Empfehlung Sattel-Feilen?

Tonabnehmer, Vorverstärker, Setup, Saitenverschleiß oder sonstwelche technischen Aspekte der Gitarristerei....

Moderator: RB

Benutzeravatar
wunderfitz
Beiträge: 41
Registriert: Sa Feb 01, 2014 4:27 pm

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von wunderfitz »

Da gäbe es noch die Möglichkeit in handelsübliche Fühlerlehren nen Hieb zu feilen.
Damit hat man kleine "Sägen" mit der entsprechend genauen Stärke.
LG Uwe
L1
Beiträge: 234
Registriert: Do Okt 17, 2019 8:33 pm

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von L1 »

Meine Erfahrung was Sattelfeilen betrifft ...
... auch wenn ich sie nicht sooo oft brauche, am besten sind SATTELFEILEN ...

Zähle ich mit zu meinen nützlichsten Anschaffungen. Alles andere war ok für mal schnell was einzelnes - aber im Grunde alles Krampf, umständlich, ungenau, anstrengend ...
Klar, nicht ganz billig, aber neben dem was Klampfen und das ganze Hobby überhaupt kosten eigentlich ein Klacks. Die hat man "für's Leben", und mit richtigen Sattelfeilen macht das sogar Spaß :wink:
Benutzeravatar
Niels Cremer
Beiträge: 6351
Registriert: Mo Sep 26, 2011 8:32 pm
Wohnort: Greater Munich
Kontaktdaten:

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von Niels Cremer »

Bin ich voll bei dir, die Frage war ja "eigentlich" auch nicht "welche Alternativen zu Sattelfeilen gibt es" sondern "kann jemand günstige aber gute Sattefeilen empfehlen".

Trotzdem finde ich es idR gut, wenn man auch mal versucht andere Möglichkeiten zu finden oder was selbst zu machen.

LG,
Niels
Benutzeravatar
Rumble
Beiträge: 2338
Registriert: Fr Jul 29, 2011 8:08 am
Wohnort: Wegberg

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von Rumble »

Zum Nachfeilen/Nacharbeiten bei den e-Gitarren habe ich noch so ein ganz billiges Set (irgendwas für um die 5 EUR), die zwar wahrscheinlich nach relativ wenigen Durchgängen durch sind, aber dadurch bestechen, dass Sie gleichmäßig rund sind und in allen gängigen Durchmessern daher kommen. Die sind kurz und haben etwa die Größe eines Schlüsselanhängers.

Die tragen auch kaum etwas ab, sind aber gut geeignet mal einen Grat zu entfernen wenn die Saite etwas im Sattel klemmt, bzw. hängen bleibt. Einen neuen Sattel wird man damit aber kaum hinbekommen. Mit den großen (richtigen) Sattelfeilen muss man ein Grobmotoriker wie ich manchmal vorsichtig sein. :aua:

Seitdem klappt es auch mit dem Jammerhaken weitestgehend verstimmungsfrei.
Habe ich immer in meiner kleinen "Erste-Hilfe-Tasche".
Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.
Benutzeravatar
bookwood
Beiträge: 2896
Registriert: Mo Okt 18, 2010 4:49 pm

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von bookwood »

Ich habe auch das Hosco-Feilen-Set (aus dem Göldo-Programm). Tun ihren Dienst. Aber ich habe immer Bedenken, dass die Sattelkerben schnell zu breit werden, weil die Feilenblätter - soweit man das mit altersschwachen Augen erkennen kann - nur an der äußersten Kante ihre Sollstärke zu haben scheinen und nach oben hin schon früh deutlich dicker werden. Es hilft, den Sattel zuerst ziemlich genau auf die gewünschte maximale Höhe zu bringen und dann erst die Kerben nicht tiefer als unbedingt nötig anzulegen. Ich habe es anfangs mal andersherum gemacht, die Kerben bis zur Zieltiefe mehrfach nachgewühlt und am Schluss die Sattelhöhe abgefeilt. Das war im Ergebnis recht unpräzise. :roll:
Gruß
von
Ralf
Benutzeravatar
Niels Cremer
Beiträge: 6351
Registriert: Mo Sep 26, 2011 8:32 pm
Wohnort: Greater Munich
Kontaktdaten:

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von Niels Cremer »

Das ist auch mein Problem mit dem billig-set das ich im Moment habe, grundsätzlich hast du natürlich recht, als Laie tendiert man immer dazu, die Kerben viel zu tief zu machen. Auch wenn ich über diesen Reflex vielleicht hinaus bin produzieren meine Feilen doch gleich ein sehr breites V ...

