Tablet als Notenständer

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Moderator: RB

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Bernd C. Hoffmann
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Tablet als Notenständer

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Guten Morgen Schwarmwissen,

ich denke über eine Alternative zum Notenständer nach. Mehrseitige Stücke habe ich schon vor Jahren aus dem Notenheft kopiert und als Fahne aneinander geklebt, damit ich nicht umblättern muss. Das waren meist 3 bis 4 Seiten. Ab 6 Seiten wird es riesig lang und ich bräuchte einen 2. Notenständer, um mir körperliche Verrenkungen zu sparen (das war kürzlich der Fall).

Gelegentlich habe ich in Videos Konzertmitschnitte gesehen, wo Musiker aus dem Tablet spielen und mit einem Fußschalter umblättern. Wenn ich als gedruckte Kopie eine gute lesbare Auflösung habe, dann wird diese - nach meinem bescheidenen Verständnis - wegen der Bildschirmgröße im Tablet verkleinert. Bei einem komprimierten Layout mit verkleinerter Darstellung und hoher Zeilendichte stelle ich mir das dann recht schwierig zu entziffern vor. Auch was Sprunganweisungen betrifft, z. B. von der 5. auf die 2. und dann der 3. auf die 6. Seite, stelle mir schwierig vor.

Hat jemand Erfahrung mit dem Einsatz von Tablets, bin ich bspw. von bestimmten Herstellern abhängig und wie ist das mit der Akkulaufzeit?

Ich bin gespannt auf Eure Beiträge. Hierfür herzlichen Dank vorab.
Liebe Grüße
Bernd
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Holger Hendel
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Holger Hendel »

Auch was Sprunganweisungen betrifft, z. B. von der 5. auf die 2. und dann der 3. auf die 6. Seite, stelle mir schwierig vor.
Das ist für mich der Killer schlechthin. :x Da ist es dann wirklich angezeigt so ein Stück in Gänze ohne Repetitionszeichen am Start zu haben. Ich schiebe diesen Digitalisierungs-Step immer vor mir her. :( Ein lüddes tablet würde für mich nicht funktionieren, die großen sind mir noch zu teuer. Der Sänger und der andere Gitarrist meiner Band arbeiten mit einem Teleprompter, Eigenbau - altes Monitor-Chassie, großes Display, daran ein Mini-Computer, läuft. Vielleicht ist das was für Dich, mir scheint diese Position auf dem Boden sehr praktisch da sie auf der Bühne nicht die Sicht für den Zuschauer verstellt. Und in Sachen Größe sind einem praktisch keine Grenzen gesetzt. Es gibt apps, die die Anzeige um 90° drehen können (wenn Du das display lieber senkrecht haben möchtest).
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tomis
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von tomis »

Man braucht 4:3 format
Sonst verschenkt man viel platz
mit Blues und Gruß
Thomas
rwe
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von rwe »

Nach Noten möchte ich damit bspw. im klassischen Ensemble nicht spielen müssen, jedenfalls nicht auf der Bühne (auch wg. Displaylicht), bei Leadsheets einer Coverband (oder beim jährlichen Osterfeuermusizieren) passt das gut. Ich bin aber selbst noch nicht umgestiegen, sondern hab's nur gesehen bzw. war Nutznießer.
Es335
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Es335 »

Holger Hendel hat geschrieben:
Sa Aug 01, 2020 11:01 am
... Es gibt apps, die die Anzeige um 90° drehen können (wenn Du das display lieber senkrecht haben möchtest).
Einige, sogar mittelalte Monitore konnten das auch schon selbstständig! Ansonsten eine smarte Lösung, die im Gegensatz zum großen iPad Pro oder ähnlichem auch noch bezahlbar wäre.
Bernd C. Hoffmann
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Danke für Eure Antworten!

Mir kam die Idee ein zeitlich überholtes Laptop zu verwenden und daran einen 24" Monitor anzuschließen, während das Laptop auf dem Boden steht. Der kann 2 Seiten gut lesbar nebeneinander darstellen. Für das Schalten mit dem Teleprompter muss ich mir wohl etwas einfallen lassen, falls es hierfür keine USB-tauglichen Lösungen gibt.
Liebe Grüße
Bernd
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Es335
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Es335 »

Wie wäre es mit einer der alten, größeren, kabelgebundenen Microsoft Mäuse!?
Die sind i.a. groß genug, um die für‘s Blättern zuständige Maustaste auch mit dem Fuß z.B. zu bedienen.
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Holger Hendel
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Holger Hendel »

