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Nachträglicher Einbau eines TA (mit Preamp)
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 11:22 am
von Kay
Hallo zusammen. Ich bin neu hier und brauch mal eure Hilfe und eure Vorschläge zur Meinungsbildung. Um es vorweg zusagen: Ich habe schon versucht, mein Thema im Forum zu finden - vergeblich. Sollte ich es übersehen haben, tut es mir leid. In dem Fall wäre ich für den Link dankbar.
Also mein Thema:
Ich habe eine Blueridge BR 140 und möchte mein Gitarrenspiel (im Wohnzimmer oder bei kleineren Veranstaltungen mit Freunden pp) auch mal verstärken und stelle mir dafür den Roland AC 33 vor, vielleicht auch den AC 60, wobei ich wegen des Spielzeugs Looper zum AC 33 tendiere (soviel Power brauche ich ja nicht). Aber das nur am Rande.
Ich hatte ursprünglich vor, mir einen Zargenpreamp von B-Band einbauen zu lassen, habe jetzt aber doch bedenken, meine Gitarre aufsägen zu lassen (schon der Gedanke tut mir weh). Habe auch Angst, dass ich möglicherweise durch den Einbau und das Aufsägen der Zarge der Klang verändert. Als Alternative bin ich dann auf folgenden Vorschlag gestoßen:
http://www.pro-arte-acoustics.de/tonabn ... tarre.html
Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem TA?
Sind meine Bedenken gegen den nachträglichen Zargeneinbau übertrieben oder unberechtigt?
Schon mal vielen Dank für eure Mühen bei meiner Meinungsbildung
Kay
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 11:42 am
von Herigo
der nachträgliche einbau eines zargenradio (sieht für meinen geschmack nie gut aus, tut aber nichts zur sache) ist vor allem nicht nötig. es gibt genügend alternativen mit preamps fürs schallloch oder welche die in der buchse sitzen, ich habe die erfahrung gemacht, dass es nicht notwendig ist ständig an den regler rumzudrehen, ein volumepoti dezent im schalloch reicht mir persönlich aus. es geht sogar auch ohne, bzw. es gibt kabel von taylor (vielleicht auch mittlerweile von anderen) die an dem instrumentenstecker ein volume-poti haben.
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 12:02 pm
von LaFaro
ich würde auch auf das "Zargenradio" verzichten... wie Herigo schon sagte.. es gibt genügend Alternativen mit externem Preamp oder Regelung im Schallloch... an meiner Takamine ist so ein Teil in der Zarge eingebaut, aber ich habe bisher nicht das Gefühl, dass unschätzbare Vorteile gegenüber einer Regelung im Schallloch wie bei meiner Collings oder mit einem externen Preamp bringt.... so ein Einbau lässt sich nicht mehr rückgängig machen.. ( ja ich weiß.. zweites Schallloch..

) und wenn Du den PU austauschen oder ganz darauf verzichten willst, dann wirst Du das Loch nicht mehr los

Verfasst: Mi Feb 15, 2012 12:04 pm
von OldBlues
ich sach nur
MiSi
Hab den in einer 12-saitigen Lakewood u. bin dolle zufrieden damit.
Kein Zargenradio, kein Batteriekasten im Korpus... u. der Sound ist warm u. voll.
Bei Elderly USA gibt's dafür auch 'ne Regeleinheit, die im Schalloch angebracht wird.
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 1:32 pm
von hoggabogges
Unterstütze den Alten Blueser bei dem MiSi. Feine runde Sache und da ohne Batterieeinbau ganz einfach gemacht.
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 2:01 pm
von thust
Schau mal
hier
Klingt gut, lässt sich leicht einbauen!
Gruß Andreas
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 2:16 pm
von Harald H. Morton
....da kann ich Andreas nur zustimmen.
Ich habe mir vor einigen Wochen den Schatten HFN passiv zugelegt und bin damit sehr zufrieden.
Beste Grüße
Harald H. Morton
TA-Einbau
Verfasst: Mi Feb 15, 2012 8:24 pm
von tbrenner
Hallo,
ich habe den Headway Snake mit vol-+ ton-Poti in meine Furch Dreadnought
einbauen lassen. Soundmäßig ziemlich gut + hat v.a. eine satte Ausgangsleistung, was bei anderen Systemen oft so ne Achillesferse darstellt. Die beiden Regler habe ich diskret in der Zarge oberhalb des Halsansatzes einbauen lassen; also k e i n Zargenradio, aber ein live für mich doch unverzichtbarer schneller Zugriff auf das Volumen.Und den Tonregler finde ich - gerade wenn man mal zwischen Strumming und Picken hin- und herwechselt- ebenfalls sehr nützlich.Kann ich - bei den mittelpreisigen Systemen - uneingeschränkt empfehlen. Bei den sehr teuren Sachen gibt´s immer noch was Besseres, ohne Zweifel.
Den Schatten HFN habe ich in der Guild F 30; klingt auch sehr überzeugend,
hat aber - s. o. - etwas wenig Output, sodaß ich da noch mit meinem externen LR-Baggs-Preamp (diese braune Kiste..) nachhelfe. Dann ist alles gut.
Grüssle,
tbrenner

