Focusrite oder Presonus?

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Bernd C. Hoffmann
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Focusrite oder Presonus?

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Ich trage mich mit dem Gedanken einiger Neuanschaffungen innerhalb der nächsten paar Monate. Eigentlich traue ich es mich nicht zu sagen, denn ich habe immer noch einen alten Behringer Mixer UB 1202 hier herumstehen, den ich 2006 gebraucht gekauft hatte. Ich glaube, er hat zwischenzeitlich 4 neue Generationen erlebt. Im Wesentlichen setze ich ihn nur für Sprache mit einem oder zwei Rode M3 ein. Den Rauschpegel muss ich immer per Software zum Herausfiltern nachbearbeiten.

Für Gitarrenaufnahmen gehe ich mit dem M3 direkt in die Camcorder, wo der Klang definitiv befriedigend ist. Für How-To-Play-Videos reicht das vollkommen aus. Mehr bringt wohl nur ein besseres Mikrofon, aber das ist vorerst nicht geplant. Meistens kommen Sprachanwendungen für Kundenvideos, Online Werbung und Facebook Live oder Zoom zum Einsatz. Mit Audacity direkt ist das Rauschen geringer als mit dem alten Mixer. Dafür ist der Pegel deutlich geringer und ich muss eine 9V Batterie einsetzen. Letzteres möchte ich künftig einsparen. Zudem wird das M3 nicht erkannt, wenn ich es anstelle des Webcam Mikrofons einsetzen möchte (mit Klinke am PC eingestöpselt).

Da ich maximal 2 Mikrofone benötige, habe ich mir folgende Geräte in die engere Wahl gezogen:
1) Focusrite 2i2 in der 3. Generation
__ => https://www.thomann.de/de/focusrite_sca ... rd_gen.htm
2) Presonus Studio 24c
__ => https://www.amazon.de/USB-C-Audio-Inter ... B07L9MWWDK

Beide Geräte scheinen kein Netzteil zu haben.

Für welches Gerät würdet Ihr Euch entscheiden, und warum?
Herzlichen Dank vorab.
Liebe Grüße
Bernd
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fingerstricker
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Re: Focusrite oder Presonus?

Beitrag von fingerstricker »

Hallo Bernd,
die Dinger in dieser Preisklasse schenken sich nicht viel, - ich wage zu behaupten, dass du bzgl. AD-/DA- Wandler und bei den Mikrophonvorverstärkern keinen Unterschied hören wirst.

Die PreAms im Presonus sind allerdings mit 50 dB etwas schwach auf der Brust, - wenn du also mit "leisen" Mikrosignalen daherkommst kann das eng werden. Das Scarlett hat laut Datenblatt die besseren PreAmps mit 56dB Gain.

Dafür hat das PreSonus ein paar ganz nette Funktionen drin.
Man kanns beim PreSonus direkt und ohne SW Gehampel das Verhältnis zwischen PlayBack und Eingangssignal regeln.
Auch schön, die Eingangspegel sind schnell mit Hilfe der LEDs eingestellt..
Das PreSonus hat ausserdem ein MidiInterface - schön wenn man es hat für den Fall dass man es mal braucht.
Ob das für deine Anwendung wichtig ist musst du selbst entscheiden.

Wichtig wären mir die Treiber, - die schenken sich bei den beiden aber vermutlich auch nicht viel. Im Keller habe ich zwei alte PreSonus Interfaces und hatte nie Probleme (allerdings am MAC). Das Scarlett ist aber auch oft gesehenes Wald und Wiesenteil, von Treiberproblemen ist mir da auch nichts bekannt.

Bei den verschiedenen Interfaces z.B. auch de Steinberg UR22mkII sind oft abgespeckte Versionen deren DAWs mit dabei, - evtl. ist das noch ein Kriterium.

Ach ja, und kauf das Ding bei einem der größeren Online-Musikalienhändler und kuck, dass die die 3 Jahre Garantie mitnimmst.

Edit und kleiner Nachtrag:
Wenn dir ein Mic-PreAmp reicht und du den ganzen Schnick und Schnack nicht benötigst, - dann würde ich mir vermutlich ein kleines AUDIENT zum Test schicken lassen (so eines in der Art). Von dem habe ich zumindest bzgl. PreAmps und Wandler viel Gutes gelesen und das ist ja die wesentliche Aufgabe eines Interfaces.
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Niels Cremer
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Re: Focusrite oder Presonus?

Beitrag von Niels Cremer »

Keine direkte Erfahrung mit dem Focusrite 2i2, ich hatte ein älteres Modell und das ist auch schon länger verkauft. Ich hab aber bzgl. der kleinen USB-powered Focusrites schon ab und an gehört, dass es da bei mobilen Anwendungen Probleme mit der Stromversorgung gibt, also zB nicht genug power um Phantomspeisung sicherzustellen bei mobilem Betreiben an einem iPad oÄ. Weiß nicht ob das für dich ein Aspekt ist, gerade weil du ja möglichst auf die Batterie im M3 verzichten möchtest.

LG,
Niels
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berndwe
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Re: Focusrite oder Presonus?

Beitrag von berndwe »

Ein IPad reicht zum Beispiel beim Focusrite für die Stromversorgung nicht aus. Man braucht dann Adapter und einen aktiven USB-Hub. Am USB-Anschluss vom PC sollte es normalerweise klappen, ich habe das aber noch nicht ausprobiert (kann ich heute Abend gerne mal machen).

Welches der beiden Geräte besser ist kann ich nicht beurteilen. Falls Du Dich für das Focusrite entscheidest, würde ich meines eventuell abgeben. Ich benutze das sehr selten. Melde Dich einfach fall Du Interesse hast.
Bernd C. Hoffmann
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Re: Focusrite oder Presonus?

Beitrag von Bernd C. Hoffmann »

Danke für Eure Beiträge!

Das M3 hatte ich damals gekauft, um Interviews auf Veranstaltungen wie der Musikmesse zu machen. Mit dem entkoppelten Griffteil und der Batterie war das klanglich für den Einsatz eine sehr gute Wahl. Jetzt hauptsächlich für Tutorials und Zoom Calls will ich sie weiter nutzen, denn in dem Bereich hat es auch eine gewisse Verbreitung. Das ist der Grund, weshalb ich Phantomspeisung haben möchte. Der Einsatz erfolgt direkt am PC unter Windows. Wenn es damit Probleme gibt, dann geht das aufs Netzteil zurück. Ich hatte damals einen Fertig-PC gekauft, wo ich einige Dinge individuell haben wollte. Ans Netzteil hatte ich allerdings nicht gedacht. Aber es ist auch leistungsfähige "Maschine" geplant, wenn die Grafikkarten wieder auf Normalkurs angekommen sind.

Der Einsatz am Laptop ist bislang nicht geplant. Wichtig sind mir 2 Mikrofoneingänge und ein möglichst rauschfreier Vorverstärker. Die Nachbearbeitung erfolgt in Audacity. Da habe ich bisher den Pegel angehoben und das Rauschen herausgefiltert. Deswegen finde ich die LED Peak Meter beim Presonus praktisch. Damit könnte ich einen Schritt in der Nachbearbeitung einsparen. Da die Empfindlichkeit des Gain angesprochen wurde, käme es auf einen Test an. Das Audient hat nur 1 Mikrofoneingang und fällt damit raus.

@ Bernd
Danke für Dein Angebot. Wenn ich mit dem Presonus beim Gain Signal nicht hinkommen werde, dann würde ich mich bei Dir melden.

Nachmals Dankeschön für Eure Beiträge!
Liebe Grüße
Bernd
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