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Unterfüttern.

Verfasst: Di Okt 14, 2014 3:53 pm
von Gitarrenspieler
Hallo
Ich würde gerne langsame eigene Musikaufnahmen mit etwas Orgel unterlegen, so Flächen meine ich, weil ich mir da oft nur mit Gitarre sehr verloren vorkomme. Da ich weder eine „Hammond“ habe und auch nicht besonders gut spielen kann (habe in meiner Schulzeit nur mal etwas Akkordeon gespielt) hab ich an euch mal die Frage wie ich das am besten mache.
1 „Hammond“Orgel (mit Leslie =;O) kaufen und spielen lernen.
2 Software und Masterkeyboard kaufen, das so was geht weiß ich, aber nicht wie.
3 Es soll ja auch nur mit Software gehen, wenn ja mit welcher und wie?
Beispieldatei damit ihr wisst was ich ungefähr möchte.
Bessere Vorschläge?
<<Beispieldatei>>
Das ist übrigens Steve Earle, eine Liveaufnahme von 1989 in Calgary. Dead Folwers.
Spiel das hier nur kurz an damit das rechtlich nicht bedenklich wird.

Danke.

Verfasst: Di Okt 14, 2014 8:46 pm
von tomis
könntest du deine klampfe mit software verfremden,
daß sie vielleicht so klingt ?
danny gatton hat das mit amp und geheimniskiste an seiner tele gemacht
das war aber vor 40j
heutzutage klappt's mglw sogar mit deinem telefon
mein neffe spielt da mit so einem softwaresynthi für lau
das ganze über einen röhrenamp und mal hören

Verfasst: Di Okt 14, 2014 9:16 pm
von tired-joe
Du koenntest das mit midi und sampled Sounds in deiner daw machen. Stichwort ist virtual instruments.

Joe

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 5:54 am
von Pappenheim
Die Instrumenten-Sounds aus der Retorte klingen aber doch ein wenig künstlich und roboterhaft. Du wirst doch wohl irgendeinen Keyboarder kennen?

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 7:01 am
von Gitarrenspieler
tired-joe hat geschrieben:Du koenntest das mit midi und sampled Sounds in deiner daw machen. Stichwort ist virtual instruments.

Joe
Ja schon aber wie? Hat da schon mal jemand ein Lehrvideo irgendwo gesehen?
Pappenheim hat geschrieben:Die Instrumenten-Sounds aus der Retorte klingen aber doch ein wenig künstlich und roboterhaft. Du wirst doch wohl irgendeinen Keyboarder kennen?
Nee Walter das möchte ich schon selber machen, bevor ich dem erklärt hab was ich und wie ich das möchte. Mein Problem ist das ich vorher schon immer „im Kopf höre“ was ich möchte u. das soll dann auch so werden.

Dachte auch schon mal an eine günstige „Heimorgel“ wenn die so was wie „Hammond“ oder so ähnliches kann.

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 7:24 am
von DiSt
Bei den meisten (allen?) DAWs kannst du doch virtuelle Instrumente auch auf dem Keyboard (Computer-Tastatur) spielen. Da nur monophon, für Flächen vielleicht etwas mühsam, aber machbar :lol:
Oder du tätigst den Mega-Invest von 39€ für sowas hier:
http://www.thomann.de/de/miditech_garagekey_mini.htm

Die "günstige Heimorgel mit Hammond-Sound" kann dagegen mit Sicherheit nicht anstinken.

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 7:46 am
von tired-joe
Gitarrenspieler hat geschrieben: Ja schon aber wie? Hat da schon mal jemand ein Lehrvideo irgendwo gesehen?
Du kannst z.B. Magix independence benutzen. Es gibt eine abgespeckte Version die umsonst ist:
http://pro.magix.com/en/independence/in ... .1013.html

Andere Firmen fuer sowas sind Native Instruments und Steinberg.

Ich habe auf meinem Rechner aus Spieltrieb mal vor laengerer Zeit independence free installiert und es funktionierte gut. Dabei ist eine Soundlibrary. Das sind Klaenge, die von "echten" Instrumenten aufgenommen wurden. Man kann Magix independence entweder als stand alone betreiben oder in einer DAW als VSTi einbinden. Letzteres habe ich gemacht. Die Steuerung erfolgt dann ueber Midibefehle. Da hast du zwei Moeglichkeiten. Eintweder du benutzt den Midi Editor deiner DAW (das kann auch ein virtuelles Keyboard sein), oder du steuerst ueber Hardware, also ueber einen Midicontroller, das kann z.B. ein "echtes" Midikeyboard sein. Jedes bessere Soundinterface hat einen Midieingang fuer sowas. Es geht aber, glaube ich, auch ueber usb direkt an den Rechner.