Für das Schalten mit dem Teleprompter muss ich mir wohl etwas einfallen lassen, falls es hierfür keine USB-tauglichen Lösungen gibt.
Es gibt auf jeden Fall usb-Lösungen, nach der Himbergenwoche frage ich mal unseren Sänger welches Gerät er im Einsatz hat. Das funktioniert live uneingeschränkt problemlos / unauffällig. Oder ich bekomme etwaige Störungen nicht mit. ;)
Bernd C. Hoffmann
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Holger Hendel hat geschrieben:
So Aug 02, 2020 11:11 am
Für das Schalten mit dem Teleprompter muss ich mir wohl etwas einfallen lassen, falls es hierfür keine USB-tauglichen Lösungen gibt.
Es gibt auf jeden Fall usb-Lösungen, nach der Himbergenwoche frage ich mal unseren Sänger welches Gerät er im Einsatz hat. Das funktioniert live uneingeschränkt problemlos / unauffällig. Oder ich bekomme etwaige Störungen nicht mit. ;)
Ja, das wäre hilfreich. Ich bin gespannt auf Deine Antwort.
Liebe Grüße
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Jürgen
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Jürgen »

https://www.thomann.de/de/airturn_duo_200.htm
Verwende ich mit einem Samsung Tab S2 und Mobile Sheets Pro. Funktioniert einwandfrei.
Wenn Die Seiten nicht zu dicht beschrieben sind auch gut zu lesen. Akkuverbrauch ist minimal.
Gruß

Jürgen

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Klar ist doch auch, daß die Beschränkung auf eine einzige Gitarre auf eine extreme Notsituation, im Grunde auf den Zusammenbruch der Zivilisation hinweist. (RB)
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docsteve
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von docsteve »

In der Band nutzen einige von uns iPads unterschiedlicher Größe. Die Akkulaufzeit war nie ein Problem.

Mir reicht ein normales iPad 2, weil ich in der Regel nur Akkordsymbole brauche. Um Noten von dem Bildschirm zu spielen, ist es definitiv zu klein.

Die Bläser haben teilweise ein iPad Pro für die Noten. Für den seltenen Fall, dass mal geblättert werden muss, machen sie es glaube ich von Hand, was bei Bläsern auch kein allzu großes Problem darstellt.

Den Bildschirm drehen kannst du unter Windows in den Anzeigeeinstellungen ganz ohne Zusatzsoftware. Es gibt auch Bildschirmtreiber, die Tastenkombination dafür mitbringen (Steuerung + Alt + Pfeiltasten, wenn ich mich recht erinnere). Welche Treiber das sind, weiß ich leider nicht mehr – ich hatte sie damals als Problemfall, weil die Tastenkombination für andere Sachen benutzt werden sollte und die Anwender sich berechtigterweise beschwert haben, dass stattdessen die Anzeige umgestellt wurde.

Nur meine Erfahrungen,

Viele Grüße Stephan
Ugorr
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Re: Tablet als Notenständer

Beitrag von Ugorr »

Moin.
Ich nutze mehrere iPads. Die sind kleiner als Papier, aber besser lesbar(wg Hintergrundbeleuchtung und Retinadisplay) und reichen wirklich auch für mich als Brillenträger. Ich will nicht wieder zurück zu totem Baum und Tinte. Für reine Noten/Textdarstellung reicht auch ältere Modelle, deshalb habe ich mehrere. 2018er ist das neueste und das iPad2 ist das älteste Gerät im Gebrauch. Ich statte damit die ganze Coverband aus und nur einer schaltet mit einem Fußschalter.
Fußschalter nehme ich die von Airturn: PedPro und jetzt die Version mit 9V Anschluss. Die Dinger simulieren im Prinzip eine Bluetoothtastatur und sind teilweise programmierbar. Midibefehle können die auch senden.

Software auf dem iPad:
ONSong für Texte mit Akkorden - das Ding ist großartig. Inzwischen über 500 Songs von verschiedenen Projekten, sortiert in Setlisten und "Büchern" und durchsuchbar. Und schaltet eben ggf synchronisiert mehrere Ipads durch. Wenn der Fußschalter mal zicken sollte, scrollt OnSong selbst den Text runter, je nach TapTempo oder Liedlänge.

Für Noten: ForScore - da kann man auch seine Sprünge einbauen oder das Segno/Coda einfach in die Dateien einbauen und immer nur weiterdrücken. Bei Orchesterproben habe ich die ausgeteilten Noten schneller gescannt und eingebaut als die Kollegen mit Kopien und Klarsichthüllen

Ich habe auch ein ordentliches Audiointerface für das iPad und kann damit 2 Kanalig im Hintergrund auch Sound generieren und nutzen. Ist momentan meine Backuplösung, aber das kann mein Liveequipment komplett ersetzen.
Gruß
Ugorr
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