 8:25 am
von Davanlo
Dann kann mir dieser dumme Gedanke ... mit Frauen ist es doch dasselbe :)

ahem ... :oops:

Verfasst: Sa Sep 30, 2006 8:38 am
von OldPicker
Davanlo hat geschrieben:Dann kann mir dieser dumme Gedanke ... mit Frauen ist es doch dasselbe :)

ahem ... :oops:

ahem.... ja... :oops:

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 8:46 am
von klaust
OldPicker hat geschrieben:Mache Dich frei von Formen, Testberichten, Preisen und dem ganzen Schmodder. Nimm die Gitarre in die Hand und spiele Deine Musik. Was dann unter dem Strich Dein Herz berührt ist das richtige Instrument.
...und genau das hat sich nach dem Anspielen von 'zig Instrumenten auf den OpenStrings wieder mal bewiesen.
:wink: :lol:

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 9:37 am
von chevere
Klaus, ich warte schon sehnsüchtig auf ein paar Statements diesbezüglich. Sach doch mal, welche Dir gut gefallen haben und warum etc.

Grüße!

Frank

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 10:44 am
von klaust
chevere hat geschrieben:Klaus, ich warte schon sehnsüchtig auf ein paar Statements diesbezüglich. Sach doch mal, welche Dir gut gefallen haben und warum etc.
mmh...mal überlegen...
Diesmal war's etwas schwierig mit dem Anspielen. Der Geräuschpegel war ziemlich hoch und man konnte sich auch nicht in die anliegenden Räume zurückziehen. Also das Ohr möglichst weit runter ans Schallloch bzw mit dem Bauch hören....
Eigentlich wollte ich hauptsächlich Ausschau halten nach einem Parlour-Modell. In Erinnerung - als Referenz - hatte ich noch die kleine von Stoll und die 00-Martin. Sehr schön und einen erstaunlichen Klang hatte ein kleines Ding von Striebel. War mir aber bei weitem zu klein. Die Parlour von A&M hat mir sehr gut gefallen - Fichte/Mahag., sehr schlicht, sehr sauber gearbeitet und feiner Klang. Das Betthupferl in diesem Bereich hat Volkmar dann entdeckt. Eine "Oskar Graf" von 1995. Leider mit vielen Macken auf der Decke und einem Preis jenseits von Gut+Böse. Guckst du (etwas runterblättern): Oskar Graf Parlour von 1995 Zeder/Cocobolo, spielte fast von allein und ein traumhafter Klang. Danach dann ein bissel A54 von Lakewood aber das war dann schon wieder die Normalität....

Ansonsten habe ich alle Dreadnought's und die meisten Hochglanzinstrumente ausgelassen. Ebenso die 'Standard'-Marken wie Martin, Larrivee, BSG (da war überhaupt nix los...) usw.

Klanglich gesehen haben mir die Sanden und FP's neue von Jens Towet eigentlich am besten gefallen. "Offen, brilliant, klar, laut..." wie wirs von den Stoll's gewöhnt sind...Gell, Volkmar? Die M34 fällt auch noch darunter...ebenso die Crunz: absolut schön!, handlich und leicht.
Eine A30 von McIlroy hatte ich noch. Mag ich nach wie vor sehr gerne die Form und die Verarbeitung - die fassen sich so wunderbar 'weich' an.
A&M's S3 und Gurian - toll, Trauminstrumente.
Striebel hatte ebenfalls ein Instrument wo irgendwie alles stimmte - Fichte/Santospalisander....super!
Bei Rössel (WoodenDreams) habe ich nur geschaut - Der Stand schien mir irgendwie 'unnahbar' und die Instrumente viel zu teuer. Auch zu den Hahl's habe ich mich wieder nicht getraut..... :lol:
Den Abschluss habe ich dann mit einer 'Klassischen' von Jens Towet gemacht - auch ein Instrument wo man Bauchkribbeln bekommt!

achja....'krass' waren die Höfner-Steelstrings.....brrrrrrr!
Ebenso war da ein Stand mit 'zig Instrumenten, alle möglichen Korpusformen - ich glaube auch Nylons dabei - die sahen alle gleich aus - wie geklont :lol: - und alle! die gleich Rosette. Da haben wir uns beim vorbeigehen immer drüber amüsiert....

Gruss
klaus

noch als Nachtrag (Volkmar gings glaube ich genauso): klanglich gesehen, sind wir mit unseren Stoll's eigentlich mehr als zufrieden! Jedes weitere GA-Syndrom wäre nur durch Äusserlichkeiten begründet.... :D ...bis auf die 'Oskar G.' vielleicht..... :wink: :lol:

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 11:00 am
von chevere
Na das ist doch mal ein schöner Anfang der Nachlese. Am letzten WE waren herbie und ich im American Guitarshop in Berlin und dort haben uns (in dieser Reihenfolge) gut gefallen Martin 00-45 (ein echte Granate in Sachen Ansprache, Ausgewogenheit und prima Timbre); Santa Cruz 00.
Im letzten Jahr fand ich die Sanden auch wesentlich besser als die Mcilroys und Oskar Grafs Gitarren sind eh über jede Diskussion erhaben.

Ich hoffe die anderen schreiben auch noch ein wenig "Jägerlatein"...
:wink:


Viele Grüße!

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 11:54 am
von bausteff
Hallo Klaust,

auch bei mir ist es bei allen Instrumenten so gewesen dass ich sie einfach in die Hand genommen habe und es hat einfach "gepasst".
A&M's S3 und Gurian - toll, Trauminstrumente.
Ich hab ja eine A&M S3, die ich mir vor ein paar Jahren mal geleistet habe. Nch wie vor bin ich immer noch super zufrieden. Albert & Müller bauen echt schöne Instrumente.