Joe

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 9:11 am
von Gitarrenspieler
Hab gerade mal geschaut, ich hab unter all meinen Musikprogrammen auf dem PC auch Magix Musik Maker und Cubase LE. Wenn ich mir jetzt noch das kleine USB-Keyboard kaufe und mir solch eine Software kaufe/runterlade sollte das doch gehen.
Das hier vielleicht
http://www.youtube.com/watch?v=jygpQc3bpys
Das klingt doch schon mal ganz amtlich oder?
Gibt ja viele freie VST plugins, hat jemand eine saubere Adresse wo ich so was bekomme aber bitte virenfrei und ohne Toolbars?
@tried-joe
Hab dann an dich vielleicht noch ein paar Fragen wenn es soweit ist.
Denke ich bin auf dem Weg denke ich.

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 9:57 am
von RB
1. Mit Metronom aufnehmen

2. Noten schreiben und als Sound exportieren, geht ganz gut mit MuseScore, da dort eine gesamplete Bibliothek enthalten ist, mit der Akkordeon, Flöten, Orgeln ganz vernünftig klingen.

3. Solcherart erzeugte WAV Datei in DAW importieren.

Das habe ich schon so gemacht, worauf diesem Forum angehörende Personen mich ungläubig fragten, wie es komme, dass ich jetzt Flöte spielen könne.

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 1:09 pm
von bookwood
Per Software (z.B. Ludwig oder Band-in-a-Box) kann man sich mit ‘ner ganzen Kapelle
begleiten lassen. Dazu muss man sich dann aber schon bei der Anlage des eigenen Stücks
von den dort verfügbaren Styles leiten lassen, wobei das Tempo und die am Playback
beteiligten Instrumente variabel sind. Mit Band-in-a-Box habe ich schon ein paar Sachen
gemacht. Taktstruktur und Harmonienfolge eingeben, Style wählen und los. Die Bedienung
erfordert einigen Einarbeitungsaufwand, aber wenn man es mal geschnallt hat, sind die
Ergebnisse nicht übel. Manchmal (vor allem bei älteren Versionen) wirken die Midi-Sounds
nicht echt genug. Wenn man den Song via Midi-Export dann in die die DAW übernimmt,
kann man damit allerdings wieder bessere VST-Instrumente ansprechen.

Will ich (insbesondere ohne Metronom oder Klicktrack) bereits aufgenommene Stücke
bestehend aus Gitarre und ggfls. Gesang nachträglich unterfüttern, ist die beste Lösung
sicher das, was dir jetzt naheliegend bereits vorschwebt: Midi-Keyboard steuert VST-
Instrumente in der DAW, die entweder in Echtzeit aufgenommen oder Stück für Stück
programmiert werden. Achte beim Keyboard auf ordentliche (fullsize) Tasten, Miniatur-
tasten finde ich grundsätzlich zu unkomfortabel. Überlege, ob 25 oder doch besser 49 oder
gar 61 richtig sind (für beidhändiges Spiel in unterschiedlichen Lagen). Oktavumschaltung,
Pitch Bend- und Modulationsrad sollten dabei sein.

Was die VST-Instrumente angeht, könnte ich mal meinen Fundus durchsehen. Virtuelle
Orgeln findet man als echte Freeware allerdings nicht so oft. Welche Cubase LE-Version
hast du?

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 1:10 pm
von Gitarrenspieler
So ich habe georgelt.
Habe mir AZR3.dll (VST Orgel) geladen und in Magix eingebunden.
Dann in der VST Orgel die Register und Rotation so eingestellt das es ein wenig nach Hammond klingt. Ich weiß, nicht wirklich.
Hier mal eine erste Datei, nur Geklimper weil auf der Schreibtastatur, USB-Klaviatur werde ich mir noch zulegen. Werde weiter berichten, danke an alle!
<<Datei>>
Bild

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 1:13 pm
von bookwood
Na, dann biste ja schon einen Schritt weiter. Geht doch. 8)

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 2:53 pm
von Gitarrenspieler
Merke gerade das der Ton nach Tastendruck (mit der Schreibtastatur) ordentlich verzögert kommt. Ist das normal, der Rechner ist ein Core i7 mit 8 GB Speicher unter Win. 7/64bit

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 3:23 pm
von Herigo
hi, deine gefundene lösung schein die beste für dich, du wirst auch nicht sehr virtuos orgeln, ich machs auch so, mit drei fingern...

die latenz hängt auch von der treiber software eines usb-keyboards ab.

Verfasst: Mi Okt 15, 2014 3:31 pm
von scifi
Noch ne Idee: nimm eine alte billige Bontempi und schicke sie durch einen verzerrten Gitarrenamp oder POD mit Stereochorus oder ähnliches. In einer alten Band hatten wir mal sowas und das klang jetzt vielleicht nicht genau wie eine Hamond, aber hat schon ganz gut einen röhrenden Teppich rüber gebracht. Dann noch Stereo-Chorus und ggf. eine Leslie-Emulation im Mix dazu..