LG,
Niels
Es335
Beiträge: 774
Registriert: So Nov 18, 2012 10:54 am
Wohnort: Niederrhein

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von Es335 »

Den Sattel habe ich bei meiner Guten sogar so modifiziert, dass die vordere Kante (zum Griffbrett hin) vollkommen gerade ist, genau so wie bei der Stegeinlage und nur die entgegengesetzten Kante für die Saitenführung minimal eingekerbt ist. Funktioniert wunderbar und vereint so quasi das Prinzip des ZeroGlide im einem Knochensattel. Da braucht es dann tatsächlich nicht mehr als eine Nadelfeile ... auch wenn das eine erneute „Abschweifung“ darstellt. :oops: :aua:
Benutzeravatar
JazzDude
Beiträge: 2073
Registriert: Di Aug 28, 2012 7:54 pm
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von JazzDude »

Niels Cremer hat geschrieben:
Di Jan 19, 2021 5:41 pm
Das ist auch mein Problem mit dem billig-set das ich im Moment habe, grundsätzlich hast du natürlich recht, als Laie tendiert man immer dazu, die Kerben viel zu tief zu machen. Auch wenn ich über diesen Reflex vielleicht hinaus bin produzieren meine Feilen doch gleich ein sehr breites V ...

LG,
Niels
Aber wenn du den Sattel am Ende auf Höhe bringst, verschwindet doch das meiste von dem V. Hauptsache, der Grund der Kerbe ist rund.

Aber der Tipp von Es355 ist auch super, das probiere ich mal beim nächsten Sattel.
Music is the best. (FZ)
Es335
Beiträge: 774
Registriert: So Nov 18, 2012 10:54 am
Wohnort: Niederrhein

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von Es335 »

JazzDude hat geschrieben:
Di Jan 19, 2021 6:32 pm
...
Aber der Tipp von Es355 ist auch super, das probiere ich mal beim nächsten Sattel.
Die Oberseite des Sattels einfach planparallel auf Höhe feilen, die vordere Kante mit Polierleinen „brechen“, die hintere Kante abrunden und leicht schräg aber nicht sehr tief die Saitenführung einfeilen. Der Druck auf der hinteren Kante sorgt schon dafür, dass die Saiten dort bleiben, wo sie auch hinsollen. :wink:

Funktioniert wirklich bestechend gut! Die Saiten liegen so nur auf und nicht in der Nut, weshalb sie nicht mehr eingeklemmt, oder an dem scharfe Grate an der Vorderkante reißen können! Letzteres ist bei Stahl- vielleicht weniger relevant als bei Nylonsaiten? :wink: :D
Benutzeravatar
bookwood
Beiträge: 2896
Registriert: Mo Okt 18, 2010 4:49 pm

Re: Empfehlung Sattel-Feilen?

Beitrag von bookwood »

JazzDude hat geschrieben:
Di Jan 19, 2021 6:32 pm
Niels Cremer hat geschrieben:
Di Jan 19, 2021 5:41 pm
Das ist auch mein Problem mit dem billig-set das ich im Moment habe, grundsätzlich hast du natürlich recht, als Laie tendiert man immer dazu, die Kerben viel zu tief zu machen. Auch wenn ich über diesen Reflex vielleicht hinaus bin produzieren meine Feilen doch gleich ein sehr breites V ...

LG,
Niels
Aber wenn du den Sattel am Ende auf Höhe bringst, verschwindet doch das meiste von dem V. Hauptsache, der Grund der Kerbe ist rund.

Im Prinzip ja, aber wenn man dabei z.B. die Feile bis zur endgültigen Kerbentiefe mehrfach neu ansetzt, kann in dem breiten "Graben" die Genauigkeit verlorengehen. Mir ist es nach unbemerktem leichtem Verkanten passiert, dass die Kerbe keinen sauber führenden Grund hatte, sondern offenbar zwei winzige Rillen entstanden sind, in denen die beiden dünnen Diskantsaiten bei Bendings plötzlich hin- und hergeplinkt sind. :oops: So'n Sattel ist natürlich unbrauchbar. Ich denke, es braucht auch ein bisschen Übung, um die Feilen mit ruhiger Hand stets sauber zu führen.
Gruß
von
Ralf
Antworten