Ist bei mir im Grunde ähnlich, Bernd.
Und selbst bei Cover braucht es meiner Meinung nach oft gar nicht mal so sehr viel. Lieber eine gut gespielte und etwas eigene Version, als langweilig und mit so einem Juke-Box Sound präsentiert.
Für meinen eigenen Kram braucht es meistens nicht so sehr viel. Einen relativ großen Teil spiele ich schon alleine mit einem Bad-Cat Capture, dass ich irgendwo unter "crunch" einsortieren würde. Das gibt es dann auch noch clean und mit ordentlich Gain. Darüber hinaus benutzte ich auch ganz gern einen Silver Jubiliee.
Bei den Effekten:
Zwei Delay-Typen. Einmal ganz kurz und mehr als "Raum" und einmal ein langes Angeber-Delay.
Da ist aber auch nichts Besonderes dran. Am Artist kommt das auch alles nur vom Amp. Das klingt sogar echt klasse. Alles andere halt da wo es mal passt. Chorus, Univibe, Tremolo. Phaser/Flanger kommen bei mir auch eher selten vor.
Reverb ist bei mir wenn/dann, eher ein dezentes Plate-Reverb. Je lauter, umso weniger.

Was zu Hause "nett klingt", ist etwas lauter gespielt immer zu viel. Am Modeler brauche ich da auch nichts extra, die Bordmittel sind für mich völlig ok.
Am Brunetti habe ich, wenn/dann, manchmal ein Reverb-Pedal, das etwas flexibler einzustellen ist als der auch sehr gut klingende Federhall, ein Delay, ein Temolo und eventuell noch einen Chorus. Der wird aber zurzeit wenig gespielt. Das große Board lagert im Keller. Viele Pedal in einem übrig gebliebenen Flight-Case.
Zerren immer nach Bedarf, aber auch nur noch wenig.
Am Artist meist noch ein Klon Clone und ein ZenDrive. Boost kommt vom Amp.
An der Röhre gern das Unit67 als Boost/Compressr und entweder das Toxic-Twin (rechts TS-Style, links Blues-Breaker Style)
Der Brunetti soll so klingen, wie er ist. Wenn es ganz anders klingen soll, dann nehme ich mittlerweile auch eher etwas anderes.
Ich habe mich auch schon mal hingesetzt und den Brunetti am Katana "nachgebaut". Das geht auch erschreckend gut.

Beides mal über die gleichen Speaker gespielt, wird die Luft da auch schon recht dünn.
Am Rechner und am "Modeler" verwende ich größtenteils einfach nur die puren Amps. Wobei der ToneX ja eigentlich kein "Modeler" im Sinne eines Fractal, oder einigen anderen Geräten ist. Das sind halt einfach nur Captures einer speziellen Einstellung. Das macht er aber halt extrem gut. Die Kombi mit dem aktiven ToneX Cab funktionert ja auch so, wie ich mir das gewünscht habe. Auch alles supereasy zu tragen und zu transportieren.
Ggf. und vielleicht auch da noch mal das Toxic-Twin und (noch eher) das Drybell Unit 67 vor dem ToneX. Muss aber auch nicht unbedingt. Davon abgesehen sind zusätzliche zerrende Padale da so oder so nicht immer die allerbeste Idee.
Was mir zu Hause so richtig gut gefällt, das ist das Volt Interface.(476P) Da habe ich ja auch schon einige durch.
Der eingebaute Kompressor und dieser "Vintage-Mode" und dann nur noch
Gitarre rein, Software ein, glücklich sein!
Das klingt so was von gut über die Studio-Monitore. Dieses billige IK-Multimedia Interface zuvor war irgendwie zickig, was die unterschiedlichen Gitarren betraf. Außerdem nicht sonderlich stabil.

An dem Volt klingt alles klasse. Schon ein krasser Unterschied. Die Hardware ist schon wirklich gut. Auch wenn ich mich wirklich frage, warum man die 48Volt Phantomspeisung nicht pro Kanal schalten kann und den Knopf direkt neben Input 1 legt. Es gibt schon Geräte, die das nicht so mögen.
Dieses riesige Softwarpaket von Universal Audio habe ich aber wieder komplett gelöscht. Brauche ich nicht und diese Software, die erstmal nach Hause telefoniert und abfragt, ob sie denn auch wirklich funktionieren darf, die brauche ich erst recht nicht.
Was sämtliches "Material" betrifft, bin ich echt mehr als zufrieden.
Egal, welche Variante es dabei gerade ist.
Bei den echten Pedalen selbst, gibt es viele, die mir gut gefallen. Wobei ich heute der Meinung bin, dass es da im Grunde auch nur eine handvoll. Kategorien gibt, in die man die meisten zerrenden Pedale erstmal so ganz grundsätzlich einsortieren kann. Ein großer Teil ist doch sicher erstmal vom TS oder Bluesbraker im weiteren Sinne inspiriert. Auch ein Klon, oder ein Brown Protein, oder ein KOT.
Der Rest ist doch eher irgendwelchen zusätzlichen Features geschuldet.
Ich habe aufgehört da ständig etwas Neues zu kaufen.

Nicht zuletzt, weil ich ja dazu tendiere, die Dinger alle doch wieder so einzustellen, dass ich am Ende tendenziell immer wieder sehr ähnlich klinge.

Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.