Martin USA Preissenkung

Alles, was mit akustischer Gitarrenmusik zu tun hat und sonst nirgends hineinpaßt

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jab
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von jab »

Pappenheim hat geschrieben:
Do Feb 11, 2021 9:44 am
jab hat geschrieben:
Mi Feb 10, 2021 7:51 pm
-Zweihunderttausend Euro-
Das ist ungefähr fast so viel, wie man hier für ein Haus bezahlt.
Das wäre dann aber ein verdammt kleines Haus, ohne Heizung und wahrscheinlich auch ohne Dach... :)
Tatsächlich haben wir das Dach und die Heizung erneuert... :-D
Und: Es war beileibe kein neues Haus.
Und: Kein Zentimeter Grund dabei...
Und: Am Ende der Welt.

:-D

Jab
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jab
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von jab »

YNWA hat geschrieben:
Mi Feb 10, 2021 9:39 pm

Ich bin eigentlich schon der Meinung, dass man meinen Standpunkt zur Martin-Bepreisung etwas differenzierter auffassen könnte - ich beklage mich nicht im Allgemeinen darüber, dass gute Dinge etwas mehr Geld kosten - ich hab nur auf das Ungleichgewicht zwischen dem US- und dem Europa-Marktpreis hingewiesen (wie ich bereits sagte, US Händler bekommen auch das deutsche Zeug billiger als wir). Es stimmt einfach nicht, dass Güter im Produktionsland automatisch günstiger sind, als auf der anderen Seite vom Teich.


Ich finde auch dass überheblich wirkende Ausdrücke für andere Foren User wie "Martin Jünger" nicht unbedingt weiterhelfen. Hier wird Leuten indirekt unterstellt, dass Sie kein eigenes Hirn haben und sich bedingungslos für jeden Sch. interessieren, der in Nazareth hergestellt wird. Zusätzlich gilt man hier im Forum als Martin-affiner Gitarrist als "unwissend" "engstirnig" "kleiner Horizont" " kennt ja die ganzen anderen Hersteller nicht" "unbelesen" "doof, weil er sich nicht beim Nachbarn um die Ecke eine Box mit Saiten zusammenschustern lässt" uvm. Dieses ganze Gehabe wirkt auf mich ziemlich arrogant, denn nur die Wenigsten wissen hier, wer eigentlich wirklich auf der anderen Seite der Leitung sitzt, was der so alles weiß oder nicht weiß, ob er vielleicht sogar mehr Ahnung hat, als man denkt, weil er selbst in der "Branche" arbeitet ... und und und.

Ay!

Ich hab irgendwie den Eindruck, das ginge gegen mich.

Dazu folgendes:

Der deutsche Musikinstrumentenmarkt ist im Vergleich mit anderen Branchen winzig. Damals, als es noch Jamba gab, hat Jamba mit Klingeltönen ungefähr soviel umgesetzt wie die ganze Branche mit Musikinstrumenten. Trotzdem ist diese Branche hart umkämpft. Die Online-Angebote werden permanent untereinander verglichen und korrigiert. Wenn einer den Preis senkt, gehen alle andern mit. Leisten können sich das nur die, die einen großen Store im Hintergrund haben, der Rest zahlt drauf oder verdient fast nix.
Ich bin mir sicher, dass du in Deutschland nirgends (mit bekannter Standardware) preislich über den Tisch gezogen wirst, weil das einfach nicht mehr geht. Die Margen sind so knapp, dass es sich für mich z.B. bei bestimmten Produkten gar nicht mehr lohnt, das zu bestellen, weil da buchstäblich nichts hängen bleibt.
Erst, wenn man große Mengen einkaufen kann, bekommt man Preise, die die Möglichkeit eröffnen, wirklich etwas zu verdienen. Oft werden diese Preise dann aber wieder knapp kalkuliert, um billiger als die anderen zu sein, weil das genau das ist, was den Verbraucher am Meisten interessiert.
Ich hab schon Ware zu einem Verkaufspreis bei T. gesehen, der meinem Einkaufspreis entsprach.
Die Branche ist so krass, als zum Beispiel der erste POD auf den Markt kam, war er sofort ausverkauft und nicht lieferbar. Normalerweise bedeutet das, dass der Preis steigt. Nicht so in dieser Branche. Obwohl niemand das Produkt tatsächlich liefern konnte SANKEN die Preise in den Angeboten.

