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Moderator: stringbender

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Jürgen
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Beitrag von Jürgen »

Ich hatte am Mittwoch abend, vor dem Konzert von Ian Melrose und Caroline Aiken bei den Schorndorfer Gitarrentagen, die Gelegenheit die Gitarre zu sehen und zu spielen. In natura ist sie noch viel schöner als auf den Bildern! Wunderbar leicht liegt sie sofort gut in der Hand.

Leider war die Akustik nicht berauschend, so dass ich kein richtiges Urteil abgeben kann. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Gitarre sich noch entwickeln muss, was sie aber sicher tun wird bei der Holzauswahl. Schliesslich ist sie erst einige Tage alt. Was schon spürbar war, war die Klangfülle in allen Registern - prägnante Bässe, schöne Mitten und Höhen.

Ich habe vorsichtshalber nicht gefragt, was das Teil kosten soll. Auf jeden Fall eine Überlegung Wert!
Gruß

Jürgen

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Klar ist doch auch, daß die Beschränkung auf eine einzige Gitarre auf eine extreme Notsituation, im Grunde auf den Zusammenbruch der Zivilisation hinweist. (RB)
chevere
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Beitrag von chevere »

Hallo!

Ich hatte das Vergnügen diese Gitarre spielen zu können. Der Ton ist sehr artikuliert und transparent und durchdringend druckvoll (tragend).
Diese Gitarre ist sehr leicht und klanglich als laut einzustufen. Was mich am meisten beeindruckte, war die Separation der einzelnen Töne beim Akkordspiel und die mächtige Dynamik sowie die schnelle Ansprache.
Da ich doch eher weiche und feinere Sounds von meiner Larivve gewöhnt bin, war es für mich eine Umstellung. Dennoch: Wenn diese Gitarre richtig eingespielt ist, bleibt kein Auge trocken.

Grüße!
matthiasL
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Beitrag von matthiasL »

der Kommentar von Chevere hoert sich tierisch nach Lowden an. Absolut tierisch sogar. Koennte die Klangbeschreibung meiner O-32 (mit Alpenfichtendecke) sein.

Nach ca. 2 Jahren des Pruegelns ist sie langsam etwas zahmer (weicher)geworden.

Cheers ML
chevere
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Beitrag von chevere »

Ich bin mir nicht sicher wieviel tatsächlich durch das Einspielen tonal verändert wird und wieviel man sich einfach nur an den Klang gewöhnt.
Akustik vs Psychoakustik sozusagen.
Wie sind Eure Erfahrngen?
Grüße!
stringbender
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Einspielzeit

Beitrag von stringbender »

Jede Gitarre wird mit dem Einspielen besser. Man könnte auch sagen, je öfter sie gespielt wird, desto besser ist sie. Jede Gitarre bringt aber dafür unterschiedliche Voraussetzungen mit. Manche haben eben von Anfang an schon ein hohes Niveau.

Zum Thema Lowden:
George Lowden zählt für mich zu den besten Gitarrenbauern. Ich weiss nicht genau wie erbaut, seine Gitarren kamen aber meinem Klangideal sehr nahe. Jedesmal wenn ich eine Lowden (alter Bauart) in der Hand hatte, war das ein ordentlicher Klang.
Wobei ich bei meinen Gitarren extrem viel Wert auf die Ansprache und die Dynamik lege. Der Rest ergibt sich von selbst.

viele Grüße
Armin
Armin Dreier Gitarrenbau
Römerstr.9
73614 Schorndorf
07181/44486
www.dreier-gitarren.de
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Stephan F.
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Beitrag von Stephan F. »

Hab's erst spät gesehen, aber hat meine volle Bewunderung, deine Gitarre! Und deinen Soundfiles nach zu urteilen klingt sie "gross" oder grossartig, irgendwie beides, kann's schlecht beschreiben, sehr schöne Höhen (oder sind's Obertonanteile?).

Grüsse
Stephan
---------------
Deerbridge Single-0 "La petite Sirène"
Deerbridge L-00 DB "Wild Mountain Thyme"
Santa Cruz H-13
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Furch S-24 (zu verkaufen, lefty)
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FolkZupfer
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Beitrag von FolkZupfer »

Hallo Armin.

Ich finde Deine Gitarre schlicht – und einfach wunderschön!
(Ich habe sonst ja eher etwas für "Blink-Blink" übrig ;) )
Es steht mir eigentlich nicht zu den Klang zu beurteilen, dafür habe ich zu wenig Erfahrung, es fällt mir aber doch einer gewisser analytisch klarer Klang auf. Das ist wahrscheinlich das was Du mit "verzeiht keine Fehler" meinst.
Erinnert fast an frühere (ELAC-Boxen oder) Studiomonitore, die sind auch nicht unbedingt für den heimischen Jazzgenuss geeignet. ;)
Ich tendiere ja noch zu dem "Teelichter-Sound", der alles schön kuschelig warm darstellt. Deshalb mein (momentanes) Interesse an Zederndecken.
Ich finde Deine Ausführungen zu den Holzeigenschaften sehr interessant und lehrreich. Dadurch weiß ich nun worauf ich unter anderem bei Instrumenten zu achten habe.
Habe mal auf Deiner Seite nachgesehen und mir scheint der Preis angemessen.
Ich glaube wenn ich wüsste was ich will und was ich brauche würde ich mich eher an einen Gitarrenbauer wenden als eine große Marke von der Stange zu kaufen. Wobei der Gedanke an schön viele individuelle Extras natürlich eine große Rolle spielt... :D
Wirklich vergleichen kann ich den Klang noch lange nicht.