Viele grüße,

Steffen

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 1:08 pm
von Volkmar
klaust hat geschrieben: Das Betthupferl in diesem Bereich hat Volkmar dann entdeckt. Eine "Oskar Graf" von 1995. Leider mit vielen Macken auf der Decke und einem Preis jenseits von Gut+Böse.


noch als Nachtrag (Volkmar gings glaube ich genauso): klanglich gesehen, sind wir mit unseren Stoll's eigentlich mehr als zufrieden! Jedes weitere GA-Syndrom wäre nur durch Äusserlichkeiten begründet.... :D ...bis auf die 'Oskar G.' vielleicht..... :wink: :lol:
Jau jau,

erstmal bin ich mehr als zufrieden mit dem, was ich habe, außerdem habe ich mir heute morgen einen neuen Knochensattel für meine Stoll geschustert, um eine Frequenzüberscheidung (sprich:Schnarren :wink: ) zu eliminieren (Danke für deine überaus wertvolle Diagnose Jensy!!), so das jetzt auch letzte Unklarheiten beseitigt sind :lol: !
Für die O.Graf hätte ich natürlich hier jederzeit ein Plätzchen frei, aber dieses Fräulein ist mir leider zu teuer. Vielleicht fange ich mal wieder mit dem Lottospielen an.
Bei den Höfners hatten die doch tatsächlich dem Kantenschutz für Waschmaschinen als Griffbrett-Binding verarbeitet :twisted: .
Ach ja...die Sanden Gitarren haben mir auch gut gefallen. Mir war nur der Hals etwas zu schmal, aber da bin ich warscheinlich mit 47,5 mm etwas zu verwöhnt.
Die Rosetten - Clones waren irgendsoeindingsausfernost, glaube ich. Ein neues Label: LAG.

Grüße, Volkmar (der immer noch vom Teufelsbassisten andre Klenes beeindruckt ist)

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 5:22 pm
von jayminor
Volkmar hat geschrieben:Die Rosetten - Clones waren irgendsoeindingsausfernost, glaube ich. Ein neues Label: LAG.
LAG sind doch Franzosen, oder ?
Ich fand den Stand irgendwie sehr komisch, der lud mal so überhaupt nicht zum hingehen und antesten ein. bei der Homepage geht es mir übrgens genauso ( http://www.lag.fr/ ), habe eigentlich erst in Osnabrück erfahren, dass die auch Akustik bauen, dachte immer die machen nur E-Gitarren. Habe entspr. die Teile nicht mal in die Hand genommen.

Verfasst: Mo Okt 02, 2006 7:03 pm
von Jensy
[Jau jau,

erstmal bin ich mehr als zufrieden mit dem, was ich habe, außerdem habe ich mir heute morgen einen neuen Knochensattel für meine Stoll geschustert, um eine Frequenzüberscheidung (sprich:Schnarren :wink: ) zu eliminieren (Danke für deine überaus wertvolle Diagnose Jensy!!), so das jetzt auch letzte Unklarheiten beseitigt sind :lol: !
[/quote]


Hallo Volkmar,

freut mich echt das ich Dir helfen konnte!! :D

Viel Spass beim Spielen.

Gruss jens

Verfasst: Mi Okt 04, 2006 11:35 am
von mass
moin moin,
In nem TV beitrag in 3Sat wurde gesagt daß deutschland sich bei Vollmond ca. halben meter "erhebt"!
So, das wundert dann mich nicht warum die schöne Tama, die sich letzte woche mein tischlermeister auf mein anraten gekauft hat, die decke hinter dem steg bissele hochgekommen, erhoben hat :!: hat wohl die arme einsame Tamalady(bünde wie neu) immer bei Vollmond sich besonders einsam gefühlt, und gegen die decke und halswinkel gearbeitet!
Ähmm.... so oder etwa :wink:
gruß
mass

Verfasst: Mi Okt 04, 2006 12:37 pm
von guitar-hero
mass hat geschrieben:moin moin,
In nem TV beitrag in 3Sat wurde gesagt daß deutschland sich bei Vollmond ca. halben meter "erhebt"!
So, das wundert dann mich nicht warum die schöne Tama, die sich letzte woche mein tischlermeister auf mein anraten gekauft hat, die decke hinter dem steg bissele hochgekommen, erhoben hat :!: hat wohl die arme einsame Tamalady(bünde wie neu) immer bei Vollmond sich besonders einsam gefühlt, und gegen die decke und halswinkel gearbeitet!
Ähmm.... so oder etwa :wink:
gruß
mass
Moin,

möglicherweise ...

hast Du ...
... einen sch...lechten Tip abgegeben, oder ...
... die aktuelle Luftfeuchtigkeit in HH nicht berücksichtigt.
:whistler:

... könnte manN ja mal kontrollieren, ob die Leisten noch an der Decke kleben. 8)

Verfasst: Mi Okt 04, 2006 1:36 pm
von mass
@ guitar-hero
moin,
Tip war gut, die gitarre ist ne martin D-41 kopie, mit jacaranda zargen-boden, und feuerwerk an abalone! wobei einige tamas, obwohl kopie von martin, locker die selbigen fressen :P


Naja, bei dem preis 300,-, is die decke halt bißchen hochgekommen,frage an den spezialisten: kann man was machen? hat das gravierende einfluß an Sound? :evil: :twisted:
mass