Zu den Martin-Gitarren. Martin ist eine der großen Marken. Wenn man eine Martin will, soll man sich eine kaufen. Das ist für mich auch in Ordnung so, weil meine Gitarren nicht wie eine Martin klingen. Das neue Vertriebsmodell ist aber so, dass die Auswahl kleiner werden wird, weil es sehr teuer sein wird, mehrere Marken anzubieten. Es wird eine weitere Konzentration des Marktes geben. Das bevorzugt die Big Player.

Zur Preisdiskussion insgesamt:
Die ist müßig. Wenn du eine Martin haben willst, von einem deutschen Händler mit Garantie und Rückgaberecht und Service zu überschaubaren Porto/Transport/Autofahrkosten, musst du den Preis zahlen, der hier aufgerufen wird.
Wenn du riskieren willst, Reklamationsschreiben auf englisch zu formulieren und enorme Transportkosten auf dich zu nehmen, kauf sie in den USA.
That's it.

In anderen Branchen mag es sein, dass da kräftig zugelangt wird, aber in der Musikbranche sehe ich das bei vergleichbarer Markenware nicht.

Beste Grüße,
Jab
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Gitarrenmacher
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von Gitarrenmacher »

Amen
1+ :yoda:
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
-Benjamin Franklin- *1706 t 1790-
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YNWA
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von YNWA »

jab hat geschrieben:
Do Feb 11, 2021 7:10 pm
YNWA hat geschrieben:
Mi Feb 10, 2021 9:39 pm

Ich bin eigentlich schon der Meinung, dass man meinen Standpunkt zur Martin-Bepreisung etwas differenzierter auffassen könnte - ich beklage mich nicht im Allgemeinen darüber, dass gute Dinge etwas mehr Geld kosten - ich hab nur auf das Ungleichgewicht zwischen dem US- und dem Europa-Marktpreis hingewiesen (wie ich bereits sagte, US Händler bekommen auch das deutsche Zeug billiger als wir). Es stimmt einfach nicht, dass Güter im Produktionsland automatisch günstiger sind, als auf der anderen Seite vom Teich.


Ich finde auch dass überheblich wirkende Ausdrücke für andere Foren User wie "Martin Jünger" nicht unbedingt weiterhelfen. Hier wird Leuten indirekt unterstellt, dass Sie kein eigenes Hirn haben und sich bedingungslos für jeden Sch. interessieren, der in Nazareth hergestellt wird. Zusätzlich gilt man hier im Forum als Martin-affiner Gitarrist als "unwissend" "engstirnig" "kleiner Horizont" " kennt ja die ganzen anderen Hersteller nicht" "unbelesen" "doof, weil er sich nicht beim Nachbarn um die Ecke eine Box mit Saiten zusammenschustern lässt" uvm. Dieses ganze Gehabe wirkt auf mich ziemlich arrogant, denn nur die Wenigsten wissen hier, wer eigentlich wirklich auf der anderen Seite der Leitung sitzt, was der so alles weiß oder nicht weiß, ob er vielleicht sogar mehr Ahnung hat, als man denkt, weil er selbst in der "Branche" arbeitet ... und und und.

Ay!

Ich hab irgendwie den Eindruck, das ginge gegen mich.

Dazu folgendes:

Der deutsche Musikinstrumentenmarkt ist im Vergleich mit anderen Branchen winzig. Damals, als es noch Jamba gab, hat Jamba mit Klingeltönen ungefähr soviel umgesetzt wie die ganze Branche mit Musikinstrumenten. Trotzdem ist diese Branche hart umkämpft. Die Online-Angebote werden permanent untereinander verglichen und korrigiert. Wenn einer den Preis senkt, gehen alle andern mit. Leisten können sich das nur die, die einen großen Store im Hintergrund haben, der Rest zahlt drauf oder verdient fast nix.
Ich bin mir sicher, dass du in Deutschland nirgends (mit bekannter Standardware) preislich über den Tisch gezogen wirst, weil das einfach nicht mehr geht. Die Margen sind so knapp, dass es sich für mich z.B. bei bestimmten Produkten gar nicht mehr lohnt, das zu bestellen, weil da buchstäblich nichts hängen bleibt.
Erst, wenn man große Mengen einkaufen kann, bekommt man Preise, die die Möglichkeit eröffnen, wirklich etwas zu verdienen. Oft werden diese Preise dann aber wieder knapp kalkuliert, um billiger als die anderen zu sein, weil das genau das ist, was den Verbraucher am Meisten interessiert.
Ich hab schon Ware zu einem Verkaufspreis bei T. gesehen, der meinem Einkaufspreis entsprach.
Die Branche ist so krass, als zum Beispiel der erste POD auf den Markt kam, war er sofort ausverkauft und nicht lieferbar. Normalerweise bedeutet das, dass der Preis steigt. Nicht so in dieser Branche. Obwohl niemand das Produkt tatsächlich liefern konnte SANKEN die Preise in den Angeboten.

Zu den Martin-Gitarren. Martin ist eine der großen Marken. Wenn man eine Martin will, soll man sich eine kaufen. Das ist für mich auch in Ordnung so, weil meine Gitarren nicht wie eine Martin klingen. Das neue Vertriebsmodell ist aber so, dass die Auswahl kleiner werden wird, weil es sehr teuer sein wird, mehrere Marken anzubieten. Es wird eine weitere Konzentration des Marktes geben. Das bevorzugt die Big Player.

Zur Preisdiskussion insgesamt:
Die ist müßig. Wenn du eine Martin haben willst, von einem deutschen Händler mit Garantie und Rückgaberecht und Service zu überschaubaren Porto/Transport/Autofahrkosten, musst du den Preis zahlen, der hier aufgerufen wird.
Wenn du riskieren willst, Reklamationsschreiben auf englisch zu formulieren und enorme Transportkosten auf dich zu nehmen, kauf sie in den USA.
That's it.

In anderen Branchen mag es sein, dass da kräftig zugelangt wird, aber in der Musikbranche sehe ich das bei vergleichbarer Markenware nicht.

Beste Grüße,
Jab
Nein, hatte nicht dich gemeint.
World's okayest guitar player!

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Niels Cremer
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von Niels Cremer »

Alle so dünnhäutig hier in letzter Zeit, chillt mal, Brüder! 8)

LG,
Niels
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jab
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von jab »

@YNWA: Deine Signatur finde ich übrigens ziemlich lustig!

:)

Jab
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RB
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von RB »

Das ist der Lockdown. Im Fernsehen hieß es, das ginge auf die Psyche.

Der Martinismus, der es möglich macht, hängt vermutlich einfach mit der Historie zusammen. Das Unternehmen existiert seit fast 200 Jahren und gefühlt alle, die prägende Musik des 20sten Jahrhunderts spielten, taten das auf Klampfen dieses Herstellers. Sowohl bei der Typentwicklung der Stahlsaitengitarren, als auch der Musik waren die aus Nazareth PA dabei. Diese enge Verflechtung mit der Musik- und Kulturgeschichte der Menschheit ist etwas Besonderes und Ideelles, das über die eigentlichen Instrumente hinausreicht, ein Mythos. Natürlich ist das auch ein Pfund, mit dem man wuchern kann und das machen sie auch. Das ist sicher eine Erklärung für einen Teil der Preisfindung.

Man kommt vielleicht in die Gefahr, nicht mehr wahrnehmungsbereit dafür zu sein, welche Vielzahl an sowohl großen, bis zu ganz kleinen Herstellern es gibt, die den interessierten Musiküssen hervorragende Alternativen zur Auswahl bieten, von Martin-Interpreten bis hin zu eigenständigem Design und Ton für jeden Bedarf.
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laschek
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von laschek »

Also hier ist ja was los :whistler:
Rozawood RB-18
Avalon S200 Lorida
Takamine EF 408
..... und bald noch eine Neue ;-)
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Pappenheim
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Re: Martin USA Preissenkung

Beitrag von Pappenheim »

Jo mei, manche sind sich schon vor dem Lockdown virtuell hier an die Gurgel gegangen, ich war auch mal dabei ... :oops: :)
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