Frage: Haben die Bindings und Rosette einen Einfluss auf den Klang einer Gitarre?
Frage: Ist Gitarrenbau (wie Beispiel Lowden) denn solch ein Mysterium? Ich meine, man kann doch Abmessungen, Holz, Verstrebungen und Maße identifizieren...?

Gruß
FolkZupfer
mbern
Beiträge: 1324
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Beitrag von mbern »

FolkZupfer hat geschrieben: Ich glaube wenn ich wüsste was ich will und was ich brauche würde ich mich eher an einen Gitarrenbauer wenden als eine große Marke von der Stange zu kaufen.
FolkZupfer hat geschrieben: Ich persönlich finde ja auch das ca. 1.250,- Euro ein noch recht moderater Preis für eine gute Gitarre ist – andererseits ist das für MICH ein Batzen Geld.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
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FolkZupfer
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Beitrag von FolkZupfer »

Moin mbern
mbern hat geschrieben:
FolkZupfer hat geschrieben: Ich glaube wenn ich wüsste was ich will und was ich brauche würde ich mich eher an einen Gitarrenbauer wenden als eine große Marke von der Stange zu kaufen.
FolkZupfer hat geschrieben: Ich persönlich finde ja auch das ca. 1.250,- Euro ein noch recht moderater Preis für eine gute Gitarre ist – andererseits ist das für MICH ein Batzen Geld.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Ich habe nicht vor "billig" zu kaufen, ich kaufe "anfängerorientiert günstig". Zu diesem Zeitpunkt mehr als 1.000,- Euro auszugeben, ohne den eigenen Hörgeschmack, bzw. die Klangvorstellungen zu kennen, wäre mMn unvernünftig. - Und wie ich schon schrieb, sind die von mir vorausgewählten Gitarren allesamt relativ bewährte Modelle.
Was spielst Du denn zZt, und womit hast Du begonnen?

Gruß
FolkZupfer
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FolkZupfer
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Beitrag von FolkZupfer »

Moin mbern
mbern hat geschrieben:
FolkZupfer hat geschrieben: Ich glaube wenn ich wüsste was ich will und was ich brauche würde ich mich eher an einen Gitarrenbauer wenden als eine große Marke von der Stange zu kaufen.
FolkZupfer hat geschrieben: Ich persönlich finde ja auch das ca. 1.250,- Euro ein noch recht moderater Preis für eine gute Gitarre ist – andererseits ist das für MICH ein Batzen Geld.
Wer billig kauft, kauft zweimal.
Ich habe nicht vor "billig" zu kaufen, ich kaufe "anfängerorientiert günstig". Zu diesem Zeitpunkt mehr als 1.000,- Euro auszugeben, ohne den eigenen Hörgeschmack, bzw. die Klangvorstellungen zu kennen, wäre mMn unvernünftig. - Und wie ich schon schrieb, sind die von mir vorausgewählten Gitarren allesamt relativ bewährte Modelle.
Was spielst Du denn zZt, und womit hast Du begonnen?

Gruß
FolkZupfer
mbern
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Registriert: Mo Nov 01, 2010 10:24 am

Beitrag von mbern »

Eigentlich wollte ich dich nur ermutigen, auch hochwertige Gitarren zu spielen, vielleicht findest du eine, die dir viele Jahre Freude bereiten kann.

Wenn du die richtige in die Hand nimmst, dann wirst du merken, dass du deinen Geschmack schon lange kennst - du hast nur noch nie eine Gitarre gehört, die so klingt.





Ich? Ich habe gar keine Gitarre, ich schreib nur gerne in diesem Forum :)
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FolkZupfer
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Beitrag von FolkZupfer »

Moin mbern
mbern hat geschrieben:Eigentlich wollte ich dich nur ermutigen, auch hochwertige Gitarren zu spielen, vielleicht findest du eine, die dir viele Jahre Freude bereiten kann.

Wenn du die richtige in die Hand nimmst, dann wirst du merken, dass du deinen Geschmack schon lange kennst - du hast nur noch nie eine Gitarre gehört, die so klingt.
ODER, ich lasse mich zB von klirrenden transparenten Höhen beeindrucken - um nach 1/2-1 Jahr festzustellen das ich eigentlich mehr Betonung der tiefen Töne schätze...
Ich bin davon überzeugt, dass das sowohl das Ohr selbst als auch der Hörgeschmack, bzw das Wohlempfinden eine Gewohnheits- als auch eine Übungssache sind.
So wie man seine Finger übt, so übt sich auch das Ohr.
Ich möchte eigentlich NICHT verallgemeinern, und schränke deshalb mal auf mich ein.
So gern ich also auch zu höherwertigen Produkten greife oder mich dazu hinreißen lasse ;), HIER muss mein Verstand auf die Bremse treten.
Ich gehe in jedem Fall davon aus, das eine weitere, zwote, bessere Gitarre folgen wird. Aber damit lasse ich mir Zeit! - Und SPARE dadurch höchstwarscheinlich Geld. :)
Ich? Ich habe gar keine Gitarre, ich schreib nur gerne in diesem Forum :)
Nun ja, IMHO ist DEINE Meinung dazu dann eher eine von allgemeinen, weniger durch eigene speziell gemachte Erfahrungen gestützte und auf Musikinstrumente nur bedingt anwendbare Meinung.
Ich danke Dir trotzdem für Deine Hinweise. :)

Gruß aus Kiel
FolkZupfer
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