Verfasst: Do Feb 16, 2012 8:17 am
von Kay
Schon mal allen, die ihr Statement abgegeben haben, tausend Dank dafür. Das hilft mir bisher alles sehr.
Sehe ich das denn richtig, dass ein Einbau (auch ohne Zargenradio) auf jedenfall vom Fachmann (Gitarrenbauer) vorgenommen werden sollte?
Kay
Verfasst: Do Feb 16, 2012 8:30 am
von LaFaro
ich würde das von der "Komplexität" des Einbaus und Deinem handwerklichen Geschick abhängig machen....

und natürlich Deinen Ansprüchen an das Aussehen....
viele der genannten Systeme sind sicher sehr einfach einzubauen, wenn man nicht 2 bis 3 linke Hände hat. Aber wenn es z.B. darum geht, eine Bohrung zu erweitern, um die Buchse anzubringen, streiten sich schon die Geister.... dem einen ist es egal, wenn der Lack ein wenig reißt, für den anderen ist das eine Katastrophe.
Ich persönlich neige bei allem, was mit "Holzarbeiten in irgendeiner Form" zu tun hat, zum einbauen lassen... zum einen, weil mir die passenden Werkzeuge fehlen und ich mir meiner "handwerklichen Qualitäten" bewusst bin...

da investiere ich dann lieber mal die 50 oder 60€ und lasse es von einem Routinier machen.....
Meinen Ehrlund-PU kann ich allerdings schon noch allein befestigen...

Verfasst: Do Feb 16, 2012 8:35 am
von Harald H. Morton
.... grundsätzlich "Nein", würde ich sagen. Wenn "Zargenradio", dann aber bestimmt.
Bei dem Einbau meiner passiven Abnehmer war der Inneneinbau überhaupt kein Problem. Nerven hat mich lediglich beim ersten Einbau das Aufbohren für den Endpin gekostet. Trotz handwerklicher Fähigkeiten ist es mir nicht einwandfrei gelungen, das Loch ohne Ausfransungen am Rand herzustellen. Zwar hat der Endpin letztlich den Schaden abgedeckt - jedoch war ich froh, als die Aktion zu Ende war und kein größerer Schaden entstanden ist.
Fazit: Ich habe bei den anderen Gitarren das Endpinloch immer vom Gitarrenbauer aufbohren lassen.
Beste Grüße
Harald H. Morton
Verfasst: Do Feb 16, 2012 12:48 pm
von Kwalke
Moin Kay!
Ich habe den hier selbst eingebaut:
http://www.thomann.de/de/fishman_ellips ... narrow.htm
...und ich bin handwerklich auch eher ungeschickt. Der Sound ist richtig geil. Hier im Forum findest Du einiges über den Fishman Ellipse Matrix Blend.
Du könntest Dir aber auch den z.B. kaufen:
http://www.cromacord.net/amp/index.php/ ... a-Mikrofon
Dann brauchst Du die Gitarre gar nicht verändern. Nach den Soundbeispielen zu urteilen, scheint das Rumba hammermässig zu sein.
Verfasst: Mo Feb 20, 2012 4:06 pm
von Kay
Also nochmals recht herzlichen Dank für Eure Statements.
Der Fishman Ellipse scheint ein wirklich tolles Teil zu sein - aber ehrlich gesagt sprengt der etwas meine Preisvorstellung.
Ich tendiere jetzt wohl zu einem aktiven Piezo TA.
Vielleicht mag der ein oder andere ja über seine entsprechenden Erfahrungen berichten.
Kay
Verfasst: Mo Feb 20, 2012 7:35 pm
von Kwalke
Kay hat geschrieben:Also nochmals recht herzlichen Dank für Eure Statements.
Der Fishman Ellipse scheint ein wirklich tolles Teil zu sein - aber ehrlich gesagt sprengt der etwas meine Preisvorstellung.
Ich tendiere jetzt wohl zu einem aktiven Piezo TA.
Vielleicht mag der ein oder andere ja über seine entsprechenden Erfahrungen berichten.
Kay
Der LRBaggs Elements in meiner Gisbson klingt ordentlich für einen Piezo. Finde den wohlklingender als der Fishman-Piezo alleine (in meinem Fishman Ellipse Matrix Blend)
Verfasst: Di Feb 21, 2012 3:31 pm
von Kay
Danke dir für deinen Tipp.
Nun dachte ich, meine Entscheidung in Richtung aktivem Piezo Tonabnehmer wäre gefallen (entweder Headway HE4/G.FEQ oder L.R.Baags EAS Element Active System), da stopere ich beim großen T über einen Deckentonabnehmer
http://www.thomann.de/de/bband_a12n1470.htm
Der hat ja richtig gute Bewertungen bekommen.
Kann mir noch jemand was zu einem Deckentonabnehmer sagen? Was habt ihr für Erfahrungen mit so einem Teil. Ist das wirklich empfehlenswert?