Ich habe ja in den Jahren zuvor auch mal ganz gern am Stand geholfen, das fand ich immer ganz spannend und auch für meine alte Verkäuferseele ganz wohltuend. In den ersten Jahren war es auch noch nicht so knackevoll.
Als Aussteller kommst du auch ganz anders mit den Leuten ins Gespräch und kannst ja auch schon mal durch die Halle schlendern, bevor die Türen offiziell aufgehen.
In diesem und im letzten Jahr war ich aber auch nicht mehr da.
Was mir missfällt:
- Es ist zu voll.
- Der Preis ist vielleicht eher dann ok, wenn man alles Gebotene mitnimmt.
- Insgesamt (hin und zurück) etwa 7 Stunden Fahrt, ohne irgendwelche Pausen.
- Wenn es voll ist, ist der Lautstärkepegel für mich persönlich auch schon ungeeignet um akustische Gitarre in Ruhe und vernünftig auszuprobieren.
- Einige der freien "Workshops" sind ja leider oft doch eher sehr oberflächlich und/oder reine Werbeveranstaltungen.
- E-Gitarren über Kopfhörer spielen? Amps über eine OX-Box und Kopfhörer?
- Die Nummer mit dem Amps im UG ist meine Meinung nach aber auch krass gesundheitsgefährdend und dürfte so niemals genehmigt werden.
Ich kann gerade die letzten beiden Punkte natürlich schon gut verstehen, aber das bringt mir dann nun auch alles nicht so wahnsinnig viel.

Am interessantesten fand ich da immer die Gespräche mit den Menschen.
Das kann ich in bestimmten Geschäften auch sehr viel besser ausprobieren. Besser noch mit Freunden und in geselligen Runden.
Am Ende muss ich das Zeug ja auch nochmal über meinen ganzen Kram und mit meinen eigenen Sounds spielen. Ich will ggf. auch erstmal an den Pickups drehen und alles so einstellen wie ich es mag.
Die Messe ist da bestenfalls ein erster Eindruck. Aber da geht es ja auch eher darum, irgendwelche Begehrlichkeiten zu wecken und neugierig zu machen.
Die Konzerte:
Wenn man mit Leuten noch nach Ende der Messe etwas essen gehen möchte, dann ist das auch immer doof. Entweder/oder.
Selbst die Frittenbuden vor dem Eingang haben dann ggf. schon zu.
Was aber auch damit zu tun hat:
Ich habe heute sehr konkrete Vorstellungen davon, was ich "brauche", oder vielleicht auch tatsächlich einfach nur "haben möchte".
Das ist auch alles sehr viel überschaubarer geworden. Alles, was ich habe, klingt für mich auch gut.
Wirkliche Innovationen?
Ok, bei dem digitalen Zeug passiert gerade sehr viel. Aber sonst?
Den Spaß habe ich eher beim Spielen.
Das mit dem Jagdfieber und/oder "ich kaufe mich mal eben glücklich", ist doch auch weitestgehend durch.
90 Prozent der Zeit spiele ich wahrscheinlich so oder so eine ganz bestimmte E-Gitarre und wenn/dann, zwei, drei akustische Gitarren.

Eine Gitarre zu haben ist besser als eine Gitarre zu brauchen.