Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Alles über akustische Gitarren für Stahlsaiten

Moderator: RB

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Lotti
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Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Lotti »

Wenn man viel bei YouTube unterwegs ist und sich für Flatpicking und Bluegrass interessiert, stößt man, früher oder später, auf den Kanal "Flatpick Nation". Betrieben wird der Kanal von einem Schweden, der in den USA lebt und Bluegrassmusik liebt. Fast jeden Tag gibt es Aktualisierungen.

Vor einigen Wochen hat er eine Gitarre aus Deutschland geschenkt oder geliehen bekommen. Die Gitarrenbauer heißen "Old Growth Guitar". Ich hatte vorher noch nie von dieser Marke gehört.

https://youtu.be/Xc_JVIA5HIQ?si=cL2r9GpKGpMQTO96

Frage: Hat jemand schon mal eine "Old Growth Guitar gespielt"?

Ach so, hier die Homepage:
https://www.oldgrowthguitars.com
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Jürgen
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Jürgen »

Hier stellt Peter Finger eine Old Growth Gitarre vor.
Gruß

Jürgen

Meine Gitarren ------------------ Mein youtube-channel
Klar ist doch auch, daß die Beschränkung auf eine einzige Gitarre auf eine extreme Notsituation, im Grunde auf den Zusammenbruch der Zivilisation hinweist. (RB)
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Lotti
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Lotti »

Danke für den Link, Jürgen.

Die Marke scheint es noch nicht so lange zu geben. Für handgebaute Gitarren sind die Preise sehr moderat (siehe Homepage), wenn ich mir überlege, was der Markt momentan für amerikanische Serienmodelle verlangt.
saitentsauber
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von saitentsauber »

Ohne eine solche Gitarre "in echt" gehört oder gespielt zu haben, lässt sich dazu nicht viel sagen. Ganz allgemein sind für den Nachwuchs günstigere Preise als die der Etablierten ein probates Mittel, um ersma einen Fuß in die Tür zu kriegen. Wenn's klappt, sehen die Preise bald ganz anders aus.

Aber klappt's?
zu verkaufen: Eastman Mando [url=viewtopic.php?f=16&t=37123[/url]
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Bluegrass_63
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Bluegrass_63 »

Hallo liebe ForumskollegInnen,

mir war der Name auch völlig unbekannt - klingt aber interessant.

Sie scheinen ja fest in der Martin-Vintage-Tradition verankert zu sein.

Die Details, wie Bindings und Rossetten weichen doch gravierend ab - okay, kann man machen.

Zu den Preisen: die finde ich schon recht ambitioniert (als Handwerker freue ich mich natürlich, wenn Kollegen solche Preise aufrufen können)

In der Preiskategorie von 5 bis 10.000 Euro muss man sich halt schon an Kollegen wie Blazer&Henkes, Pre War Guitars oder anderen Boutique-Bauern messen lassen.

Zugegeben hatte ich noch keines ihrer Instrumente in der Hand. Freue mich aber über Berichte von Foren-KollegInnen...

Mit musikalisch-kollegialen Grüßen

Heinz
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clone
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von clone »

Bluegrass_63 hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2026 9:26 pm

Zu den Preisen: die finde ich schon recht ambitioniert (als Handwerker freue ich mich natürlich, wenn Kollegen solche Preise aufrufen können)

In der Preiskategorie von 5 bis 10.000 Euro muss man sich halt schon an Kollegen wie Blazer&Henkes, Pre War Guitars oder anderen Boutique-Bauern messen lassen.

Ist auch mein Eindruck. "Moderat" ist das eher nicht. Eventuell sind sie es aber wert (?)
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L1
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von L1 »

Bluegrass_63 hat geschrieben:
Mi Jul 15, 2026 9:26 pm
Zu den Preisen: die finde ich schon recht ambitioniert
Das hatte ich mir auch gedacht, als ich mir die Seite mal genauer angesehen habe ... "sehr moderat" wie weiter oben geschrieben fand ich die Preise nicht grad.
Wobei ich nicht beurteilen kann, ob diese Gitarren evtl. tatsächlich besser oder zumindest gleich gut sind wie vergleichbare Gitarren anderer Hersteller, die ich habe oder kenne.
Evtl. abzugeben:
Kleine Steelstring (Einzelstück vom Gitarrenbauer)
1990er National Estralita Resonatorgitarre (das schöne alte schlichte Design)
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JazzDude
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von JazzDude »

Also, ich finde die Diskussion etwas fruchtlos. Solange niemand hinfährt und ein Instrument kauft (ohne vorherige Inaugenscheinnahme macht das ja wohl niemand) kann man sich grün und blau spekulieren.
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Gitarrenmacher
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Gitarrenmacher »

Na dann wünsche ich den Kollegen gutes Gelingen.

Zwischen 4.500 und 5.000,-€ für ein gut gebautes, schlichtes, auf die Kundenwünsche hin konfektioniertes Instrument, mit sehr guten Zutaten und Nitro-Hachglanzoberfläche ist schon angemessen, aber in Dschörmenie leider tatsächlich ambitioniert.
Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.
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Bluegrass_63
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Bluegrass_63 »

Hallo Christian,

da stimme ich Dir zu, für sehr hochpreisige, handgebaute Gitarren ist der Markt hier sehr eng...

Vorallem, da zahlungskräftige Kunden scheinbar oft doch lieber zu den bekannten Serienherstellern tendieren, statt das Risiko einer Custom-made Gitarre einzugehen. Vielleicht in Hoffnung auf einen (steigenden) Wiederverkaufswert.

Ähnlich sieht es im Vintage-Bereich aus. Ich durfte vor kurzem eine "well-worne" 1954er Martin D-18 für einen Freund verkaufen. In den USA werden dafür je nach Zustand und Originaltät 10 bis 12.000 $ aufgerufen.

Da der Aufwand für den Verkauf in die USA derzeit in keinem Verhältnis zum Ertrag steht (im Übringen finde ich, dass ein solches Instrument so es schon mal in EU ist, auch hier bleiben sollte), ging sie über direkte Wege für 6000 Euro nach Tschechien.

Ich glaube nicht, dass sich in D für diesen Preis ein Käufer gefunden hätte ...

Glaubt mit musikalisch-handwerklichen Grüßen

Heinz
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Gitarrenmacher
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Re: Schon mal was von "Old Growth Guitars" gehört?

Beitrag von Gitarrenmacher »

Bluegrass_63 hat geschrieben:
Do Jul 16, 2026 7:14 pm
Hallo Christian,

da stimme ich Dir zu, für sehr hochpreisige, handgebaute Gitarren ist der Markt hier sehr eng...

Glaubt mit musikalisch-handwerklichen Grüßen

Heinz
Ich kenne mindestens fünf Kollegen persönlich, die auf dem deutschen Markt gar nicht anbieten bzw. hier nur für Preise verkaufen, die sie auch in Übersee erzielen, abzgl. der bei Export entstehenden Kosten. Das bedeutet natürlich, dass man sich diesen Markt mühsam erschließen muss, oder man bekommt aus glücklichem Zufall ein Bein in diese Tür.

2005, bei meinem ersten Treffen mit Knut Welsch habe ich mit ihm über diese Thema gesprochen. Er war ja ein sehr offener Mensch (wenn er einen mochte). Ein Fazit von Knut -sinngemäß- "Eher verkaufst Du einen überteuerten Porsche, als eine sehr gute Gitarre für 4.000,-€"

WIEDERVERKAUFSWERT ist bei mir ein Grund für ´nen Platzverweis. Zum Glück kann ich mir das leisten, andere Kollegen können das leider nicht.
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